09.10.2020 - 16:04 Uhr
Luhe-WildenauOberpfalz

Anbau statt Aufzug für Kinderhaus in Oberwildenau

266 Hunde sind derzeit in Luhe-Wildenau angemeldet. Deren Besitzer müssen ab 1. Januar 2021 tiefer in die Tasche greifen. In die Trickkiste griff der Marktrat bei der Erweiterung des Kinderhauses Oberwildenau.

Links neben der neu errichteten Notleiter wird der Verbindungsgang zu den neuen Krippenräumen gebaut. Um einen Aufzug einzusparen und trotzdem in den Genuss staatlicher Zuschüsse zu kommen, wird der Turnraum ebenfalls ebenerdig errichtet, so dass sich der neue Anbau gegenüber der ursprünglichen Planung vergrößert.
von Walter BeyerleinProfil

In der Marktgemeinderatssitzung stellte Bürgermeister Sebastian Hartl die neue Mustersatzung des Innenministeriums für die Erhebung der Hundesteuer vor. Hartl erinnerte daran, dass diese Abgabe unabhängig von der Größe und der Rasse des Hundes im Markt seit 2002 unverändert bei 27 Euro geblieben war.

Der neue Hundesteuersatz sieht eine Abgabe für den ersten Hund von 35 Euro, für den zweiten Vierbeiner von 40 Euro und für alle weiteren Hunde eine jeweilige Abgabe von 45 Euro. Wie bisher bekommen Jäger und die Bewohner von Weilern sowie Einöden 50 Prozent Ermäßigung.

Kampfhunde sind laut Sebastian Hartl im Marktgebiet nicht in den Zwingern. Für den müsste der Besitzer 500 Euro bezahlen. Die Einnahmen aus der Hundesteuer dienen nach Angaben des Bürgermeisters auch zur Deckung der Kosten bei Fundtieren und die Unterbringung im Tierheim Weiden. Hartl wies daraufhin, dass die Hundesteuer nicht dazu gedacht sei, dass der Markt Gehwege von unliebsamen Hinterlassenschaften der Vierbeiner säubert. Deshalb sollen an viel genutzten Gassiwegen Hundetoiletten aufgestellt werden.

Kinderhaus

Bei Vorlage des Bauplanes für die Erweiterung des Kinderhauses Oberwildenau bei der Regierung der Oberpfalz ergaben sich zuschussrechtliche Probleme, weil nicht alle Räumlichkeiten barrierefrei zu erreichen sind. „Dann gibt es keinen Zuschuss für die Erweiterung“, informierte Rathauschef Hartl über die Auskunft der Regierung. Zwei Möglichkeiten hat die Gemeinde, um in den Genuss eines Zuschusses zu kommen: Der Bau eines Aufzuges zur Nutzung des Turnraumes im Obergeschoss oder ein ebenerdiger Turnraum als ergänzenden Anbau zu den geplanten Krippenräumen. Der Marktrat stimmte einstimmig der Anbaulösung zu.

Zur Vorgeschichte der Erweiterung des Kinderhauses

Luhe-Wildenau

Garage

Einstimmig erteilte der Marktgemeinderat das gemeindliche Einvernehmen zum Bauantrag für die Erhöhung einer Garage um 70 Zentimeter auf einem Grundstück in der Rosenstraße in Luhe. Damit wird die Einfahrtshöhe für die Fahrzeuge verbessert.

Wegeinstandsetzung

Im Gebiet des Marktes war es seit 2015 üblich, dass die Jagdgenossenschaften die Sträucher an den Wegen zurückschneiden und dafür die Hälfte der angefallenen Kosten erstattet bekommen. Diese Vereinbarung erweiterte der Marktgemeinderat per einstimmiger Entscheidung. Künftig werden die Jagdgenossen auch die Wege instand setzen und die Gräben räumen. Dafür gewährt die Kommune einen 50-prozentigen Zuschuss der nachgewiesenen Kosten.

Bauhofmitarbeiter

Im gemeindlichen Bauhof ist seit 1. Oktober ein irakischer Flüchtling beschäftigt, der im Markt wohnt. Bürgermeister Hartl berichtete, dass dieses Beschäftigungsverhältnis nach Rücksprache mit dem Landratsamt möglich geworden sei.

Auftragsvergaben:

Arbeiten für über 70.000 Euro

In nicht öffentlichen Marktgemeinderatssitzung wurden mehrere Aufträge vergeben.

  • Im gesamten Marktgebiet bessert die Firma Scharnagl aus Weiden Straßen aus. Das Auftragsvolumen beträgt 35.000 Euro.
  • Das Rathaus Oberwildenau und die Grundschule Luhe erhalten einen Glasfaserkabelanschluss. Dafür muss der Markt Luhe-Wildenau einen Eigenanteil von 28.000 Euro erbringen. Die Förderung beläuft sich auf 90 Prozent der zuschussfähigen Kosten.
  • Für die Wartung der Abwasserpumpwerke ist künftig die Firma DVI Weiden zuständig und erhält dafür pro Jahr 1.600 Euro (netto).
  • In der Bahnunterführung Oberwildenau gibt es seit Jahren ein Problem bei Starkregen mit der Entwässerung. Bei einer Kamerabefahrung zeigten sich erhebliche Kalkablagerungen im Abflussrohr. Diese Ablagerungen werden jetzt für einen Kostenaufwand von 5.850 Euro beseitigt. Danach geht es auf die Suche nach den eigentlichen Ursachen.
  • Im Winterdienst wird ab heuer zusätzlich ein Fahrzeug des KS-Landservice Neustadt/WN eingesetzt. Es soll den eigenen Winterdienst des Marktes unterstützen.

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