(exb) Die CSU-Fraktion des Kümmersbrucker Gemeinderats hat den beiden Eigentümern der Brückenstraße 5, Nico Sticke und Wolfgang Schmidt, einen Besuch abgestattet. Schließlich sind Sticke und Schmidt erst aufgrund eines Artikels in der Amberger Zeitung vom 17. Mai 2013 auf das Anwesen aufmerksam geworden. Hier wollte die Gemeinde das Bauwerk abreißen oder umgehend vom Hals haben, heißt es in einer Presseinfo.
Die Eigenleistung der beiden Zimmerer- und Maurer-Altgesellen war enorm. Wolfgang Schmidt beziffert den Aufwand bei Architekten und Handwerkerstunden mit Material bis zu einer Million Euro. Sehr viel Liebe wurde in das Girgerlbauern-Anwesen in Lengenfeld investiert. Neben alten Briefen und Dokumenten aus den vergangenen Jahrhunderten tauchten auch bauliche Ungereimtheiten auf. So wurde der Dachstuhl nur an einer Seite erweitert, so dass das ganze Haus etwas schief war. Auch zwei Gewölbe wurden im Nachhinein eingemauert, vermutlich zur Bierkühlung. Das restaurierte Bettlerfenster gibt den Hinweis auf einen eventuellen Wirtshausbetrieb.
Als die Führung in dieser besagten Wirtsstube ankam, bemerkte Gemeinderat Alois Schwanzl: "Und da, unter der Bank, sind früher Hehna gehockt". Daraufhin erwiderte Wolfgang Schmidt: "Des glaub ich glei, so wie es da herin ausgeschaut hat". Etliche Kubikmeter an Erde und Dreck wurden mit den Schubkarren ins Freie befördert. Bürgermeisterin Birgit Singer-Grimm und Bürgermeister Hubert Blödt waren erstaunt, wie gut mit dem Denkmalamt zusammengearbeitet wurde. Sticke nannte einige Kompromisse, alleine schon wegen des Brandschutzes. Alle Beteiligten empfanden die Restauration und den Erhalt des Anwesens als sehr gelungen.
Lengenfeld bei Kümmersbruck
Update 04.06.2018 - 15:29 Uhr
Mit Liebe und Können saniert
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