Ein schöner Brauch war immer am dritten Advent der ökumenische Adventsnachmittag in der Mehrzweckhalle für alle Senioren ab 60 Jahren. Dieser Nachmittag fiel der Corona-Pandemie zum Opfer. Trotzdem bemüht sich Priska Hofmann um die Senioren der katholischen Pfarrei. Seit März fallen die monatlichen Seniorennachmittage im Pfarrheim ausgefallen. Das Team des katholischen Treffs ließ sich dennoch immer wieder was einfallen. Sie überraschten die Senioren mit selbstgenähten Osterhasen, es gab Grüße zu verschiedenen Anlässen oder geweihte Buchskränzchen - und das alles immer kontaktlos in die Postkästen. Zum Erntedankfest und in der Adventszeit konnten die Senioren mit Pfarrer Thomas Kohlhepp eine Andacht und einen Gottesdienst in der Pfarrkirche feiern.
"Auch beim evangelischen Seniorenkreis gab es seit März keine Treffen", wie Renate Buchfelder bedauert. Über eine „kleine Seniorenzeitung“, die einmal monatlich mehrseitig erscheint, wird der Kontakt gehalten. Dort wird über Ereignisse aus der Kirchengemeinde berichtet, es wird der verstorbenen Gemeindeglieder gedacht oder Senioren wird zum Geburtstag gratuliert. Am Geburtstag selbst gibt es noch ein Büchlein für den Jubilar. In der Zeitung gibt es Rätsel, Witze, Suchbilder mit Motiven aus Mantel und der Region. Das soll Unterhaltung und Ermutigung zugleich sein.
Zur festen Zeit der ursprünglich geplanten Treffen trinkt jeder bei sich daheim Kaffee und ist in Gedanken mit der Gemeinschaft verbunden. Zum Muttertag hatten Kinder Bilder gemalt. Seit Oktober ist ein monatliches Treffen in Form einer Andacht in der Kirche möglich, das von den älteren Mitbürgern gerne genutzt wird, deshalb ist momentan die kleine Zeitung eingestellt, aber es gibt gelegentlich Sonderausgaben. Das Team überraschte die etwa 30 Mitglieder des Seniorenkreises auch mit einem Adventskalender der besonderen Art: besinnliche Texte, Sprüche für jeden Tag im Advent begleiteten sie durch diese besondere, distanzgeforderte Zeit.
Zu Briefen gefaltet und wie ein Bündel alter Liebesbriefe hübsch verschnürt wurden sie Ende November verteilt, persönlich überreicht oder im Briefkasten hinterlegt. Die Freude bei den Senioren war riesig. "Ganz allgemein gesehen, waren wir trotz oder gerade wegen Corona sehr aktiv in der Gemeinde – auch die Senioren selbst: Sie haben Ideen eingebracht, Schriften ausgetragen und telefonisch untereinander Kontakt gehalten", stellen Hofmann und Buchfelder fest. In der letzten Andacht dieses Jahres wurden auch die Weihnachtsgeschenke an die Senioren verteilt: Glühweingelee, die Weihnachtsbotschaft – ein Heft, das die letzten Jahre beim Ökumenischen Seniorenadvent überreicht worden war – und für jeden abgepackt Stollenstücke. All diese Aktionen kosten Geld und deshalb freuten sich Priska Hofmann und Renate Buchfelder über eine Spende von je 200 Euro von Bürgermeister Richard Kammerer.















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