13.09.2018 - 11:44 Uhr
Oberpfalz

Liebeserklärung an die Badewanne

Mit dem Schließen der Badezimmertür können wir all das ausschließen, das uns gerade die letzten Nerven raubt. Lassen Sie mal wieder die Gummienten schwimmen, rät die OWZ-Glücksexpertin.

Eine Auszeit in der Badewanne entspannt nicht nur Körper und Geist, sondern macht meistens sogar richtig glücklich.

"Es muss eine Menge Dinge geben, gegen die ein heißes Bad nicht hilft", schrieb Schriftstellerin Sylvia Plath einmal. "Aber ich kenne nicht viele." Gerade, wenn es draußen kalt, schmuddelig und dunkel ist, gibt es wohl nichts Schöneres, als sich in die wohltuende und duftende Welt der Badewanne zurückzuziehen. So eine Auszeit entspannt nicht nur Körper und Geist, sondern macht meistens sogar richtig glücklich. Schon seit Jahrtausenden ist Baden ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur. Egal ob Griechen, Römer oder Kreuzritter - sie alle gönnten sich gerne ein wohlig-warmes Bad.

Heute wissen wir: Durch das warme Wasser werden Glückshormone ausgeschüttet. Außerdem lockert es die Muskulatur und hilft, schmerzhafte Verspannungen zu lösen. Kein Wunder also, dass die meisten von uns so gerne in die Wanne steigen. Doch das ist längst nicht alles. Es gibt einen weiteren Grund, der die heimische Badewanne zum wahren Glücklichmacher werden lässt. Das Badezimmer ist meistens der einzige Ort, an dem wir noch wirklich privat und mit uns selber sein können. Eine Bastion des Ichs, wenn es uns draußen in der Welt wieder einmal zu hektisch, zu laut und zu kompliziert wird.

Mit dem Schließen der Badezimmertür können wir all das ausschließen, das uns gerade die letzten Nerven raubt. Zwischen wohlriechenden Schaumbergen und hellen Fliesen kommen wir endlich einmal zur Ruhe, können uns auf uns selbst konzentrieren und uns zurückziehen, ohne uns vor irgendjemanden rechtfertigen zu müssen. "Spaghetti kann man nur in der Badewanne essen", sagte einmal Fernsehmoderator Robert Lembke. Ob er es selbst schon einmal ausprobiert hat, verriet er allerdings nicht. Ich rate Ihnen: Probieren Sie's. Und wenn Sie keine Spaghetti mögen, dann nehmen Sie sich eben eine schöne Tasse Tee oder Kaffee mit ins Badezimmer, einen kleinen Snack, Ihr Lieblingsbuch oder vielleicht sogar die Zeitung. Gerne auch das Telefon, aber nur, wenn Sie es dafür benutzen, um in Ruhe mit einem ihrer besten Freunde zu telefonieren. In der Badewanne können Sie ebenso ganz ungeniert Ihren Lieblingssong aus dem Radio mitsingen, Gummienten oder kleine Boote schwimmen lassen oder einfach nur vor sich hin träumen.

Hier ist fast alles erlaubt, denn schließlich befinden Sie sich in Ihrer ganz persönlichen Glücksoase. Denn seien Sie ehrlich: Wir müssen doch gar nicht unbedingt in die Karibik fliegen, um uns vom stressigen Alltag erholen zu können. Oft reicht schon ein Ausflug ins Badezimmer.

Dafür brauchen Sie auch kein Flugticket - und Sie müssen auch keine Koffer packen. Sie müssen sich noch nicht mal dafür etwas anziehen. Also, auf was warten Sie noch? Baden Sie sich mal wieder so richtig glücklich. (ewa)

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