Kastl saniert die Grund- und Mittelschule

Barrierefreiheit ist ein Hauptbestandteil der Schulsanierung in Kastl. Dazu muss ein Millionenbetrag aufgewendet werden. Bürgermeister Stefan Braun verweist auf erhebliche Zuschüsse des Freistaates.

Derzeit laufen die Planungsarbeiten für die Generalsanierung der Volksschule und der Turnhalle in Kastl. Im Bild rechts- ist das Flachdach der Aula zu sehen, bis zu der die Sanierung erfolgt.
von Autor JPProfil

Der Markt Kastl beschloss den Einstieg in die nächste Großinvestition: die Sanierung eines Teils der Volksschule und natürlich der Turnhalle. Wie Bürgermeister Stefan Braun erläuterte, seien Zuschüsse des Freistaats Bayern in Höhe von bis zu 80 Prozent möglich. Auch in Coronazeiten seien die Schwerpunkte Bildung und Digitalisierung in Bayern vordringlich und es würden dafür auch Mittel bereitgestellt.

Rund vier Millionen Euro

"Die kalkulatorischen Kosten betragen rund vier Millionen Euro. Damit soll die Schule und die Turnhalle energetisch saniert und umgebaut und vor allem barrierefrei mit einem Schulaufzug über alle Stockwerke gestaltet werden", sagte Braun. Bei einem Gebäude mit einem Alter von 60 Jahren nage nun mal der Zahn der Zeit und deshalb sei die Generalsanierung notwendig, bei der auch die EDV-Ausstattung verbessert und die Digitalisierung vorangebracht werde.

Umgestaltet und barrierefrei würden auch die Schulturnhalle und ihre Sanitärräume zu erreichen sein. Gleiches gelte zudem für den Schulhof im oberen Bereich und die Außenanlagen. Dazu wurden bereits die Weichen gestellt und folgende Planungsarbeiten vergeben: Elektroplanung 77 000 Euro, Statik: 96 000 Euro, Haustechnik: 110 000 Euro, Brandschutz 10 000 Euro sowie die barrierefreien Außen- und Treppenanlagen 50 000 Euro. Der Schulanbau aus den 70er-Jahren werde nicht mit saniert und von der Schule getrennt. Dafür sei eine andere Nutzung vorgesehen.

Auf Anfragen einiger Markträte, was denn passiere, wenn die Zuschüsse nicht fließen, meinte Stefan Braun, dass dann die Sanierung nicht stattfindet. Man sollte aber nicht so schwarzsehen. "Wenn der Förderbescheid von der Regierung da ist, werden auch die Mittel ausbezahlt", sagte der Bürgermeister. Weiter informierte Braun, dass auf die Dächer der Kläranlage eine PV-Anlage gebaut wurde, die den produzierten Strom in den Betrieb einspeist. Außerdem werde eine Firma für 28 000 Euro ein Kanalkataster für die gesamte Kastler Abwasserentsorgungsanlage anlegen. Leider werde es heuer wegen Corona keinen Ehrenabend für verdiente Gemeindemitglieder geben.

Bei den Bauanträgen ging es um das alte Raiffeisengebäude in Utzenhofen, dessen neuer Eigentümer es in eine Werkstatt und vier Wohnungen umbauen will. In Pattershofen entsteht eine neue Maschinenhalle, in Gaishof wird eine abgebrannte Halle wiederaufgebaut, in Wolfsfeld darf ein Zweifamilienhaus sowie ein neuer Laufstall für Milchvieh gebaut werden und in Utzenhofen wird ein altes Haus abgebrochen. Auf Initiative des von Zweitem Bürgermeister Andreas Otterbein wird der Stabszug der Schweppermannkaserne mit dem Markt Kastl eine offizielle Freundschaft eingehen. Abschließend gab es noch einige Personalnachrichten: Eingestellte wurden Barbara Ehbauer für die Verwaltung, Tobias Lang für den Bauhof und Richard Volber ist neuer Feldgeschworener.

Aus dem Marktgemeinderat Kastl

Kastl im Landkreis Amberg-Sulzbach
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