Lengenfeld feiert eine prächtige Kirwa

Stattlich im Umfang, prächtig im Aussehen, gut 34 Meter hoch und im guten Alter: So stand der Kirwabaum da. Lengenfeld feierte eine Kirchweih wie aus dem Bilderbuch.

von Florian Schlegel (egl)Profil

Am Samstag hübsch geschmückt und weiß-blau dekoriert, wurde der Baum in die Senkrechte gebracht. Der Regenschauer am Samstagabend hielt die Gäste nicht davon ab, mit den Musikern von der Partyband Rundumadum im Stodl zu feiern.

Zu einer Kirwa gehört am Sonntag ein Festgottesdienst, der in der Filialkirche von Pfarrer Wolfgang Bauer zelebriert wurde. Danach folgte der Frühschoppen im Feststodl. Die Kirwaburschen machten sich gleich nach dem Mittagessen auf den Weg, ihre Moidln einzuholen. Mit einem geschmückten Oldtimerbulldog, der von Helmut Ehbauer gelenkt wurde, kamen sie pünktlich zum Kirwabaum zurück.

Viele Gäste sahen zu und waren überrascht, wie gut die Paare das Austanzen meisterten. Das Gstanzlsingen gehört auch in Lengenfeld dazu. In diesem Jahr mussten einige andere Kirwavereine und auch eigene Burschen daran glauben - sie wurden kräftig derbleckt. Nach einigen tollen Tänzen - dazu gehörte auch ein Bierkastentanz, den sich die Kirwapaare selbst ausgedacht hatten - kam man zum spannenden Teil des Austanzens: Brauch ist es bei der Kirwa, das Oberkirwapaar bei einem Walzer zu ermitteln. Eine Runde nach der anderen wurde der Strauß von Hand zu Hand gereicht und schließlich hörte die Musikgruppe, die Heidirl'n, bei Simone Wirth und Michael Dotzler auf zu spielen. Die beiden waren damit auserwählt, das Amt des Oberkirwapaars für ein Jahr auszuüben. Zum Dank warfen Simone und Michael den Kindern Süßes zu. Der Sonntagabend klang mit den Übler Boum am Stodl aus.

Der Kirwabär wurde am Montag durchs Dorf getrieben. Jeder, der ihm über dem Weg gelaufen ist, bekam sein Fett weg. Nachdem alle geduscht waren und sich wieder hübsch gemacht hatten, marschierten sie am Abend in den gut gefüllten Feststodl ein und alle genossen mit der Band "Keine Ahnung" die letzten Stunden einer tollen und traditionellen Kirchweih. Gegen 22 Uhr wurde dann schließlich noch der Baum versteigert.

Mit einem Preisschafkopf war die Lengenfelder Kirwa gestartet. 112 Kartler auf 28 Tischen spielten um 150 und 100 Euro wie ein Reh. Selbstverständlich gab es auch noch andere Sachpreise. Sieger wurde Manfred Forster (132 Punkte), der zweite Platz ging an Dieter Laurer (105 Punkte) und das Reh gewann Georg Straller (104 Punkte). Bei einem Preisschafkopf darf der Trostpreis (eine Kiste Bier und ein Päckchen Karten) nicht fehlen, dieser ging an Inge Krüger (39 Punkte).

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