14.11.2018 - 13:49 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Leuchtenberg will Energie effizienter nutzen

Marktrat beschließt Teilnahme an kommunalem Netzwerk. Biogas- und Solaranlagen im Gemeindegebiet stellen mehr Strom her, als verbraucht wird.

Symbolbild.
von Peter GarreissProfil

Die Gemeinde will prüfen lassen, wie es mit der Energieversorgung des Markts weitergehen soll. Werden Bauhof, Sportheim, Schule und andere Liegenschaften miteinander verbunden oder die Burgbeleuchtung auf LED umgestellt? Auch die Kläranlage müsse unter die Lupe genommen werden. Fragen über Fragen, die der Marktrat nun von Fachleuten überprüfen lassen will.

Dazu gibt es Förderprogramme, die Ingenieur Christoph Vögerl vom Institut für Energietechnik an der Hochschule Amberg in der Sitzung erläuterte. Der erste Schritt, die Datenerfassung, sei abgeschlossen. Im Gemeindegebiet werde in Biogas- und Photovoltaik-Anlagen mehr Strom hergestellt als verbraucht. Nun müsse die Realisierung eines kommunalen Energieeffizienz-Netzwerks geprüft werden.

Es gehe um Wärmeversorgungskonzepte, effizienzsteigernde Maßnahmen, bauliche Themen, innovative Ansätze, die Umsetzungsbegleitung und Unterstützung der Umsetzung durch Einholung von Angeboten durch das Institut. Außerdem gehe es um Vorort-Besichtigungen, technische Dimensionierungen, Betrachtungen der Wirtschaftlichkeit und Handlungsempfehlungen. All das könne die Kommune vom Institut gegen relativ geringe Kosten erhalten. Das Ganze laufe über drei Jahre, bei einer Förderung von 70 Prozent im ersten sowie 50 Prozent im zweiten und dritten Jahr. Mitglieder der Zeno bekommen auch von dort Zuschüsse.

Gerlinde Janker und Karl Bauer stellten Fragen zum Erfolg. Was bringe das letztendlich? "Genau um das geht es: Amberg wird uns sagen, was sich rentiert oder was nicht", machte Bürgermeister Anton Kappl deutlich. Einstimmig beschloss das Gremium die Teilnahme am kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk.

Keine Einwendungen gab es gegen ein Bauvorhaben von Franz Kindl aus Michldorf. Er will zwei Häuser auf seinem 1208 Quadratmeter großen Grundstück errichten. Bernhard Kammer hielt das sogar für eine Maßnahme zur Dämmung des Flächenverbrauchs. Vielleicht werde das ein Ansporn für andere. Einstimmig wurde das Vorhaben genehmigt. Auch gegen den Anbau eines Schuppens an den Bestandsbau auf Flurnummer 40 hatten die Gemeinderäte keine Einwendungen. Einstimmig genehmigte das Gremium einen Zuschuss von 500 Euro für das neue Fahrzeug für die Helfer vor Ort. Die Mittel sind im Haushalt 2018 eingeplant sind.

In Leuchtenberg gibt es laut Bürgermeister Kappl zahlreiche Dinge zu verbessern: die kaputte Baumallee, die innerörtliche Parkplatzgestaltung, die Verbesserung der Gehwege oder die eingestürzte Stützmauer am Turnierplatz. Einige Gehwege sind gar nicht mehr verkehrssicher, erinnerte Karl Liegl. Kappl schlug vor, ein einfaches Dorferneuerungsverfahren zu beantragen. Dafür gebe es derzeit Fördermittel von 50 bis 70 Prozent. In der Dezembersitzung soll darüber entschieden werden. Kappl erklärte weiter, dass die Abnahme der Döllnitzer Straße mit Verkehrsfreigabe am Freitag, 16. November erfolge.

Die Kommunalberatung Radlbeck in Straubing ermittelt, ob für die Entwässerungseinrichtungen und die Wasserversorgungsanlagen ab 1. Januar 2019 Gebührenerhöhungen erforderlich sind, werde derzeit von der. Eine Entscheidung ist vor dem 1. Januar nicht mehr möglich. Damit eine rückwirkende Erhöhung im Frühjahr noch möglich ist, beschloss das Gremium auf Vorrat die rückwirkenden Gebührenerhöhungen.

Wegen einer möglichen Bewerbung zur Ökomodellregion gab es keinen Beschluss. Ziel sei, verschiedene Betriebe und Projekte, die auf ökologischen Landbau umstellen wollen, zu unterstützen.

Jahresrechung 2017:

Die neue Kämmerin Sabrina Schaffner informierte über die Jahresrechnung 2017. Leuchtenberg hatte in diesem Jahr keinen Haushalt, so dass Vergleichszahlen fehlen.

Das vergangene Jahr schloss mit einer Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von 330.694 Euro und einem Überschuss in Höhe von 149 105 Euro der in die Rücklage floss. Die Jahresrechnung wurde an den Prüfungsausschuss übergeben. Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Bernhard Kammerer, erklärte, dass sich bei der Prüfung der Jahresrechnung 2015 keine Beanstandungen ergeben haben. Aufgefallen sei dem Ausschuss aber, dass die Kosten der Kläranlage um einige 100 000 Euro gestiegen seien, die schon bewilligten Staatszuschüsse dagegen um 250 000 Euro gekürzt wurden. Der Ausschuss verlange, dass das geprüft werde. Dazu sollen zunächst das Ingenieurbüro und das Wasserwirtschaftsamt befragt werden.

Kammerer legte zu diesen Befragungen einen entsprechenden Fragenkatalog vor. Schaffner sagte umgehende Weiterleitung zu. Einstimmig erteilte der Marktrat trotzdem für die Jahresrechnung 2015 die Entlastung.

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