Bald freie Fahrt von Waldsassen nach Bad Neualbenreuth

Am Dienstag nächster Woche ist es soweit: Die Staatsstraße Waldsassen-Bad Neualbenreuth ist nach der Erneuerung in den vergangenen Jahren bald wieder frei befahrbar. In Maiersreuth gibt es eine Besonderheit.

An den Ortseingängen von Maiersreuth sind am Mittwochvormittag die Ortsschilder montiert worden.
von Paul Zrenner Kontakt Profil

Mit der Abnahme des letzten Abschnitts zwischen Maiersreuth und Hardeck am Mittwoch geht ein jahrelanges Projekt in die abschließende Phase – "Gott sei Dank", sagt Klaus Meyer. Der Bürgermeister von Bad Neualbenreuth ist froh darüber, dass die Umleitungen und Behinderungen im Gemeindegebiet nun bald zu Ende sind.

Die Fertigstellung des letzten Teilstücks bedeutet den Lückenschluss der direkten und schnellsten Anbindung von Waldsassen zum Kurmittelhaus Sibyllenbad. Dabei war die Staatsstraße seit Oktober 2012 in mehreren Abschnitten verbreitert und mit einer neuen Tragschicht versehen worden. Bereits Jahre zuvor war der schlechte Zustand der Staatsstraße wiederholt ein Thema im Gemeinderat.

Die erste Etappe startete im Oktober 2012

Bis zur geplanten Freigabe des letzten Teilstücks am Dienstag, 20. Oktober, sollen die Fahrbahnmarkierungen auf die Straße aufgebracht sein. Beim Abnahmetermin am Mittwochvormittag regnete es stark und es wehte ein eisiger Wind: Ohne Regenschirm oder entsprechender wetterfester Kleidung ging gar nichts.

Neue Ortsschilder

Beim Abnahmetermin lief die Delegation die gesamte Strecke zu Fuß ab. Ein Team des Bauamts Amberg-Sulzbach war dabei, die neuen Ortsschilder von Maiersreuth entlang der Fahrbahn Richtung Querenbach zu montieren – mit dem Zusatz "Markt Bad Neualbenreuth".

Gerhard Kederer, Bereichsleiter Straßenbau im Landkreis Tirschenreuth beim Staatlichen Hochbauamt Amberg-Sulzberg, verwies darauf, dass nun mehr der letzte Teil der schrittweisen Fahrbahnerneuerung geschafft ist. "Ohne diese Zusammenarbeit hätte das nicht funktioniert", unterstrich Kederer die enge Abstimmung mit der Gemeinde Bad Neualbenreuth während der vergangenen Jahre.

Seitens der Baubehörde mit dabei waren auch Gerhard Kederer und Wilfried Neumann sowie Vertreter der ausführenden Firma Roth aus Wunsiedel, darunter Stefan Männer.

Grundstücksverhandlungen ohne Probleme

"Herzlichen Dank an die Grundstückseigentümer von meiner Seite", ergänzte Bürgermeister Klaus Meyer. "Ich habe die Verhandlungen geführt und ich bin mit jedem zusammengekommen." Meyer sprach von einer "großen Freiwilligkeit", die das Gesamtprojekt sehr unterstützt habe.

Die Kosten werden laut Angaben auf 2,5 Millionen Euro für den Straßenbau beziffert; weitere 700.000 Euro hatte die Brücke gekostet. Träger des Projekts ist der Freistaat Bayern, der Anteil der Gemeinde Bad Neualbenreuth liegt bei rund 130.000 Euro.

Eine Besonderheit gibt es in der Ortsdurchfahrt Maiersreuth, wo sich die Fahrbahn in zwei Spuren teilt und um eine mächtige Eiche herum führt.

Die Arbeiten in Maiersreuth waren nach Ostern fortgesetzt worden

Maiersreuth bei Bad Neualbenreuth

Bereits 2009 wurde im Gemeinderat die "schlechteste Staatsstraße" beklagt

Die Delegation bei der Abnahme des erneuerten Teilstücks aus Richtung Querenbach.
Hintergrund:

Fahrbahn breiter und mit verstärkter Tragschicht

Die Instandsetzung der Fahrbahn Maiersreuth-Hardeck startete bereits 2017 mit der Erneuerung der Brücke über den Muglbach. Die Straßenbauarbeiten begannen im Juni 2019 mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt Hardeck. Bei der Maßnahme war überwiegend die Tragschicht auf der rund 1,5 Kilometer langen Fahrbahn verstärkt und die Querneigung verbessert worden. Bei der Begehung verwies Bürgermeister Klaus Meyer auch auf die Optimierung der Oberflächen-Entwässerung entlang der Fahrbahn, etwa in Richtung Querenbach. Außerdem war die Fahrbahn von bisher 4,5 bis 5 Meter auf 6 Meter verbreitert worden. Bei der Maßnahme wurden ein 1,5 Meter breiter Gehweg sowie in der Ortsdurchfahrt Hardeck ein 2,5 Meter kombinierter Geh- und Radweg in Richtung Neualbenreuth gebaut. Außerdem mussten zahlreiche Versorgungsleitungen verlegt werden. Am Ortsausgang Maiersreuth war die Felsböschung mit einem speziellen Verfahren gesichert worden.

 

 

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