18.08.2019 - 11:52 Uhr
Luhe/Luhe-WildenauOberpfalz

Pilgertradition wiederbelebt

Auch wenn die Sonne nicht vom Himmel strahlt, die Gesichter der Organisatoren tun es. Die erste Fußwallfahrt von Michldorf nach Luhe auf den Koppelberg erfährt großen Zulauf.

Rund 200 Wallfahrer ziehen von Michldorf aus acht Kilometer singend und betend nach Luhe auf den Koppelberg. In der Nikolauskirche feiern sie Gottesdienst.
von Redaktion ONETZProfil

Rund 200 Pilger hatten sich am Samstagnachmittag auf den acht Kilometer langen Weg gemacht. Weit mehr als erwartet. Und deshalb signalisierten die Verantwortlichen am Schluss: Es wird auch nächstes Jahr wieder diese Wallfahrt geben. Wieder im August.

Der gebürtige Luher und Michldorfer Pfarrer Alfons Forster freute sich schon beim Pilgersegen in der Ulrichskirche über die „überwältigende Teilnahme“. „Das sind ja mehr als jedes Jahr von Luhe nach Amberg marschieren“, stellten auch einige Beter erstaunt fest. Durch Wald und Flur, vorbei an Wiesen und Feldern, ging es betend und singend zur ersten Station in Engleshof. An der Kapelle des heiligen Wolfgang hielt der gebürtige Engleshofer Pfarrer Andreas Uschold eine kurze Andacht. Die Feuerwehr hatte Getränke vorbereitet und übernahm die Verkehrssicherung.

Bei leichtem Nieselregen erreichten die Wallfahrer Meisthof, wo die Familie Johann Kick Getränke für die Pilger spendierte. Johann Graf erläuterte kurz die Geschichte der Privatkapelle seiner Familie. Pilgerführerin Christine Schwab gab zu Martlern am Wegesrand Erklärungen. Mit viertelstündiger Verspätung kam der Zug dann auf dem Koppelberg an. Vorausschauend hatten die Verantwortlichen Bänke vor der Kirche aufstellen lassen, weil die Nikolauskirche die Gläubigen nicht alle fassen konnte.

Pilgerführerin Schwab erläuterte zu Beginn des Gottesdienstes kurz die Geschichte der Wallfahrt auf den Luher Hausberg und freute sich, dass nun diese erste Gruppe nach vielen Jahrzehnten diese Tradition wieder zum Leben erweckt hat. Auch Pfarrer Forster, er sei als Pilger in seine Heimat zurückgekommen, war davon angetan, „dass so etwas Großartiges und Schönes ohne lange Planungen entstanden ist“.

Zu dem erhebenden Gottesdienst, der das Thema „Wege“ trug und in dem Pfarrer Forster auch auf den heiligen Nikolaus einging, steuerte auch der Luher Kirchenchor mit Leiterin Ulrike Schwab bei. Für die stimmungsvollen Lieder gab es ein dickes Lob von den Zuhörern. Pilgerführerin Schwab dankte allen, die an der Wallfahrt mitgewirkt hatten.

Mit so vielen Pilgern hatte auch LuKulTour nicht gerechnet, an dessen Verpflegungsstand sich eine lange Schlange gebildet hatte. Und schon bald hieß es bei der Brotzeit „ausverkauft“. Viele Pilger nutzten auch die Gelegenheit und besichtigten die renovierten, alten Bierkeller am Berg, wozu Bürgermeister Karl-Heinz Preißer – er hatte die Wallfahrt initiiert – eingeladen hatte. Ein Bus brachte die Michldorfer wieder nach Hause.

Rund 200 Wallfahrer ziehen von Michldorf aus acht Kilometer singend und betend nach Luhe auf den Koppelberg. In der Nikolauskirche feiern sie Gottesdienst.
Rund 200 Wallfahrer ziehen von Michldorf aus acht Kilometer singend und betend nach Luhe auf den Koppelberg. In der Nikolauskirche feiern sie Gottesdienst.
Rund 200 Wallfahrer ziehen von Michldorf aus acht Kilometer singend und betend nach Luhe auf den Koppelberg. In der Nikolauskirche feiern sie Gottesdienst.
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