In Marktgemeinde Kastl bald keine Funklöcher mehr

Funklöcher sollen in der Marktgemeinde Kastl bald der Vergangenheit angehören. Zwei neue Funkmasten werden aufgestellt und sollen für Abhilfe sorgen – eine Nachricht, die der Gemeinderat mit Freuden vernimmt.

Ein 40 Meter hoher Funkmast soll den Wolfsfeldern eine besser Mobilfunkqualität bescheren. Die Bodenplatte ist schon fertiggestellt, die Anschlüsse sind bereits verlegt.
von Autor JPProfil

Das war für die Mitglieder des Kastler Marktgemeinderats aber eine schöne Überraschung. Bei der Sitzung wurde bekannt gegeben, dass die deutsche Funkturm GmbH, eine Tochter der Telekom, neben der Gemeindeverbindungsstraße nach Wolfsfeld gegenüber der Einfahrt zum Bürgerwindrad einen Schleuderbetonmasten errichtet. Das 40 Meter hohe Bauwerk ist mit Funkantennen zur Verbesserung der Mobilfunkqualität ausgestattet. Die Bodenplatte ist bereits betoniert, die Anschlüsse sind verlegt.

Und noch ein weiteres Funkloch wird im Utzenhofener Tal geschlossen. Die Telekom hat einen Bauantrag für einen 41 Meter hohen Gittermast für Funkantennen eingereicht. Standort ist die Wiese am Dornerweg zwischen Utzenhofen und Mühlhausen. Damit soll es vorbei sein mit dem "Tal der Ahnungslosen", wie die Roum Boum die Bewohner des „Dools“ beim Kastler Recht alljährlich aussingen.

Auch erfuhr der Marktgemeinderat, dass die Bauarbeiten für die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Dettnach und Drahberg an eine Baufirma aus dem Schwandorfer Raum vergeben wurden. Somit kann die Maßnahme demnächst beginnen. Bekannt gegeben wurde, dass in der Kastler Volksschule die Vorbereitungen des Umzugs der Grundschulklassen vom zur Sanierung vorgesehenen Gebäude in den sogenannten Glasanbau voranschreiten.

Das Gremium genehmigte die über- und außerplanmäßigen Ausgaben des Haushaltsjahrs. Der Etat 2020 wurde im Verwaltungshaushalt mit 4,9 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt mit 4,2 Millionen Euro festgestellt. Die Marktgemeinde Kastl hat an einer Bündelausschreibung für die kommunale Strombeschaffung Bayern für die Lieferjahre 2023 bis 2025 teilgenommen. Da es sich dabei einschließlich der Straßenbeleuchtung um immerhin 500 000 Kilowattstunden handelt, beschloss man, Ökostrom ohne Neuanlagenquote zu beziehen.

Ein weiteres Thema war das Haushaltskonsolidierungskonzept. Dabei geht es vor allem darum, die Vorgaben für die Stabilisierungshilfe einzuhalten. Dies bedeutet, dass alle Abgaben und Gebühren auf dem neuesten Stand sind und sich im Zuge der Digitalisierung der Verwaltung bei den Arbeitsabläufen Einsparungen ergeben. Bürgermeister Stefan Braun gab bekannt, dass in der Volksschule eine Kanalaufnahme im Vorgriff auf den Umbau des Schulhofs vorgenommen wurde.

Faustdicke Überraschung im Kastler Marktgemeinderat

Kastl im Landkreis Amberg-Sulzbach
Bürgermeister Stefan Braun markiert mit einem Pfahl den Standort des Funkgittermastes der Telekom auf der Wiese neben dem Dornerweg zwischen Utzenhofen und Mühlhausen.

 

 

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