14.01.2021 - 15:27 Uhr
LeonbergOberpfalz

Ziele in der Gemeinde Leonberg: Straßenausbau, Bauland und ein Backofenfest

Der Ausbau von Straßen und die Schaffung von Bauland gehören im Jahr 2021 zu den wichtigsten Projekten in der Gemeinde Leonberg. Bürgermeister Johann Burger berichtet, was sonst noch auf der Agenda steht und was ihm Sorgen bereitet.

Die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Großensees und Zirkenreuth soll noch heuer einen Vollausbau erhalten. Sobald der Förderbescheid eintrifft, soll es mit dem Projekt losgehen.
von Josef RosnerProfil

Seit 2014 ist Johann Burger Bürgermeister der Gemeine Leonberg. Im Gespräch mit Oberpfalz-Medien geht der 57-Jährige auf wichtige Projekte des Jahres 2021 ein, nennt einige Ziele, die darüber hinaus reichen und sagt auch, wo der Schuh drückt.

Ganz oben auf dem Maßnahmenplan für das laufende Jahr steht der Ausbau der rund 2,5 Kilometer langen Ortsverbindungsstraße zwischen Großensees und Zirkenreuth. "Das ist die schlechteste Straße in unserer Gemeinde", verweist Burger auf den dringenden Handlungsbedarf. Etwa zwei Millionen Euro wird das Projekt kosten, wobei sich die Gemeinde einen Fördersatz von 80 Prozent erhofft. Den Förderantrag habe der Bürgermeister bei der Regierung der Oberpfalz persönlich abgegeben. "Jetzt warten wir auf den Förderbescheid", sagt Burger, der den Ausbau so bald wie nur möglich angehen will.

"Das ist die schlechteste Straße in unserer Gemeinde."

Bürgermeister Johann Burger zur Straße zwischen Großensees und Zirkenreuth

Ebenfalls heuer soll die Gemeindeverbindungsstraße zwischen der Kreisstraße TIR 22 und der Amesmühle eine neue Tragwerksdecke erhalten, was circa 50 000 Euro kosten wird. Im Zusammenhang mit der Kreisstraße TIR 22 stellt der Bürgermeister auch den Wunsch nach dem Bau eines Fahrradweges zwischen Leonberg und Mitterteich heraus. Dieser könnte bei der Abzweigung zur Amesmühle beginnen. Sobald sich hier in der Zukunft eine Fördermöglichkeit auftut, wolle man handeln.

Auf Vordermann gebracht werden sollen in den kommenden Jahren zahlreiche weitere Gemeinde- und Ortsstraßenabschnitte. Bekanntlich hat der Gemeinderat eine Prioritätenliste mit über 100 Straßenbereichen aufgestellt. Erneuert werden muss auch ein Viertel der rund 70 Oberflächenwasserschächte im Gemeindegebiet. Noch heuer angegangen werden soll die Sanierung des Einstiegsbauwerks am Kornmühlbach beim Gelände der Firma Weck in Königshütte.

In der Gemeinde sind in den kommenden Jahren zahlreiche Straßenbaumaßnahmen notwendig

Leonberg

Weiter fortgesetzt werden soll in diesem Jahr die Sanierung des Pfarr- und Jugendheims in Leonberg. Hier steht die Trockenlegung der Außenmauer an der Straße auf dem Plan. Weiter in vollem Gange sind die Sanierungsarbeiten im Innen- und Außenbereich des Imkerhauses. Hier hofft Johann Burger auf die Fertigstellung bis zum Herbst dieses Jahres. Dank zollt er in diesem Zusammenhang dem Imkerverein, der sich mit ehrenamtlichen Arbeiten großartig in das Projekt einbringe. Starten soll heuer im Zuge der Dorferneuerung die Neugestaltung des Bereichs rund um das Leonberger Feuerwehrhaus. Dabei soll auch ein Abenteuerspielplatz entstehen.

Pläne in Themenreuth liegen auf Eis

Der Start von Abrissmaßnahmen ist in den kommenden drei Monaten in der Ortsmitte von Forkatshof vorgesehen. Wo derzeit noch alte Gebäude stehen, werden drei neue Bauparzellen geschaffen. Ab dem Sommer 2021 soll dort bereits gebaut werden können. Keine Chance gibt es dagegen für die angedachte Schaffung von acht neuen Bauparzellen in Themenreuth - dort gilt bekanntlich wegen der Planungen für die Gleichstromtrasse eine behördlich verhängte Veränderungssperre. "Unsere Pläne dort sind auf Eis gelegt", zeigt sich Burger verärgert. Bis zu fünf Jahre könnte es dauern, bis in dem Bereich wieder Neubaumaßnahmen zulässig sind. Drei weitere Bauplätze könnte sich Burger in Königshütte vorstellen. Einen Appell richtet der Bürgermeister an alle Eigentümer von Bauparzellen: Wer Interesse habe, diese zu verkaufen, solle sich bei ihm melden.

