21.07.2021 - 10:52 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Hermann Lindner wird 70 und Altbürgermeister

Eines der Geschenke zum 70. Geburtstag Hermann Lindners ist ein besonderes. Nachfolger Anton Kappl hat es dabei: die Ernennung zum Altbürgermeister. In 22 Jahren habe Lindner sich „wie kein anderer um unsere Marktgemeinde verdient gemacht“.

Anton Kappl (rechts) überreicht seinem Vorgänger Hermann Lindner die Ernennungsurkunde zum Altbürgermeister. Lindner habe sich „wie kein anderer“ um die Gemeinde verdient gemacht, sagt Kappl.
von Gabi EichlProfil

Hermann Lindner ist erst 29 Jahre alt, als er 1980 als Bürgermeister vereidigt wird. Die Gebietsreform ist noch ganz frisch, das macht den Einstieg ins Amt nicht gerade einfach. „In so jungen Jahren die ehemaligen Gemeinden unter einen Hut zu bringen, ohne eine zu benachteiligen“, das sei bestimmend für Lindners gesamte Amtszeit gewesen, sagt Nachfolger Anton Kappl. Hermann Lindner wird dreimal wiedergewählt. Bis 2002 hat er den Worten Kappls zufolge soviel bewegt in einer seither „mehr als nur lebenswerten“ Gemeinde „wie kein anderer“.

22 Jahre Bürgermeister Lindner

Kappl blättert bildlich quer durch 22 Jahre Ära Lindner. Er stellt Lindner als einen Reformer dar, der gleichzeitig um die Notwendigkeit des Bewahrens gewusst habe. Vieles, was heute in der Gemeinde selbstverständlich sei, sei unter Lindner neu gebaut oder saniert worden. Und dabei habe Lindner sich nie gescheut, Konflikte in Kauf zu nehmen. Der Bau der Ringlbrunnenstraße sei kompliziert und umstritten gewesen, aber „wichtig für unser Straßennetz“.

Der neue Bauhof mit dem integrierten Feuerwehrhaus „wäre so heute wohl gar nicht mehr finanzierbar“, sagt Kappl. Die Ende der 1980er Jahre gebaute Mehrzweckhalle zeuge von Lindners „großem Herz für unsere Vereine“. Viele Vereine hätten dort ihr Zuhause gefunden. Tausende Besucher hatte Leuchtenberg bei den ersten Bayerischen Tagen der Dorfkultur 1991, die Lindner in Zusammenarbeit mit dem damaligen bayerischen Wirtschaftsminister Gustl Lang in seine Gemeinde holt.

"Zielstrebig, bürgernah, hartnäckig"

Um die Lebensqualität in der Gemeinde zu verbessern wird laut Kappl unter Lindner die Ringlbrunnensiedlung ausgewiesen, beginnt in Leuchtenberg eine Dorferneuerung, ebenso in den Ortsteilen Wieselrieth und Kleinpoppenhof. Dass all das nicht ohne Konflikte abgeht, beschreibt Kappl so: „Komischerweise können sich Leute heutzutage nur noch daran erinnern, dass sie auch einen ordentlichen Eigenbeitrag leisten mussten. Dass sie aber bis in die neunziger Jahre noch auf Sandwegen ihre Anwesen erreichten, daran können sie sich oftmals nicht mehr erinnern.“

Kappl fasst sein Loblied auf seinen Vorgänger zusammen mit der Beschreibung: „Zielstrebig, bürgernah, hartnäckig, schlitzohrig und immer das Beste wollend und erreichend.“ Lindner trägt sich nach Überreichung der Ernennungsurkunde ins Goldene Buch der Gemeinde ein. Kappl kommentiert das angesichts prominenter Namen so: „Jetzt auch Hermann Lindner, der in der Reihenfolge von der Wichtigkeit sehr gut dazu passt.“

Karl-Heinz Preißer wird Altbürgermeister in Luhe-Wildenau

Luhe-Wildenau
Hintergrund:

Projekte in der Ära Lindner

  • Erneuerung der Wasserversorgung einschließlich eines Hochbehälters auf der Burg mit einer damals ganz neuen Technik
  • Neubau eines Kindergartens
  • Neubau eines Bauhofs
  • Bau einer Mehrzweckhalle
  • Bau eines neuen Sportzentrums einschließlich Schulsportanlage
  • Sicherung der ehemaligen Jugendherberge, zuletzt für das LTO als ständige Bleibe
  • 1991 Ausrichtung der ersten Bayerischen Tage der Dorfkultur
  • Ausweisung des Baugebietes „Ringlbrunnen“
  • Dorferneuerung Leuchtenberg, Wieselrieth, Kleinpoppenhof

 

 

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