Investoren bekommen „kalte Füße“: Kein Campingpark und Zelthotel am Kastler Freibadgelände

Die Proteste gegen den Campingpark am Kastler Freibad haben sich erledigt. Die Investorenfamilie Hüsgen zog ihren entsprechenden Bauantrag aus wirtschaftlichen Gründen zurück – eine faustdicke Überraschung auch für den Marktgemeinderat.

Der Blick vom Mennersberg zur Klosterburg Kastl bleibt wegen der Aufgabe des Bauvorhabens Campingpark und Zelthotel Kastl weiterhin frei.
von Autor JPProfil

Bei der März-Sitzung Monat März gab Bürgermeister Stefan Braun bekannt, dass die Investoren „kalte Füße“ bekommen hätten und das Vorhaben Campingpark und Zelthotel am Kastler Freibadgelände aus wirtschaftlichen Gründen aufgeben. Das Landratsamt hatte die Pläne im Oktober 2020 bereits genehmigt. Die Kosten für Baupläne und Genehmigungsverfahren trägt der Investor.

Wie Braun der Gremium erläuterte, werde die Gemeinde das Bauvorhaben nicht weiter verfolgen, aber die Genehmigungen für die Änderungen des Flächennutzungs- und Landschaftsplans weiter bestehen lassen. "Man weiß ja nie, welche Nutzung es für das drei Hektar große Gelände in der Zukunft geben kann", sagte der Bürgermeister.

Das Bauvorhaben hatte die Anwohner an der Zufahrt über den Badberg und weitere Gegner des Campingparks auf den Plan gerufen. Denen war es vor allem auf den freien Blick vom zwei Kilometer entfernten Mennersberg zur Klosterburg angekommen, der ihrer Meinung nach verstellt worden wäre. Doch der bleibt nun erst einmal erhalten.

Weiteres Thema bei der Sitzung war die Aufstellung des Bebauungsplans Kastl-Süd II. Das betreffende Gelände schließt an das Baugebiet Kastl-Süd I an. Die Verwaltung wurde beauftragt, beim Landratsamt im Vorgriff die rund 3,5 Hektar Grund aus dem Landschaftsschutzgebiet Lauterachtal, das noch aus der Zeit der Zugehörigkeit zu Neumarkt stammt, herauszunehmen. Erst dann nämlich kann der Bebauungsplan Kastl-Süd II weiterverfolgt werden. "Die Zeit drängt, denn es gibt weder in Pfaffenhofen noch in Kastl derzeit gemeindliche Bauplätze", betonte der Bürgermeister.

Einige Bauvorhaben wurden genehmigt: Abbruch eines Stallgebäudes in Reusch, Errichtung eines Technikgebäudes in Wolfsfeld, Tektur für ein Haus in Utzenhofen und die denkmalsschutzrechtliche Erlaubnis für die Verlegung des Glasfaseranschlusses ins Kircherl in Freischweibach. Ein Bauvorhaben in Pattershofen liegt im Überschwemmungsgebiet der Lauterach, und außerdem würden der Kanal und der Oberflächenkanal überbaut werden. Vor einer Genehmigung muss hier eine passende Lösung gefunden werden.

Bürgermeister Stefan Braun informierte, dass ab Montag, 15. März, die wegen der Winterpause ruhenden Bauarbeiten an der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Kastl und Utzenhofen wieder aufgenommen werden. Deshalb müsse die Straße bis zur Fertigstellung voraussichtlich im Frühsommer gesperrt wird.

Zweistündige Debatte über Projekt "Campingplatz mit Zelthotel"

Kastl im Landkreis Amberg-Sulzbach

 

 

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