Nach 47 Jahren wird Kastler Kindergärtnerin in den Ruhestand verabschiedet

Bürgermeister Stefan Braun, der von Johanna Ehbauer als aufgewecktes Kindergartenkind betreut wurde, bedankte sich bei der beliebten Kindergärtnerin mit einem wertvollen Präsent der Gemeinde.
von Autor JPProfil

Mit dem Lied "Frau Ehbauer, was machst Du in der Rente?" und tollen Geschenken für den neuen Lebensabschnitt verabschiedeten die Kastler Kindergartenkinder ihre Erzieherin Johanna Ehbauer, in Kastl geboren und heute in Hohenkemnath wohnend, in den Ruhestand.

Bereits 1974 begann Ehbauer nach ihrer Ausbildung zur Kinderpflegerin bei den Oberzeller Schwestern bei Würzburg ihre Arbeit im Kindergarten in Kastl. Dort erlebte sie noch weitere Berufsjahre bei den Oberzeller Schwestern, ehe die sich aus dem Markt verabschiedeten. Nach dem Umzug in den neuen Flachbau übernahm die katholische Kirche die Trägerschaft, geführt wurde die Einrichtung von weltliche Leiterinnen. Johanna Ehbauer lagen besonders das neue pädagogische Konzept zur Sinnesförderung, etwa der Sinnesgarten und die Waldtage, am Herzen, wollte sie doch den Kindern die Natur und die Schöpfung nahe bringen. Auch religiöse Erzählungen aus der Bibel und christliche Werte vermochte Ehbauer spannend zu vermitteln. Besonders gefreut hat es sie, als von 2017 bis 2019 der Kindergarten saniert und erweitert und ein neuer Garten angelegt wurde.

An ihrem letzten Arbeitstag wurde Ehbauer von den beiden Mädels Mia und Leni ins Atrium geführt, wo sie die die Kinder, die Kolleginnen, der Elternbeirat und vom Träger Pfarrer Johannes Arweck und Kirchenpfleger Karl Gerstenhöfer empfingen. Sie alle bedankten sich für die zuverlässige der Arbeit im Kindergarten. Elternbeiratsvorsitzende Nadja Ghanem übergab ein Geschenk.

Im Vorfeld hatte Kindergartenleiterin Birgit Wiesend mit den Kolleginnen und den Kindern einige Lieder eingeübt, etwa "Einfach Spitze, dass Du da warst" und zum Abschied "Mögen Engel Dich begleiten". Wie Wiesend würdigte, habe Ehbauer zwei Generationen von Kastler Kindern geprägt. Darunter war auch Bürgermeister Stefan Braun, der laut Johanna Ehbauer "damals schon ein aufgewecktes Bürschchen war". Braun übergab ein Präsent der Gemeinde.

Zum Lied "Frau Ehbauer, was machst Du in der Rente?" gab es neben einigen Trageln Nährbier, Brotzeiten und Kochgeräten auch einen jungen Apfelbaum der Sorte Jona Gold, angelehnt an den Namen Johanna, weil die sich schon immer einen zweiten Apfelbaum im Außenbereich des Kindergartens gewünscht hatte. Unter tatkräftiger Mithilfe des Bürgermeisters und der Kinder ihrer Gruppe erhielt der Baum gleich einen Ehrenplatz am Lauterachufer.

Die Mädels Mia und Leni führten die scheidende Kindergärtnerin Johanna Ehbauer ins Atrium des Kindergartens.
Mit Hilfe des Bürgermeisters und ihrer Kindergartengruppe pflanzt Johanna Ehbauer einen Apfelbaum im Außenbereich des Kindergartens ein.

 

 

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