Lengenfeld bei Kümmersbruck
23.09.2019 - 09:28 Uhr

90. Geburtstag von Kümmersbrucks Ehrenbürger Josef Donhauser

Heuer vor 90 Jahren wurde neben dem Wirtshaus in Moos Josef Donhauser geboren. Die Kindheit und Jugend waren heikel, es herrschte Krieg. Dennoch hat sich der Jubilar stets ehrenamtlich engagiert und um die Mitmenschen bemüht.

Jubilar Josef Donhauser (links) mit Gratulant und Bürgermeister Roland Strehl. Bild: e
Jubilar Josef Donhauser (links) mit Gratulant und Bürgermeister Roland Strehl.

Josef Donhauser hatte Maschinenschlosser gelernt; im März 1945 wurde er noch zum Reichsarbeitsdienst (RAD) eingezogen und geriet in Heilbrunn 1945 für vier Monate in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Donhauser kam nach Hause, fing 1950 bei der Firma Siemens zum Arbeiten an. Das Unternehmen war noch im Aufbau. Wenn man so will, wurden die Weichen zu seinem außergewöhnlichen Leben 1954 gestellt, da trat er in die IG Metall ein, 1955 dann in die SPD.

1961 heiratete er Gunda Weigl aus Raigering. Sohn Christian und Tochter Birgid sind die gemeinsamen Kinder. Am 21. September feierte er nun seinen 90. Geburtstag. Donhauser ist topfit und sowohl mental als auch körperlich außergewöhnlich vital. Sein Bekanntheitsgrad ist sprichwörtlich, sein Ansehen ebenso – entsprechend standen den ganzen Tag Gratulanten vor der Tür in Lengenfeld und nachmittags beim Empfang im Hotel Post in Haselmühl. Auch Bürgermeister Roland Strehl hat sich als Gratulant eingereiht, mit Gemeindechronik und Medaille des Landkreises. „Solidarität und Toleranz gegenüber anderen“, das sei immer sein Grundprinzip gewesen. Und seine Maxime: „Nie stehen bleiben, soviel wie möglich aufnehmen an Ideen und Gedanken“, das würde er weitergeben wollen.

Zum 18. Oktober 1962, da war Josef Donhauser 33 Jahre alt, rückte er über einen Wahlvorschlag der SPD in den Gemeinderat nach. „Hoffnungsträger“ sollte er sein für lange Jahre Kommunalpolitik, damals noch Gemeinde Gärmersdorf, das wurde auch so. Er war an vielen Maßnahmen beteiligt, er war auch 2. Bürgermeister in der früheren Gemeinde Gärmersdorf (1966 bis 1971) und Bürgermeister für die Gemeinde Kümmersbruck (1973 bis 1990). In zahlreichen Ausschüssen brachte er sich ein. Donhauser war äußerst aktiv im privaten wie auch beruflichen Leben, IG-Metall Mitglied, Gewerkschaftssekretär, 1. Bevollmächtigter der IG Metall, Mitglied im Beirat als zweithöchstes Organ der IG Metall. Im Regionalen Planungsverband, Aufsichtsrat, Betriebsrat (1955 bis 1965), dann Betriebsratsvorsitzender bei der Siemens AG.

Donhauser hatte sich zeitlebens der SPD verschrieben, so hat er von 1961 bis 1972 als SPD-Ortsvorsitzender gearbeitet und schließlich war er 32 Jahre lang ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht in Weiden.

Ein Leben voller Engagement, Verpflichtung und Arbeit. Neben viel Ehre und Dank hat Josef Donhauser auch diverse Auszeichnungen wie die Kommunale Dankurkunde und 1998 in Würzburg die Bayerische Staatsmedaille verliehen bekommen. Donhauser war von großer sozialer Einstellung geprägt, er war der festen Überzeugung dass das „öffentliche Uhrwerk“ nur funktioniert, "wenn es engagierte Männer und Frauen gibt, die nicht nur nach Spesen und Einkommen Ausschau halten“, wie er seinerzeit sagte. Donhauser hat das vorgelebt, war über 33 Jahre lang im Gärmersdorfer und Kümmersbrucker Gemeinderat und ab 1973 bis 1990 als 2. Bürgermeister in Kümmersbruck für die Allgemeinheit aktiv. Josef Donhauser wurde 1996 zum Ehrenbürger der Gemeinde ernannt, die höchsten Weihen, die eine Kommune zu vergeben hat.

 
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