Kastler Haushalt 2021 fällt etwas geringer aus als im vergangenen Jahr

Der Kastl Haushalt 2021 nimmt locker die Hürde des Marktgemeinderats. Das Gremium genehmigt einstimmig den Etat, der mit 8,7 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr (rund 9,2 Millionen Euro) etwas geringer ausfällt.

Beim Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Utzenhofen und Kastl wird die Wasserleitung für das Baugebiet Kastl-Süd II gleich mit verlegt. Der Gemeindehaushalt 2021 sieht dafür entsprechende Mittel vor.
von Autor JPProfil

Der Verwaltungshaushalt dieses Jahres, wie ihn der Marktgemeinderat in seiner Sitzung abgesegnet hat, umfasst 4,608 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt 4,078 Millionen – zusammen ergibt das einen Gesamthaushalt von 8,686 Millionen Euro. Der Schuldenstand der Gemeinde beträgt 2,043 Millionen Euro, die Pro-Kopf-Verschuldung beläuft sich damit auf 811 Euro. Eine Schuldentilgung ist in Höhe von 235 000 Euro vorgesehen. Die Hebesätze für die Grundsteuern A und B sind auf 375 Prozent, der für die Gewerbesteuer auf 380 Prozent festgelegt.

Die im Verwaltungshaushalt enthaltenen Einnahmen stammen aus Straßenunterhaltszuschuss, Konzessionsabgabe, Kanal- und Wassergebühren, zusammen 525 000 Euro. Hinzu kommen Zuflüsse aus der Grundsteuer A und B und der Gewerbesteuer (770 000 Euro) sowie Anteile der Einkommenssteuer und die Schlüsselzuweisung (zusammen 2,26 Millionen Euro).

An Ausgaben sieht der Verwaltungshaushalt vor: für Personal 1,7 Millionen Euro, für Brandschutz, Schulwesen, Kindergarten und Straßenunterhalt 694 000 Euro, für Kanal und Wasser, als Gewerbesteuerumlage und Zinsen 545 000 Euro, für die Kreisumlage 1,172 Millionen sowie als Zuführung zum Vermögenshaushalt 262 000 Euro.

Der Vermögenshaushalt enthält als Einnahmen unter anderem die Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt (262 000 Euro), den Verkauf von Grundstücken (213 000 Euro), staatliche Zuschüsse für Investitionen (2,97 Millionen Euro) sowie Entnahmen aus Rücklagen und Kredite (531 000 Euro). Wichtigste Ausgaben sind hier vorgesehen für die Digitalisierung der Verwaltung, die Fassadensanierung des Rathauses und des Dorfladens in Utzenhofen (100 000 Euro), für die Generalsanierung der Schule (1,5 Millionen Euro), für die Städtebauförderung und die Sanierung der alten Eisenbahnbrücke am Berghäuserweg (70 000 Euro) sowie für den Bau der Straßen Kastl–Utzenhofen (1 Million Euro) und Drahberg–Dettnach (555 000 Euro). Hinzu kommen Ausgaben für bereits angefangene, aber noch nicht abgerechnete Maßnahmen wie Tierheim in Gailoh, digitale Sirenen, Dorferneuerung Pfaffenhofen usw. (120 000 Euro).

Bürgermeister Stefan Braun betonte in der Sitzung, dass die Marktgemeinde nur dank der Stabilisierungshilfe des Freistaats Bayern – immerhin 4,5 Millionen Euro in vier Jahren – einen so geringen Schuldenstand habe und investieren könne. 2021 konzentriert sich die Kommune nach seinen Angaben auf vier Hauptpunkte: Schulsanierung, Ausbau der Gemeindeverbindungsstraßen Kastl–Utzenhofen und Dettnach–Drahberg sowie Erschließung des neuen Baugebiet Kastl-Süd II verlegt. Im Zuge des Ausbaus der Utzenhofener Straße werde demnächst auch gleich die Wasserleitung hin zum neue Baugebiet verlegt, damit man die Fahrbahn nicht ein weiteres Mal aufreißen müsse.

"Ansonsten müssen wir wegen Corona halt etwas kleinere Brötchen backen, was sich auch bei den Steuereinnahmen und den Zuschüssen des Staates bemerkbar macht", stellte Braun fest. Der Bürgermeister bedankte sich beim Gemeinderat für die konstruktive Vorberatung und lobte die Verwaltung für die detaillierte, gute Vorbereitung des Haushalts.

Baugebiet Kastl-Süd II fünf Hektar groß

Kastl im Landkreis Amberg-Sulzbach

 

 

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