20.11.2019 - 11:41 Uhr
Luhe/Luhe-WildenauOberpfalz

Omas Lieblingsgerichte heute

Die traditionellen Gerichte kommen nach wie vor gut an. 31 Frauen versuchen sich beim Jubiläums-Kochabend des KDFB Luhe an Rezepten aus Großmutters Zeiten.

Die Köchinnen probieren die traditionellen Rezepte aus.
von Rita GleißnerProfil

Dass Omas Küche auch heute noch schmeckt, stellte sich beim Jubiläums-Kochabend des Katholischen Frauenbundes Luhe schnell heraus. „Kochen wie vor 100 Jahren“, lautete das Motto des Abends, der im Jubiläumsprogramm "100 Jahre KDFB Luhe" im Pfarrheim St. Martin stattfand. 31 Frauen unterschiedlichen Alters interessierten sich für die Zubereitung von Gerichten, die sie aus Kindertagen her kannten.

Im Namen des Vorstandsteams begrüßte Rita Gleißner besonders Referentin und Hauswirtschaftsmeisterin Roswitha Reil aus Michldorf, die alles bestens organisiert und vorbereitet hatte. Sie stellte die einzelnen Gerichte vor und wies darauf hin, dass es früher nur selten Fleisch gab, dafür sehr viele Speisen aus Kartoffeln, Mehlspeisen und Gemüse aus dem Garten. Unter ihrer Anleitung wurden dann zehn verschiedene Speisen zubereitet. In der Pfarrheimküche und im Saal wurde eifrig geschält, geschnipselt, gekocht und gebruzzelt.

Nach zwei Stunden war es so weit: Die Frauen durften Pastinakensuppe, saures Kartoffelgemüse, Eier in Senfsoße, Kohlrabigemüse, Gelbe-Rüben-Salat und "Kartoffelkas" probieren und genießen. Besonders gut kamen der „Bröslbart“ und „Himmel und Erde“ an. Der Höhepunkt folgte zum Schluss: Frisch ausgebackene Quarkboller mit Zimt und Zucker.

Rezept für Brösel-Bart (für zwei Personen):

Zutaten:

500 g gekochte Kartoffeln vom Vortag

100 – 150 g Mehl (je nach Feuchtigkeit der Kartoffeln)

etwas Salz

Fett zum Ausbacken

Zubereitung:

Die gekochten Kartoffeln schälen und mit der Gitterreibe reiben. Kartoffelmasse mit Salz auf einem Backbrett würzen. Das Ganze mit Mehl bestreuen und vorsichtig mit den Händen vermengen (abbröseln), sodass trockene "Streusel" entstehen.

Fett in einer Pfanne erhitzen und Brösel nach und nach unter ständigem Rühren in der Pfanne goldbraun backen. Mit dem Schaumlöffel aus dem Fett nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Früher wurde der Bröslbart in einer Schüssel in die Mitte des Tischs gestellt. Jeder bekam in einer kleinen Schüssel kalte Milch hingestellt. Man nahm sich mit einem Löffel vom Bröslbart und tauchte diesen in die kalte Milch.

Die Köchinnen probieren die traditionellen Rezepte aus.

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