Der Wasserzweckverband Mantel-Weiherhammer jongliert in der letzten Sitzung in der Mehrzweckhalle Mantel mit Zahlen. Es geht um den Haushalt 2021. Insgesamt wurden 486.454 Kubikmeter Wasser verbraucht, hörten die Verbandsräte vom Manteler Bürgermeister Richard Kammerer, Vorsitzende des Zweckverbandes. Kämmerer Rudi Jankowski aus Mantel erläuterte die größte Posten des Haushalt, der im Verwaltungshaushalt mit 1.003.637 Euro und im Vermögenshaushalt mit 304.907 Euro abschließt, also insgesamt mit 1.308.544 Euro. Die größte Einnahmequelle im Verwaltungshaushalt: die Wassergebühren: 786.000 Euro. Die größten Ausgaben: Unterhalt des Rohrnetzes: 150.000 Euro; Gebühr für Wasserbezug aus der Steinwaldgruppe: 310.000 Euro; Personalausgaben (der Zweckverband beschäftigt drei Mitarbeiter): 177.876 Euro.
Im Vermögenshaushalt sprudeln 164.530 Euro an Herstellungsbeiträgen für die Wasserversorgung in die Kasse. 125.000 Euro sind dafür für die Erschließung der Baugebiete Schlossäcker, Weberschlag und Barbarastraße fällig.
Pro Kubikmeter Wasser beträgt die Gebühr 1,87 Euro. Stellenplan, Finanzplan undInvestitionsprogramm 2019 bis 2024 sowie der Erhebung einer Investitionskostenumlage in Höhe von 12.334 Euro stimmte der Zweckverband einstimmig zu. Auch Haushalt wurde einstimmig beschlossen. Kreditaufnahmen für Investitionen sind nicht vorgesehen. Wie Kammerer erklärte, komme viel Arbeit auf den Wasserzweckverband zu. „Wir hatten viele Wasserrohrbrüche, was Wasserverlust bedeutete“, so Kammerer. Es seien viele Instandhaltungsmaßnahmen erforderlich. Kammerer gab noch bekannt, dass in Mantel und Weiherhammer Hydrantenbeschilderungen erneuert wurden. Bei der Hauptleitung nach Weiherhammer wurde in der Etzenrichter Straße ein Hydrant gewechselt, dafür musste das Wasser für 15 Minuten abgedreht werden.
„Wir müssen uns Gedanken über eine zusätzliche Wasserleitung nach Weiherhammer machen, vor allem auch wegen des neuen Baugebietes mit 170 Parzellen", merkte Kammerer an. Wegen der Erneuerung von Unter- und Oberflurhydranten in Mantel und Weiherhammer sei es kurzzeitig zu Verkehrsbehinderungen gekommen. Bei Kanalsanierungsarbeiten in der Ketteler- und in der Bonhoefferstraße sind undichte Hausschieber entdeckt und gleich erneuert worden.
"Der Wasserverbrauch nachts um drei Uhr konnte von durchschnittlich 1,8 Liter je Sekunde auf 1,2 Liter je Sekunde gesenkt werden was zeigt dass die Leitungen wohl dicht sind", folgerte Kammerer. Verbandsrat Franz Sperl fragte, ob die Brunnen I und II durch Filtereinbauten nicht wieder betrieben werden könnten. Wie Verbandsrat Christoph Müller erklärte, sei das schwierig, das Wasserschutzgebiet sei aufgehoben. Das Baugebiet Schlossäcker läge in der engeren Schutzzone, die Landwirte bekämen Probleme mit Gülleverbot. Es wäre theoretisch möglich, aber sehr teuer und schwierig, so Müller. Kammerer erklärte abschließend, dass deshalb die Brunnen auch noch nicht verfüllt worden seien, um sich diese Möglichkeit offenzuhalten.













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