Die Veranstaltung begann am Sonntag in Leuchtenberg mit dem Gottesdienst in der Pfarrkirche, den die 18 Grenzland-Jagdhornbläser unter Leitung von Hornmeister Eduard Forster begleiteten. Pfarrer Adam Nieciecki sagte in seiner Predigt, dass dem Jäger die Stunden auf dem Hochsitz auch Zeit geben, über die Schöpfung Gottes nachzudenken. Im Gasthof Maier eröffneten dann die Jagdhornbläser mit dem Alpenmarsch die Hubertusfeier mit 100 Teilnehmern. Kreisvorsitzender Christian Ertl hieß dazu auch Bürgermeister Anton Kappl willkommen. Dem Leiter der Hegegemeinschaft Leuchtenberg, Josef Gollwitzer, dankte Ertl für die Organisation dieses höchsten Feiertags der Jäger.
Waidgerechtigkeit und Tierschutz
Er sei auch Anlass, darüber nachzudenken, wie "wir unser Verhalten in die Natur einfließen lassen", meinte Ertl. Waidgerechtigkeit und Tierschutz seien die Leitwörter. Es gelte, den Menschen die Jagd vorzuleben, "um ihnen unser Tun in der Natur begreiflich und glaubhaft zu machen", betonte der Sprecher. Dies gelte gerade beim Schwarzwild. Der Jäger habe die Vorgaben der Forstverwaltungen und Landwirtschaftsverbände sowie Vorgaben aus der Politik umzusetzen. "Wir Jäger verstehen uns als Partner der Grundstücksbesitzer", schloss Ertl. Im Anschluss überreichte Hundeobmann Roland Bäumler nach dem Lehrgang die Urkunden für Begleithunde an Harald Köcher, Nadine Bock und Diana Hochholzer sowie für Jagdhunde an Andreas Feneis.
Höhepunkt des Abends war der "Jägerschlag" als traditionelles Ritual für drei Jungjäger, die gerade die Prüfung absolviert hatten. Forster betonte eingangs der Zeremonie, dass der Jägerschlag dem jungen Jäger das Versprechen abverlange, dass er für die Zukunft stets anständig nach den Regeln der Waidgerechtigkeit jagen werde. Der Jägerschlag solle ihn sensibilisieren, Verantwortung gegenüber dem Wild, Wald und den Mitmenschen zu übernehmen. Jagd bedeute eine Fortsetzung und vor allem Anpassung einer langen bewährten Tradition, die für waidgerechten Umgang mit dem Wild und der Natur steht und ein hohes Maß an Fachwissen und jagdlich handwerklichem Können voraussetzt.
Auf Wildschweindecke knien
Die drei Jungjäger Johannes Melzner, Daniel Gissibl und Andreas Hösl mussten sich auf eine Wildschweindecke knien, erhielten dann von den drei Paten den Jägerschlag. Danach mussten ein Glas Wildschweiß austrinken. Anschließend durfte das Trio dann von Forster und Ertl jeweils den Jägerbrief entgegennehmen.














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