Bürgermeister Johann Burger gibt Einblicke in seine Planungen für 2021 und darüber hinaus.

Schlecht sieht es mit sofort verfügbaren Gewerbeflächen aus, wie der Bürgermeister unumwunden zugibt. Wenn eine Firma erweitern oder sich neu im Gemeindegebiet ansiedeln wolle, dann solle sie sich aber dennoch melden. "Wir werden gemeinsam eine Lösung finden", ist der Bürgermeister optimistisch.

Beim Thema Verkehrssicherheit verweist Burger auf die Anschaffung eines neuen Tempomessgerätes, das jeweils für bestimmte Zeit in den Orten der Gemeinde aufgestellt wird. In Münchsgrün sei angedacht, die zulässige Geschwindigkeit beim Reiterhof Heindl auf 20 km/h abzusenken, so Burger.

Enorme Kostenbelastung

Sorgen bereiten dem Bürgermeister die weiter steigenden Kosten bei der Sanierung der Grundschule Mitterteich mit Neubau eines Kinderhorts. Beteiligt ist die Gemeinde Leonberg daran entsprechend der Schüleranzahl. "Ich rechne mit Kosten von bis zu 500 000 Euro und mehr für unsere Gemeinde, ein ganz schöner Batzen", sagt Burger. Stemmen könne die kleine Gemeinde diese enorme Kostenbelastung dadurch, "weil wir in den vergangenen Jahren sparsam gewirtschaftet und etwas zur Seite gelegt haben". Zu Beginn des Projekts vor einigen Jahren sei die Gemeinde noch von deutlich geringeren Kosten ausgegangen.

"Ich rechne mit Kosten von bis zu 500 000 Euro und mehr für unsere Gemeinde, ein ganz schöner Batzen."

Bürgermeister Johann Burger zum Anteil der Gemeinde Leonberg am Grundschul-Projekt in Mitterteich

Nicht zufrieden ist der Bürgermeister auch damit, dass derzeit zwölf Kinder aus dem Gemeindegebiet bei den Kindergärten der Stadt Mitterteich auf der Warteliste stünden. "Wir brauchen hier bald eine Lösung", macht Johann Burger deutlich und gibt zu bedenken, dass die Gemeinde auch hier an den Kosten beteiligt sei.

Als problemlos bezeichnet der Bürgermeister die Zusammenarbeit mit der Verwaltungsgemeinschaft Mitterteich. Allerdings wünsche er sich, dass künftig auch Einwohner aus der Gemeinde Leonberg dort neu eingestellt werden - natürlich brauche es dazu aber auch entsprechende Bewerbungen.

Voller Hoffnung ist der Bürgermeister, dass die Vereine im Laufe des Jahres wieder ihre Feste feiern können und im Dezember wieder ein Weihnachtsmarkt in Leonberg stattfinden kann. So hat die Feuerwehr Leonberg ein neues gebrauchtes Feuerwehrfahrzeug erhalten, das in einem feierlichen Rahmen den kirchlichen Segen erhalten soll. Weiter bringt Johann Burger für heuer das 1. Leonberger Backofenfest ins Spiel: Dieses könnte im Bereich zwischen dem neu sanierten Imkerhaus und dem Leonhardiparkplatz steigen.

Kosten des Grundschul-Projekts in Mitterteich weiter gestiegen

Mitterteich
Die Sanierung des Imkerhauses in Leonberg soll bis zum Herbst dieses Jahres abgeschlossen sein.
Weiter fortgesetzt werden soll in diesem Jahr die Sanierung des Pfarr- und Jugendheims in Leonberg. Hier steht die Trockenlegung der Außenmauer an der Straße auf dem Plan.
Noch heuer soll die Ortsverbindungsstraße zwischen der Kreisstraße TIR 22 und Amesmühle eine neue Tragkraftschicht erhalten.
Einen Radweg wünscht sich Bürgermeister Johann Burger zwischen Mitterteich und Leonberg. Verlaufen soll dieser an der Kreisstraße TIR22, ab der Abzweigung zur Amesmühle. Gestartet werden soll das Projekt, sobald sich eine Fördermöglichkeit ergibt.

 

 

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