11.03.2020 - 11:44 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Kinderbetreuung bleibt Thema in Leuchtenberg

Bürgermeister Anton Kappl gibt für die Erweiterung des Kindergartens in Leuchtenberg ganz klar die Richtung vor. Über einen Antrag der SPD wird am Ende nicht mehr abgestimmt.

von Ernst FrischholzProfil

Hauptpunkt der Marktratssitzung der „Ausbau der Kinderbetreuung“. Wie bereits mit Informationen aus einem Pressegespräche der Kirchenverwaltung als Besitzer und Träger des Kindergartens und der Marktgemeinde bekannt, laufen die Gespräche über eine Kindergartenerweiterung seit zwei Jahren. 2018 ging der Weg Richtung „altersgeöffnete Gruppe“.

Die Gemeinde erkannte den Bedarf hierfür an. Inzwischen geht die künftige Einrichtungsstruktur von Seiten der Kirchenstiftung zu einer reinen „Krippengruppe“. Bürgermeister Kappl sieht die Abänderung des Beschlusses aus dem Jahr 2018 zu einer Bedarfsanerkennung zur „Kinderkrippe“ als Grundlage für die Kirchenverwaltung, das Projekt zu verwirklichen.

Bernhard Kammerer erklärte, dass man 2018 den Beschluss zur altersgeöffneten Gruppe mit Blick darauf gefasst habe, weil eine Krippe eine weitere Einheit sei und das Personal zwischen beiden nicht verschoben werden könne. Kappl fügte zum Bedarf allgemein an, dass bis jetzt noch kein Kind abgewiesen worden sei. Der Geschäftsleiter der VG Lothar Kipp griff klärend ein. Wenn man keine eigene Krippe baue, sondern diese in den bestehenden Kindergarten integriere, werde dieser zum „Kinderhaus“ und bleibe damit auch personalmäßig eine Einrichtung.

Gerlinde Janker fand es schon einmal gut, dass reagiert werde. Wie bekannt, stellte die SPD in der letzten Sitzung Antrag auf Bau einer Kinderkrippe. Dazu erläuterte Bürgermeister Kappl, dass die Gemeinde hierfür der falsche Adressat sei. Sie sei lediglich für die Abwicklung der Förderung zuständig. So wie der Antrag gestellt sei, müsse er abgelehnt werden.

Geschäftsleiter Kipp erklärte unmissverständlich, dass die Gemeinde bei einer Befürwortung des SPD-Antrags auf Krippenbau neben dem bestehenden Kindergarten eine eigene Krippe bauen müsse. Es sei nicht Aufgabe der Verwaltung, Beschlüsse einer Fraktion umzuformulieren. Sein Beschlussvorschlag lautete, dass der Marktrat die Bestrebungen der SPD-Fraktion zur Kenntnis nimmt und die Verwaltung beauftragt, die weiteren Formalitäten mit der Kirchenstiftung anzugehen. Die SPD bestand nicht mehr auf Abstimmung über ihren Antrag.

Die Kirche stand weiter im Fokus der Gemeinderatssitzung. Es ging um die Innenrenovierung der Pfarrkirche Sankt Margareta. Darauf bezog sich ein Förderantrag der Katholischen Kirchenstiftung an die Marktgemeinde. Die Kostenermittlung liegt nach den Worten des Bürgermeisters bei 926 000 Euro. Der Gemeindechef erklärte, dass es sich hier um die Gewährung einer freiwilligen Leistung handle. In der Vergangenheit wurden freiwillige Leistungen mit Blick auf die Haushaltskonsolidierung abgelehnt.

Gerlinde Janker wandte ein, dass dies dafür kein Geld da war. Dies sei aber nun anders. In „früherer“ Vergangenheit habe man ür kirchliche Maßnahmen fünf Prozent Beteiligung zugesagt. "Geld ist immer da", konterte der Bürgermeister. Es komme nur darauf an, wofür man es ausgebe. "Wenn wir hier Geld für was geben, fehlt es auf der anderen Seite." Darum laute sein Vorschlag, das Ansinnen der Kirche in die Haushaltsberatungen einzubringen.

Kammerer bemängelte, dass außer der Kostenermittlung kein Finanzierungsplan vorgelegt worden sei. Man wisse nicht, ob es Deckungslücken gebe und auch nicht, in welcher Höhe sich die Kirche eine Förderung vorstelle. Kammerers Worte waren dann auch Grundlage des einstimmigen Beschlusses. Die Entscheidung werde in den Haushaltsberatungen im April nach Vorlage eines Finanzierungskonzepts getroffen.

Eingangs der Marktratssitzung hatte sich der neue Revierförster Lukas Rupprecht mit der Vorlage der Jahresbetriebsplanung für den Gemeindewald vorgestellt. Dieser umfasst 50 Hektar Wald. 2018 sei man mit einem erhöhten Einschlag um 20000 Euro über der Planung gelegen. 2019 sei kaum ein Einschlag erfolgt, was dem am Boden liegenden Holzpreis geschuldet sei. Darum liege ein Verlust von 21 Euro vor. Der Wirtschaftsplan für 2020 gehe davon aus, dass beim derzeitigen Holzpreis bei der Fichte ein Einschlag keinen Sinn mache. Geplant seien zudem Pflanzungen und Pflegemaßnahmen. Aufgrund erst in 2020 gebuchter Verkehrssicherungsmaßnahmen an den Straßen mit erheblichen Kosten werde sich für 2020 ein Verlust von 19000 Euro ergeben. Der Marktgemeinderat nahm Rupprechts Ausführungen zur Kenntnis.

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.