Bauarbeiten bringen den Verkehr in Pfaffenhofen auf ungewohnte Wege

Die Bewohner von Pfaffenhofen und ihre Besucher starten am Montag, 8. Juni, auf eine Rallye. Diese beschert ihnen die Dorferneuerung.

Asphaltierungsarbeiten zwingen ab Montag zu Umleitungen in Pfaffenhofen. Für die Bewohner des Schneiderbergs (links) geht’s in Richtung St. Lampert, für die Bewohner der St- Martin-Straße (rechts) zum Burgweg.
von Autor JPProfil

Zum Fortschritt der Dorferrneuerung Pfaffenhofen teilte Bürgermeister Stefan Braun dem Marktgemeinderat Kastl in seiner Sitzung mit, dass die Pflasterarbeiten so weit gediehen sind, dass die beim Gasthaus Schweppermann links und rechts abzweigenden Ortsstraßen asphaltiert werden können. Losgehen soll es damit am Montag, 8. Juni. Außerdem sind die Verteilerkästen für Strom, Internet und Telekommunikation bereits versetzt worden.

Der Verkehr wird ab Montag auf eine Umleitungs-Rallye geschickt, um die B 299 zu erreichen: Die Anwohner der Alten Straße und der Siedlung Schneiderberg fahren bis St. Lampert, und für die Anwohner der St.-Martin-Straße geht’s über den Burgweg und die Gehräcker zurück zum Friedhof und über den neu gepflasterten Dorfplatz zur Bundesstraße. Die Dauer dieser neuen Verkehrsführung hängt auch von der Witterung ab.

Die Pflasterarbeiten in Kastl in der Hohenburger Straße sind fertig, so dass eine Durchfahrt ab sofort möglich ist. Ferner werden die Asphaltierungsarbeiten vom sogenannten Pfinstermühlbrückerl bis zur B 299 vorbereitet.

Im weiteren Verlauf der Sitzung stellte sich Landschaftsarchitekt Christoph Zeiler vom Team 3 aus Nürnberg als ausführender Planer für den fünf Hektar großen Solarpark Oberfeld vor. Der Bebauungsplan sowie die Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplans sind beschlussreif und können zur endgültigen Genehmigung weitergeleitet werden.

Mit der Photovoltaikanlage wollen zwei örtliche Landwirte ihre Existenz sichern. Um die Blendwirkung der einzelnen Elemente zu mindern, wird ein spezieller Neigungswinkel gewählt. Der Markt Kastl sieht den Solarpark als Beitrag zur Energiewende, die bis 2050 eine Quote von 80 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien wie dem Sonnenlicht vorzieht. Die Einzäunung wird eingegrünt. Bestandteil der Vereinbarung ist der Rückbau der Anlage, wenn sie nicht mehr rentabel oder notwendig ist. Der Marktrat genehmigte das Vorhaben einstimmig.

An der Gemeindeverbindungsstraße von der B 299 nach Wolfsfeld, zwischen Drahberg und Hainhof, soll auf ausdrücklichen Wunsch der Wolfsfelder die Mobilfunkverbindung verbessert werden. Deshalb errichtet die Deutsche Funkturm GmbH - eine Tochtergesellschaft der Telekom - auf Gemeindegrund einen 40 Meter hohen Betonmast, der die Funktechnik trägt. Der Marktrat freute sich, dass ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung geht.

Im neuen Baugebiet entsteht am Oberthalweg jetzt ein zweites Wohngebäude. Ein Anwohner der Kastler Badstraße beabsichtigt, sein Haus umzubauen. Mit der Erlaubnis nach dem Denkmalschutzgesetz kann in einem Gebäude in der Klosterbergstraße jetzt eine Untersuchung des Bodens und der Zimmerdecken anlaufen. In Deinshof wurde die Anlage eines Reitplatzes genehmigt.

Bürgermeister Braun machte einen nichtöffentlich gefassten Beschluss über die Baulandpreise im Baugebiet Utzenhofen bekannt. Sie betragen 87,50 Euro für den voll erschlossenen Quadratmeter. Wegen der neu auszuweisenden Baugebiete in Kastl und Pfaffenhofen habe er vor der Corona-Pandemie erste Gespräche mit den Eigentümern geführt, die aber momentan unterbrochen sind.

So hat sich der Kastler Marktrat nach der Kommunalwahl neu formiert

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