03.01.2020 - 11:51 Uhr
MähringOberpfalz

Wasser, Straßen und Kinderhaus

Vieles wurde bewegt, aber vieles andere steht noch an, betonte Bürgermeister Josef Schmidkonz in seinem Rück- und Ausblick auf der Jahresabschlusssitzung des Marktgemeinderats.

Bürgermeister Josef Schmidkonz gab in seiner letzten Jahresabschlusssitzung einen umfassenden Rückblick ab und erwähnte viele Aufgaben, die für die Marktgemeinde in Zukunft anstehen.
von Konrad RosnerProfil

Einen umfassenden Rechenschaftsbericht gab Bürgermeister Josef Schmidkonz bei der Jahresabschlusssitzung des Marktgemeinderates. Zunächst informierte er über einige statistische Zahlen: Aktuell hat der Markt Mähring 1769 Einwohner. 12 Geburten standen 23 Sterbefällen im Jahr 2019 gegenüber. Im Gemeinderat wurden insgesamt 28 Bauanträge behandelt, darunter auch zwei Wohnhausbauten. In den 13 Marktratssitzungen wurden 209 Beschlüsse erarbeitet.

Pro-Kopf-Verschuldung gesunken

2019 hatte Mähring einen Gesamthaushalt von 5,326 Millionen Euro, das geplante Darlehen von 300.000 Euro wurde nicht benötigt. Trotz vieler Investitionen ist die Pro-Kopf-Verschuldung immer noch sehr gering, ja sogar gesunken. Aktuell beträgt die Pro-Kopf-Verschuldung 309 Euro (2018: 355 Euro). Mähring hat damit die zweitniedrigste Verschuldung im gesamten Landkreis.

Erfreut zeigte sich Schmidkonz über den Anstieg der Gewerbesteuer auf rund 300.000 Euro. "Das ist eine absolute Rekordzahl für Mähring", so der Bürgermeister. 758.000 Euro zahlte die Kommune an Kreisumlage an den Landkreis, der Markt erhielt knapp 800.000 Euro an Schlüsselzuweisungen. Erfreulich sei auch die Tatsache, dass es in Mähring aktuell nur zwanzig Arbeitslose gebe, 2004 waren es noch 106 Personen ohne Arbeit.

Kindergarten in Top-Zustand

In Mähring werde in der Gemeindepolitik viel auf die Bildung gesetzt: Im Kindergarten- und Grundschulbereich wurde einiges getan. Schmidkonz erinnerte an die Einweihung des sanierten Kindergartens in Großkonreuth, der Dank des Förderprogramms "Klein und gemeinsam stark in den Gärten der Freundschaft" in einem Top-Zustand sei.

Artikel über die Eröffnung des Freundschaftsgartens:

Großkonreuth bei Mähring

Viele namhafte Politiker besuchten deshalb die Einrichtung. So ist das Kinderhaus "Dorfpiraten" einer von vier Kindergärten im Landkreis, die Tschechisch-Unterricht anbieten. Kinder ab 3 Jahren besuchen den Kindergarten beitragsfrei. Ein Kindergartenkind koste der Gemeinde im Jahr 3011 Euro. "Die Kinder sind unsere Zukunft, die Kosten müssen es der Gemeinde wert sein."

66 Grundschüler

In der Grundschule sind aktuell 66 Schüler. Dank des Förderprogramms "Digitales Klassenzimmer" sei man auf einem guten Level. Schade fand der Bürgermeister, dass sich für die Sanierung der WC-Anlage keine Baufirma fand. Pro Grundschulkind zahle die Gemeinde 938 Euro, für jeden Mittelschüler 2584 Euro im Jahr. 24 Schüler besuchen die Kreismusikschule, was der Gemeinde weitere 3700 Euro kostet.

Erfreut zeigte sich Schmidkonz, dass der Breitbandausbau seit 2017 abgeschlossen sei. "Wir waren eine der ersten Gemeinden, wir haben im Landkreis die Vorreiterrolle inne." Einiges getan worden sei auch bei der Straßensanierung. Insgesamt seien 2019 rund 167.000 Euro dafür ausgegeben worden. "Es gibt viele Kommunen, die haben wesentlich schlechtere Straßen", wusste der Rathauschef.

Wasser weiter im Fokus

Die größte Zukunftsaufgabe sei die Wasserversorgung, die wohl in jeder Gemeinderatssitzung auf der Tagesordnung stand und weiter stehen werde. Schmidkonz verwies darauf, dass in Mähring ein neuer Hochbehälter gebaut worden ist und im September in Betrieb ging. Das Wasser sei nun absolut chlorfrei. Die Verbindungsleitung Laub-Asch werde fertiggestellt. Beide Maßnahmen werden insgesamt rund 780.000 Euro kosten.

Leidiges Thema Chlor jetzt wohl beendet:

Mähring

Viele weitere Maßnahmen stehen jedoch noch an. Schmidkonz sagte, dass man wohl um eine Gebührenerhöhung nicht herum kommen werde. Ein weiteres Mal rief er zum Wassersparen auf. Vor allem bei Trockenheit gebe es eine geringe Quellschüttung. Auch im Abwasserbereich sei einiges zu tun. Die Regenwasserkanäle in Laub und in Lauterbach müssen erneuert, der in Hiltershof saniert werden. Die gesamte Kanal-Situation müsse überrechnet und digitalisiert werden.

Dorfgemeinschaftshaus in Planung

Im Zuge des Förderprogramms "Förderoffensive Nordostbayern" sei unter anderem das "Wirtsbauern-Anwesen" in Großkonreuth abgerissen worden, dort soll eventuell ein Dorfgemeinschaftshaus entstehen. Die Neugestaltung des Angers in Großkonreuth nehme konkrete Formen an. 581.000 Euro sind dafür veranschlagt, der Markt rechnet mit einer 90-Prozent-Förderung.

Großes Lob zollte Josef Schmidkonz abschließend allen Vereinen für ihre Arbeit. Er hob die Feuerwehr Griesbach, die eine Kinderfeuerwehr gründete, und den Faschingsverein "Rosamunde", der auf fünfzig Jahre Bestehen zurückschauen kann, hervor. Als einen Glücksfall bezeichnete er das "Gelebte Museum" in Mähring, das 2019 den Bayerischen Staatspreis erhalten habe.

Zweiter Bürgermeister Walter Frank dankte dem Bürgermeister anschließend im Namen des Marktgemeinderates für sein Engagement, das weit über das Normale hinaus gehe. "Uns hat es mit Josef stets gefallen."

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