30.04.2019 - 17:55 Uhr
Lindau bei SchönseeOberpfalz

Offenes Singen als Besuchermagnet

Es wird von "wahrer Freundschaft" und vom "Tröpferlbad" gesungen, und über die "guade, alte Zeit" erzählt: Mit Musik, Gesang und Mundart-Lyrik präsentiert der Volksliedkreis eine Mischung, die beim Publikum im Lindauer Wirt ankommt.

Zu Musik und Gesang verbreitete sich eine urgemütliche Stimmung beim Lindauer Wirt. An Diatonischer und Akkordeon spielten Peter Jourgens (rechts) und Josef Baumer (links) für das Publikum.
von Josef NiederaltProfil

Das vom Oberpfälzer Volksliedkreis (OVK) Schwandorf abgehaltene „Offene Singen“ lockte viele Besucher in den Landgasthof. Nicht nur die Passion am gemeinsamen Gesang vereinte sie, sondern auch die Vorfreude auf die Darbietungen der verschiedenen Akteure.

Vorsitzender Leonhard Bayerl hatte die Musikanten Josef Baumer (Diatonische) und Peter Jourgens (Akkordeon) mitgebracht. Gerne brachten die Anwesenden ihre Wünsche aus den Liedermappen vor. Volksweisen wie „Am Brunnen vor dem Tore“, „Tief drin im Böhmerwald“ oder „Wahre Freundschaft“ standen ganz oben auf der Liste. Bayerl heiterte während des gesamten Ablaufs immer wieder mit lustigen Einlagen auf.

Dies verstanden aber auch gesanglich die "Schönseer Moila": Ihre Gstanzln oder das „Tröpferlbad“ verfehlten nicht ihre Wirkung. Der zweite OVK-Vorsitzende und Mundartinterpret Andreas Ebnet aus Schwand durfte bei diesem Treffen ebenfalls nicht fehlen. Er hatte erst kürzlich sein zweites Buch herausgebracht, in dem er in Reimen die Bereiche Heimat, Natur oder die „guade, alte Zeit“ treffend beschreibt. Dass er mit seinem Beitrag gleichzeitig „Werbung in eigener Sache“ für das Schönseer Pascherspiel machte, gefiel bestimmt nicht nur der anwesenden Bürgermeisterin Birgit Höcherl.

Die beiden OVK-Mitglieder Maria Hammerer und Ludwig Zwick führten zur Überraschung der Anwesenden einen Sketch auf. Die dargestellten Schwierigkeiten bei einer Essensbestellung im Fastfood-Restaurant waren ein großer Heiterkeitserfolg, sogar Lachtränen wurden beim Publikum gesichtet. Und als schließlich das Lied „Es scheint der Mond so hell“ erklang, wurde so manchem erst bewusst, dass es nach drei kurzweiligen Stunden, Zeit zum Heimgehen war. Ein weiteres offenes Singen findet am 5. Mai in Wolfring statt.

Mundartdichter Andreas Ebnet wartete mit Passagen aus seinem neuen Buch auf.

 

 

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