12.05.2019 - 10:46 Uhr
MantelOberpfalz

Klangvoller Einstand für "Live ahead"

Der Besuch war vielversprechend. Zum ersten Konzert der Band "Live ahead" war die evangelische Kirche am Freitagabend fast restlos gefüllt. Und die Zuhörer wurden nicht enttäuscht.

Markus Suttner, Klaus Hofmann, Erich Lang, Markus Michalke, Celine Michalke und Theresa Lang (von rechts) begeistern das Publikum in der evangelischen Kirche mit einem überragenden Rock- und Popkonzert.
von Eva SeifriedProfil
Nicht nur beim "'Ave Maria" sorgt Sängerin Celine Michalke für Gänsehaut bei den Zuhörern, auch alle anderen Lieder durchlebt sie voller Leidenschaft mit Mimik und Gestik.

Was Markus Michalke mit seinem sechsköpfigem Ensemble ablieferte, wird den musikbegeisterten Christen noch lange in Erinnerung bleiben. Doris Borchardt vom Kirchenvorstand begrüßte stellvertretend für Pfarrer Andreas Ruhs die Gäste und bedankte sich bei Rosi Uschold, die zusammen mit Susanne Hausmann die Idee zu diesem Konzert hatte.

„Ihr präsentiert gelebte Ökumene, weil ihr konfessionsübergreifend singt und komplett auf eure Gage zugunsten der Kirchenrenovierung verzichtet", lobt Borchardt. Ihr habt viel Freizeit in Proben und Programmauswahl investiert. Harald Stengel stellte kurz die Geschichte der evangelischen St. Peter-und-Paul-Kirche vor, deren erste Grundmauern schon aus dem 13. Jahrhundert stammen könnten.

„Live ahead“ legten los mit „Fly with me“, Lenas Song von Stefan Nilsson aus dem Film „Wie im Himmel“. Zarte Pianotöne leiteten „The Rose" ein, einen durch Bette Midler bekannten Song mit Solo von Celine Michalke. Der ganze Kirchenraum wurde mit vollem Klang ausgefüllt mit „Hymn“ von Barclay James Harvest. „You raise me up“ ging ebenfalls ins Ohr. Markus Michalke führte durch das Programm und erklärte, dass Kirchenmusik auch schon mal „cool“ sein kann, damit man auch junge Leute in die Kirchen locken kann.

Die Musiker haben sich extra für dieses Konzert zusammengefunden. Bei der Liedauswahl haben sie sich von „Rock the Universe“, einem riesigen Festival mit christlicher Rockmusik in Amerika inspirieren lassen, was die Lieder von „Don Moen“ oder den „Casting Crowns“ zeigten.

Beim deutschen „Da berühren sich Himmel und Erde“ konnten viele Gäste mitsingen, und beim „Hallelujah“ von Leonhard Cohen glänzten Theresa Lang, Celine Michalke und Erich Lang als Solisten. „Glorious Day“ von den Casting Crowns stammte dann aus Amerika. Bette Midler kam bei Celine Michalkes Version von „Wind beneath my wings“ zu Ehren.

„Thank you Lord“ von Don Moen, einem Sänger und Pastor aus den USA, ist das Lieblingslied der Truppe, was man ihn auch anmerkte. Wie Michalke erklärte, hat Eric Claptons „Tears in heaven“ den Hintergrund, dass er es nach dem Tod seines Sohnes geschrieben hat. Die beiden Sängerinnen bezauberten erneut mit Soli, gefühlvoll unterlegt von Piano, Gitarre und den Männerstimmen. Dass auch Country-Musik christliche Inhalte haben kann bewies Gitarrist Erich Lang. Für Beifallsstürme sorgte auch „Up where we belong“ von Joe Cocker und Jennifer Warnes. Zu Tränen rührte das lateinische „Ave Maria“ von Franz Schubert.

Tosenden Beifall forderten zwei Zugaben, eine davon war “God is good all the time“ von Don Moen. Doris Borchardt überreichten Rosen an die Sängerinnen und Gutscheine für alle. „Musik ist das Mittel, um den christlichen Glauben zu transportieren, konfessionsübergreifend“, dankte Bürgermeister Richard Kammerer. Er überreichte ebenfalls eine Spende für die Kirchenrenovierung. Als er am Samstag erfuhr dass 980 Euro an Spenden zusammengekommen waren, stockte er privat nochmal mit 20 Euro auf.

In nur vier Proben hatte sich "Live ahead", bestehend aus Markus Suttner, Klaus Hofmann, Erich Lang und Tochter Theresa, Markus Michalke und Tochter Celina zu einem imposanten Ensemble zusammengefunden. Es sollte nicht ihr letztes Konzert gewesen sein.

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