11.07.2019 - 10:59 Uhr
Oberpfalz

Liebeserklärung an die Hängematte

In der Hängematte lässt es sich leicht glücklich sein. Denn sie erinnert immer ein bisschen an Urlaub am Strand, egal wo sie gerade hängt. Gönnen Sie sich etwas Glück in der Hängematte.

„Kaum eine menschliche Empfindung kann es mit der Hängematte aufnehmen“, schreibt Dan Kieran in seinem „Buch der hundert Vergnügungen“.
von Autor EWAProfil

"Leg dich in die Hängematte, nicht ins Zeug, flüstert die Faulheit." Wie dieses Sprichwort schon zeigt, ist sie wohl der Inbegriff des Nichtstuns und der Entspannung: die Hängematte. Die meistens aus Netz- oder Tuchgewebe bestehende Liegefläche, die aus der Karibik irgendwann zu uns kam, wird idealerweise zwischen zwei Bäumen befestigt und bietet nicht nur eine erholsame Schlafmöglichkeit. Sie eignet sich außerdem hervorragend dazu, ein Sonnenbad zu nehmen, ein gutes Buch zu lesen, ein Glas Wein zu trinken oder einfach in den Himmel zu schauen. Sie kann auf dem Balkon oder im eigenen Garten genauso gut aufgehängt werden wie überall sonst, wo sich ein schönes Plätzchen findet.

Wohl nirgendwo lässt es sich so leicht glücklich sein wie in der Hängematte. Denn sie erinnert immer ein bisschen an einen Urlaub am Strand, egal wo sie gerade hängt. Streckt man sich gemütlich in ihr aus, kommt es einem fast so vor, als würde man das Meer rauschen hören. Vielleicht träumt man später auch noch von weißem Sand, Palmen und wolkenlosem Himmel. Vielleicht schläft man auch einfach nur tief und traumlos ein, während einen die Sonnenstrahlen dabei an der Nase kitzeln. "Kaum eine menschliche Empfindung kann es mit der Hängematte aufnehmen", schreibt Dan Kieran in seinem "Buch der hundert Vergnügungen", in dem natürlich auch das In-einer-Hängematte-Liegen seinen wohlverdienten Platz findet.

Er fordert: "Das Wort 'hängemattbar' (als Bezeichnung für zwei Bäume, die sich genau im richtigen Abstand zueinander befinden, um eine Hängematte aufspannen zu können) steht zwar nicht im Duden, sollte es aber." Da kann ich ihm nur absolut zustimmen. Besonders glücklich macht das Faulenzen in der Hängematte natürlich in der Natur. Studien belegen: Schon wenige Minuten im Grünen verbessern Stimmung und Selbstwertgefühl deutlich.

Grün tut nicht nur Körper und Seele gut. Schon allein Blumen und Pflanzen anzuschauen wirkt beruhigend, senkt den Blutdruck - und lindert sogar Schmerzen. Stress und Ängste werden an der frischen Luft abgebaut. Und ganz besonders gut funktioniert das in der Hängematte.

Und in ihr lassen sich noch viel mehr Dinge tun, die rundherum glücklich machen. Egal ob Sie sich für ein entspanntes Nickerchen oder für das Trällern eines Liedchens entscheiden, ob Sie gemütlich eine Tasse Kaffee trinken, den Wolken zuschauen, Gedichte lesen, Vögel beobachten, auf einem Grashalm kauen, Ihre Katze kraulen oder einfach nur vor sich hin träumen - die Hängematte ist einfach so bequem, dass man sich entspannen muss. Ich bin der Meinung, jeder Mensch sollte mindestens eine Hängematte besitzen. Gerade in diesen Zeiten, in denen sich die meisten viel zu selten erlauben, einfach mal faul zu sein, ist diese sozusagen Pflicht.

Denn sie erinnert uns daran, wie wichtig es ist, sich auch ab und an mal eine Auszeit zu nehmen. Gönnen auch Sie sich ruhig öfter mal ein bisserl Hängematten-Glück. (ewa)

Mehr Rezepte zum Glück: www.onetz.de/themen/gluecksrezept

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