Ehemaliges Kastler Armenspital wird saniert

Mit der Sanierung des ehemaligen Armenspitals öffnet sich die nächste große Baustelle in Kastl. Dafür erwartet der Gemeinderat Mittel aus der Städtebauförderung. Und auch der Ausbau der Straße zwischen Utzenhofen und Kastl schreitet voran.

Der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Kastl und Utzenhofen soll im Mai/Juni kommenden Jahres abgeschlossen werden. Derzeit sind die Arbeiten an der Abzweigung nach Saugraben angelangt.
von Autor JPProfil

Der Marktgemeinderat Kastl beschloss in seiner Sitzung die Maßnahmen für das das Städtebauförderungsprogramm 2021. Wie Bürgermeister Stefan Braun ausführte, hat die Generalsanierung der Volksschule Kastl Priorität. Danach soll Gelände des ehemaligen Armenspitals mit dem ehemaligen Bauhof in Angriff genommen werden. Laut Bürgermeister wurde mit der Neupflasterung der jetzt barrierefreien Hohenburger Straße, der Verbindung zur Bundesstraße 299 samt Sanierung des Pfistermühlbrückerls sowie dem Neubau der Lauterachbrücke schon einiges erreicht. Für das kommunale Förderprogramm Kastls, das auch private Vorhaben betrifft, stehen einschließlich der Fachberatung rund 50 000 Euro zur Verfügung.

Nachdem auch die Kataster-Neuvermessung abgeschlossen wurde, ist jetzt das Gelände des Armenspitals einschließlich des Areals des alten Bauhofs mit Parkplätzen im Kernort Kastl sanierungsbereit. Die höchsten staatlichen Zuschüssen winken in Bayern über das Förderprogramm "Innen statt Außen", bei Gesamtkosten von rund 1,5 Millionen Euro sollen hier Mittel beantragt werden. Im Armenspital könnten später Räume für die Seniorenpflege und -betreuung untergebracht werden, wofür nicht nur in Kastl dringender Bedarf herrscht. Der Marktgemeinderat stimmte der Vorlage zu.

Bürgermeister Stefan Braun teilte mit, dass das Bistum Eichstatt für die Dekanate Habsberg und Neumarkt die gemeinnützige Kita GmbH gegründet hat, deren Zuständigkeitsbereich von Ursensollen bis Berching reicht und 22 Kindertagesseinrichtungen umfasst. Ein Geschäftsführer und ein Betriebsleiter sollen das bisher zuständige Kirchen- und Kindergartenpersonal entlasten und rechtliche und organisatorische Aufgaben übernehmen. Die Marktgemeinde hat mit der Kirchenstiftung St. Peter und Paul in Kastl einen Nutzungsvertrag zum Neubau des Kindergartens abgeschlossen, in den jetzt auch die KiTa gGmbH eintreten wird.

Das Gremium erfuhr bei der Sitzung, dass die Streuguthalle in der Mühlhauser Straße ein neues Dach bekommen hat. Mit dem Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Kastl und Utzenhofen geht es voran. Die Bankette wurden erweitert, neue Durchlässe verlegt, Zufahrten saniert. Derzeit sind die Arbeiten an der Abzweigung bei Saugraben angelangt. Stefan Braun hofft, dass die Sanierung im Mai/Juni 2021 abgeschlossen werden kann. Während der Winterpause ist vermutlich ein vorsichtiges Durchfahren der Strecke möglich. Stefan Braun teilte mit, dass das Kastler Rathaus wegen des Lockdowns geschlossen ist und bei dringenden Anliegen nur nach telefonischer Voranmeldung aufgesucht werden kann.

Zum Abschluss stellte Zweiter Bürgermeister Andreas Otterbein den 53. Band der Eisengau-Serie vor, den Kreisheimatpfleger Dieter Dörner verfasst hat. Unter anderem ist in dem Buch der Marsch der KZ-Häftlinge von Hersbruck durch das Lauterachtal nach Schmidmühlen zum Ende des Krieges beschrieben. Deshalb sollte, so Otterbein, am ehemaligen Bahnhof in Kastl mit einer Gedenktafel und sogenannten Trittsiegeln an die Unmenschlichkeit des NS-Regimes erinnert werden. In Hohenburg und Schmidmühlen habe man diese Zeichen der Erinnerungskultur wegen der Corona-Pandemie ohne große öffentliche Beteiligung schon angebracht.

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