24.10.2021 - 16:51 Uhr
MantelOberpfalz

Großer Ärger wegen Abkochverordnung in Mantel und Weiherhammer

Lange Zeit mussten die Bürger der Gemeinden Mantel und Weiherhammer ihr Trinkwasser abkochen. Der Zweckverbandsvorsitzende Richard Kammerer erklärt die schwierige Ursachenforschung.

Immer weder wurden die beiden Kammern des Hochbehälters von einer Spezialfirma gereinigt und gespült, aber leider ist es wie die Sucher nach einer Stecknadel im Heuhaufen, so Zweckverbandsvorsitzender Richard Kammerer, um die Ursache für die Keime zu finden.
von Eva SeifriedProfil

Der Vorsitzende des Zweckverbands Wasserversorgung Mantel/Weiherhammer, Richard Kammerer, musste viel aushalten, als das Wasser so lange abgekocht werden musste. Der Ärger der Verbraucher traf hauptsächlich ihn, ob am Telefon oder per Mail. Und dabei kann er nichts dafür. Er hat die Problematik nochmal erklärt. Der Brunnen IV war nicht am Netz. Eine Spezialfirma hat die Kammern des Hochbehälters mehrmals gereinigt und gespült.

Für die Keime gebe es leider sehr viele Möglichkeiten als Ursache. „Es ist wie die Suche nach einer Stecknadel im Heuhaufen“ so Kammerer. Ein kleiner Haarriss in einer Leitung reicht schon. Der Keim kann dann aus jedem Haushalt kommen. ‚Außerdem ist es möglich wenn Hausbesitzer Zisternen betreiben und diese Leitungen baulich nicht genau von der Wasserleitung getrennt sind, können da auch Keine ins Trinkwasser kommen. „In jeder Zisterne sind Keime“ so Kammerer. Sobald in einem Haushalt eine Wasseruhr ausgewechselt wird und es dort eine Zisterne gibt wird jetzt alles genau geprüft.

Der Zweckverband zur Wasserversorgung habe alles Menschenmögliche getan. Es wurden Be- und Entlüftungskappen gewechselt und sehr viel gespült. "Wir hatten hervorragende Testergebnisse, aber es braucht halt vier Proben, die sauber sind, bis das Gesundheitsamt wieder das Okay gibt."

Auch die Probenentnahme müsse unter äußersten Hygienebestimmungen durchgeführt werden. „Es wird die Wassertemperatur gemessen, das Wasser läuft so lange bis die Temperatur konstant ist, also klar ist, dass es dann frisches Wasser und keines das aus der Leitung kommt. Das Probenröhrchen wird abgeflammt und derjenige, der die Probe entnimmt, muss mit Mundschutz arbeiten, denn nur ein Hauch von Atemluft kann schon wieder einen Keim in die Probe befördern. Als dann am Freitag endlich wieder die Freigabe vom Gesundheitsamt kam, fiel uns ein Stein vom Herzen", so Kammerer. Aber es könne immer wieder passieren. Auch in vielen umliegenden Städten und Gemeinden komme es jetzt immer öfter vor, dass das Wasser abgekocht werden muss, weil es Keime gibt.

Verunreinigungen im Trinkwasser des Zweckverbands festgestellt

Mantel

"Wir hatten hervorragende Testergebnisse, aber es braucht halt vier Proben, die sauber sind, bis das Gesundheitsamt wieder das Okay gibt."

Zweckverbandsvorsitzender Richard Kammerer

 

 

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