21.12.2020 - 11:58 Uhr
MähringOberpfalz

Weihnachtshaus in Mähring: Nussknacker im Lichterglanz

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Blinkende Lichter, leuchtende Schneemänner, Rentierschlitten und ein singender Weihnachtsmann: Alexander und Karin Mayer verwandeln Haus und Garten in Mähring jedes Jahr in ein Weihnachtswunderland.

Familie Mayer dekoriert Haus und Garten in Mähring jedes Jahr zu Weihnachten aufwendig mit Lichterketten und Figuren. Die Eltern Alexander und Karin Mayer sind absolute Weihnachts-Fans. Auch ihre drei Kinder (mit im Bild die jüngste Tochter) „fahren total drauf ab“.
von Lena Schulze Kontakt Profil

Ein blinkendes Gesamtkunstwerk ist das Haus von Alexander und Karin Mayer aus Mähring in der Vorweihnachtszeit. Heuer bereits im fünften Jahr dekoriert das Ehepaar mit den drei Kindern das Haus, in das es vor fünfeinhalb Jahren eingezogen ist.

An der Haustür empfängt einen ein singender und tanzender Weihnachtsmann, auf dem Dach strahlt ein Stern, beleuchtete Rentierschlitten gibt es auf der Terrassenmauer, aufblasbare überdimensionale Nussknacker im Garten, bunte Lichterketten am Zaun, weiße Beleuchtung ums Dach. "Jedes Jahr wird's mehr", sagt Alexander und strahlt über das ganze Gesicht, wenn er in seinen beleuchteten Garten blickt. "Wir sind die totalen Weihnachts-Fans. Das ist unser Ding. Andere engagieren sich im Faschingsverein. Wir haben unser Weihnachtshaus", sagt der 42-Jährige und lacht. "Das war schon immer unser Plan", sagt seine Frau Karin. "Das erste Weihnachten nach dem Umzug ins Haus wollten wir es gleich toll beleuchten." Auch die zwei Töchter und der Sohn "fahren total drauf ab". Sie suchen gerne mit neue Figuren aus und helfen ihrem Papa fleißig beim Aufbau.

"Andere engagieren sich im Faschingsverein. Wir haben unser Weihnachtshaus."

Alexander Mayer (42)

Kilometerweise Lichterketten

Heuer war der Mähringer mit dem Herrichten recht spät dran: Erst Ende November kam er dazu. Der Familienvater schätzt, dass er für den Aufbau um die 30 bis 35 Stunden braucht. Über mehrere Tage werkelt er rund um das Haus für einige Stunden, je nach Wetter. Beim Aufbau kommt erst das Dach, dann der Rest. "Es ist teils schon aufwendig", sagt der selbstständige Unternehmer. Von den aufblasbaren Figuren haben die Mayers drei Stück: einen Schneemann, einen Santa Claus und neu einen Nussknacker. Die meisten seiner Figuren und LED-Aufsteller bestellt Alexander im Internet aus England. "Die sind da sehr gut aufgestellt mit der Auswahl." Wie viele bunte und weiße Lichterketten der 42-Jährige insgesamt aufhängt, hat er nicht gezählt. "Aber das sind schon einige Kilometer an Lichterketten, die ich im Garten und am Haus verlege." Dabei ist es nicht so, dass jede Lichterkette, jedes Detail einen bestimmten Platz hat. "Es ist jedes Jahr etwas anders." Wohl auch, weil die drei Kinder mitbestimmten, an welchen Platz welche Beleuchtung und Figur kommt.

Der offizielle Startschuss für die Beleuchtung ist am Freitag vor dem ersten Advent. Dann wird der Schalter umgelegt. Dieses Datum habe sich bei der Familie so eingebürgert. Angeschlossen ist alles über verschiedene Adapter und Schaltkreise, getimt ist alles über spezielle Zeitschaltuhren. Das leuchtende Gesamtkunstwerk erstrahlt gegen 16.30 Uhr.

Apropos Strom: So viel mehr Stromkosten, wie viele denken, sei es gar nicht, erklärt Alexander Mayer. "Wir haben unseren Verbrauch mal mit dem anderer Familien verglichen. Da ist fast kein Unterschied."

Gerne auch kitschig

Die Lieblingsfigur der 45-Jährigen ist aktuell der Nussknacker. "Aber eigentlich finde ich alles schön, mit allen Details. Es ist das Gesamtpaket", findet Karin. "Die Mischung macht's. Und es darf auch gern kitschig sein", pflichtet ihr Ehemann bei. Wichtig ist dem Familienvater, dass die Beleuchtung nicht eintönig wirkt. Lichtertechnisch kommt ansonsten alles infrage, was mit Weihnachten zu tun hat. "Egal von welchem Fenster wir raus schauen, es leuchtet überall im Garten", freut sich Karin.

Je nach Wetter bleibt die Beleuchtung am Mähringer Weihnachtshaus dran. "Letztes Jahr war es schon fast Fasching, bis wir sie abmontiert haben. Aber da hat es nach Weihnachten ständig gefroren", erklärt Alexander. Dann lässt er die Lichterketten lieber liegen, bevor er beim Abbau einen Kabelbruch aufgrund der frostigen Temperaturen riskiert.

Weihnachtsmarkt-Ersatz

Normalerweise sind die Mayers im Advent viel in der Region unterwegs und besuchen Weihnachtsmärkte. Dort holen sie sich manchmal auch Inspirationen für zu Hause. Das Ambiente ihres Weihnachtshauses genießt die Familie in der Einfahrt. In der Feuertonne prasselt das Lagerfeuer, drumherum versammelt sich die Familie und schlürft Punsch. Dazu singt der Weihnachtsmann vor der Haustür. "Das ist heuer unser Weihnachtsmarkt-Ersatz", sagt die Mama. Eigentlich wollten sie heuer ein kleines Standl für Freunde, Bekannte und Nachbarn anbieten. Der Erlös sollte an das Kinderheim St. Elisabeth in Windischeschenbach gespendet werden. Die Idee wird wegen Corona nun erst nächstes Jahr verwirklicht. "Aber wenn sich jemand das Haus ansieht und es toll findet, der kann natürlich auch so an das Kinderheim spenden", appelliert Mayer.

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