16.09.2021 - 12:17 Uhr
MantelOberpfalz

Roter Faden für die Ortsentwicklung Mantels

Die Marktgemeinde Mantel hat nun einen Plan für ihre weitere städtebauliche Entwicklung. ISEK nennt sich die Zauberformel, die Architekt Dr. Emil Lehner dem Marktgemeinderat näher erläuterte.

Eine Riesendimension hat laut Planer Dr. Emil Lehner der Manteler Marktplatz. Sein Rat, die Marktgemeinde sollte nicht unbedingt auf den Bau der Ortsumgehung warten, bevor sie tätig wird.
von Eva SeifriedProfil

Ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK), das dem Manteler Marktgemeinderat in der vergangenen Sitzung vorgestellt wurde, beschreibt Ziele, Handlungsfelder und Projekte für die Entwicklung einer Stadt für mehrere Jahre. Es ist ein informelles Papier, das kooperativ mit allen städtischen Institutionen, Fachplanungen und der Bürgerschaft erarbeitet wird. Fachexperten unterstützen diesen Prozess und liefern wichtige Hinweise. Das Konzept steht nun auch für Mantel, wie Architekt Dr. Emil Lehner von SHL-Architekten und Stadtplaner in der Marktratssitzung erklärte. „Es ist ein roter Faden, umfasst verschiedene Themenfelder, die Bürger haben ein Leitbild und ein Handlungskonzept.“ Der Erfolg in regenmäßigen Abständen kontrolliert werden. Die Abstimmung mit der Regierung der Oberpfalz habe bereits im März 2021 stattgefunden.

„Papier ist geduldig, aber die Vorschläge müssen auch umgesetzt werden“, mahnte Lehner. Zu den historischen Gebäuden bemerkte der Fachmann: „Wenn man lange wenig macht, dann macht man wenigstens nichts falsch.“ Eine Nachnutzung der Denkmäler sei jedoch wichtig. Es dürfe keinen ewigen Denkmal-Leerstand geben und der Denkmalschutz müsse mit eingebunden werden. „Die Bürger haben Interesse gezeigt“, wie die Befragung ergeben hat. Viele machten sich Gedanken über die Wohnsituation im Alter und ein schöner Marktplatz stehe ganz oben auf der Wunschliste der Einwohner, erläuterte Lehner. „Die Manteler identifizieren sich mit ihrem Ort“, lobte der Architekt. Der Marktplatz von Mantel habe eine Riesendimension, und bei der Verkehrsführung sollte nicht auf die Umgehungsstraße gewartet werden, meinte der Planer. Die Nutzung der Gebäude „Gasthof Post“ und „Pleitegeier“ wolle gut überlegt sein. Vor allem sei es wichtig, private Initiativen zu fördern, so Lehner und fügte zum Konzept an: "In konstruktiver Zusammenarbeit mit den Bürgern und der Verwaltung ist ein gutes Papier entstanden." Siegfried Janner (CSU) fragte, ob er die Möglichkeit habe, zeitnah etwas zu machen. Die Antwort Lehners war, dass er sofort starten könne. Bürgermeister Richard Kammerer gab noch bekannt, dass am Freitag, 15. Oktober, die Möglichkeit besteht, Zugmaschinen bei einem Sammeltermin prüfen zu lassen. Die Prüfung findet von 11.30 bis 15.30 in Mantel an der Mehrzweckhalle statt. Anmeldung unter Telefon 09621/490125. gebeten. Außerdem hat der Bauhof am Friedhof sechs neue Stelen betoniert. Trinkwasser muss weiter abgekocht werden. Der Kanal mit den Seitenschächten wird im Herbst durch die Firma Bergler gereinigt, wen die Blätter gefallen sind. Die nächste Sitzung des Marktgemeinderates findet am Dienstag, 5. Oktober, statt.

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