22.12.2020 - 13:39 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Bauland liegt auf Halde

Die Nachfrage Bauland ist groß, der die Gemeinden kaum nachkommen können. Der Markt Leuchtenberg versucht, hier in Vorleistung zu gehen.

In Leuchtenberg herrscht eine große Nachfrage nach Bauplätzen. Die zu erfüllen ist nicht einfach, wie die vergangenen Jahre zeigten.
von Ernst FrischholzProfil

Neben dem großen Interesse an Bauplätzen in Leuchtenberg hat die Gemeinde das Problem mit dem 2008 genehmigten Baugebiet „Ringlbrunnen II“ mit 18 Parzellen, die sich allesamt im Privatbesitz befinden. In den zwölf Jahren bisher ergab sich kein Konsens für eine Erschließung. Die Gemeinde hat keinen Zugriff. Dies wird auch in der jüngsten Marktratssitzung diskutiert. Bürgermeister Anton Kappl gab darin die Meinung verschiedener Fachstellen aus den Beratungen über die kürzlich angeführte Bauleitplanung für weitere Baulanderschließung kund.

Wörtlich bezeichnete Kappl als Resonanz die Schaffung von Bauland, auf das die Gemeinde keinen Zugriff hat, als „Riesenfehler“. Die zwölf Jahre hätten es ja gezeigt. Man will nichts unversucht lassen und darum wurde der Gemeindechef vom Gremium beauftragt, nochmals Verhandlungen bezüglich einer Umsetzung zu führen.

Leuchtenberg

Aufträge vergeben

Kappl gab im Verlauf der Sitzung Beschlüsse aus der nichtöffentlichen letzten Marktratssitzung kund, deren Gemeinhaltung weggefallen ist. So wird der Auftrag für die Ingenieurleistungen der Phasen eins bis drei beim Ersatzbau der Wasserleitung von der Hammermühle bis Lückenrieth, sowie für die anschließende Erneuerung der Straße dem Büro Bamler-Bau in Vohenstrauß erteilt.

Turm für Michldorf

Ein weiterer Punkt ist der Ankauf eines Spielgerätes in Form einer Turmkonstruktion, wie schon in Leuchtenberg und Wittschau, nun auch für Michldorf anzuschaffen. Kosten 5560 Euro. Bürgermeister Kappl hob heraus, dass sich der Michldorfer Marktrat Florian Ermer dahingehend engagiert habe, eine Beteiligung der Katholischen Kirchenstiftung, des Katholischen Frauenbundes und des Schützenvereins Edelweiß über 1000 Euro zu organisieren. Sowohl in Leuchtenberg (Brieftaubenverein) als auch in Wittschau (Dorfgemeinschaft) waren hier schon Beteiligungen der Bürger erfolgt, was der Gemeindechef als besonders anerkennenswert einstufte.

Grünes Licht für Bauherren

Das gemeindliche Einvernehmen wurde Ende der Sitzung auch dem Bau von zwei Einfamilienhäusern in Michldorf (Buchbühl) erteilt. Zur Sprache kam auch das Auswechseln der Funkwecker von analog auf digital. Es gibt 90 Prozent Förderung für den Austausch vorhandener Geräte, Kappl sprach von 45, was für die Gemeinde bei 100 Euro pro Wecker unerheblich ist. Man wird sich aber grundsätzlich mit den fünf Ortsfeuerwehren kurzschließen, wie hier der Bedarf gesehen wird.

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