"Aus gesundheitlichen Gründen muss ich kürzertreten. Ich nehme keinen Abschied von Lintach, sondern vollziehe eine Metamorphose und bleibe den Lintachern als Priester und Seelsorger erhalten", stellte Kratzer fest. Nach 17-jähriger Leitung der Pfarrei Lintach/Pursruck gibt der Geistliche diese an den Pfarrer von Freudenberg/Wutschdorf, Moses Gudapati, ab. Beide Einheiten werden von diesem fortan als Pfarreiengemeinschaft "Johannisberg" geführt.
Robert Kratzer bleibt als Pfarrvikar in St. Walburga in Lintach, wo er nun in Zusammenarbeit mit Pfarrer Gudapati weiter als Priester und Seelsorger wirkt. Für den Geistlichen vollzieht sich dadurch ein Wandel der Zuständigkeiten, denn als Pfarrvikar ist er von Verwaltungsarbeiten und Bürokratie entlastet.
Zum Gottesdienst zog Kratzer mit einer großen Ministrantenschar und den Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine ins voll besetzte Kirchenschiff von St. Walburga ein. Eingangs des feierlichen Gottesdienstes, der musikalisch von Otto Maier (Tenorhorn) und Wolfgang Haindl (Orgel) gestaltet wurde, sprach er jenen Ministranten mit kleinen Präsenten einen Dank aus, die ihn jahrelang als Altardiener treu und zuverlässig bei der Eucharistiefeier unterstützt haben. Leonie Saller, Elias und Thomas Batek, Larissa Böller und Christina Beer zählte er dazu.
In seiner Predigt ging Kratzer auf die Gründe und die Auswirkungen des Wandels seiner Zuständigkeiten ein. Er versicherte, dass für ihn das Wirken als Seelsorger und Priester in keiner Weise ein Stressfaktor sei und er den Lintachern als solcher weiterhin zur Verfügung stehe. Er kündigte auch an, dass er in seiner Freizeit nun innovativ werden möchte und sich neue Formen für das Rosenkranzgebet und für Gebete bei Sterbefällen einfallen lassen werde. Er betonte am Ende seiner Predigt, dass er noch lange mit den Gläubigen der Pfarrei St. Walburga gemeinsam zu Gott hin unterwegs sein möchte.
Als Abschied auf Raten bezeichnete Kirchenpfleger Franz Weiß das Kürzertreten Kratzers. "Du ziehst dich aus der Führungsriege als Chef der Pfarrei Lintach zurück und wechselst in die Angestelltenabteilung", kommentierte Franz Weiß den Rückzug. Er erinnerte an die großen Projekte, die in den 17 Jahren unter Kratzer realisiert wurden: Erweiterung des Friedhofs für 80 000 Euro, Außenrenovierung der Pfarrkirche (500 000 Euro) und Erweiterung des Kindergartens (450 000 Euro). "Unter der Leitung von Pfarrer Kratzer hatten wir keinen Stillstand in der Pfarrei", machte der Kirchenpfleger bewusst.
Pfarrgemeinderatssprecherin Waltraud Glöckner brachte mit ihrem Gremium den Dank an Kratzer in Liedform vor. Auch der Pfarrgemeinderats-Sachausschuss Junge Familie ließ es sich nicht nehmen, durch die Kinder Dank und Anerkennung zu zollen.
Nach dem Auszug aus der Kirche nahm sich der Geistliche noch ausreichend Zeit zur Begegnung mit den Pfarrfamilienmitgliedern und für persönliche Worte.

















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