19.06.2020 - 13:42 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Diabetologie zieht nach Selb um

Klinikum-Geschäftsführer Martin Schmid.
von Externer BeitragProfil

Das Klinikum Fichtelgebirge fährt in kleinen Schritten wieder hoch. „Wir gehen behutsam vor“, berichtet Geschäftsführer Martin Schmid. Die Diabetologie des Klinikums ist nun in Selb zu finden. In Marktredwitz werden so mehr Zimmer für die steigende Anzahl an Screening-Patienten frei.

Bis 31. Juli gilt für bayerische Krankenhäuser weiterhin die Allgemeinverfügung, die nun weitere Umschichtungen notwendig machte, heißt es in einer Pressemitteilung des Klinikums. "Alle Patienten müssen auf das neuartige Coronavirus hin abgestrichen werden. Durch dieses Corona-Screening steigt der Zimmerbedarf nun enorm." Alle Patienten würden bis zum Vorliegen des Testergebnisses einzeln in speziell ausgewiesenen Stationsbereichen untergebracht.

Mehr Freizeitunfälle

„Wir hatten in den letzten Tagen öfters Zimmerengpässe aufgrund gestiegener Patientenzahlen durch die aktuellen Lockerungen. Freizeit-, Haushalts- und Arbeitsunfälle nehmen wieder deutlich zu“, beschreibt der Geschäftsführer die tägliche Herausforderung der Unterbringung aller Patienten.

Da nach Inkrafttreten der „Allgemeinverfügung zur Bewältigung erheblicher Patientenzahlen in Krankenhäusern“ das Selber Krankenhaus im März als Covid-Haus ausgewiesen wurde, folgte eine Verlegung der chirurgischen Fächer (Orthopädie und Wirbelsäulenchirurgie) nach Marktredwitz.

Einen solchen Umzug vollzog nun auch die Diabetologie: Sie ist seit Mitte der Woche in Selb zu Hause.

Martin Schmid bedankt sich bei Dr. Hermann Mader und seinem Team für die Unterstützung und den unproblematischen Umzug: „Der Umzug verlief absolut reibungslos. Wir freuen uns sehr, dass das Team der Diabetologie diesen Schritt so mitträgt und uns auf diese Weise so großartig unterstützt. Selbiges gilt auch für das Personal aus Selb, welches in Marktredwitz aushilft, hier insbesondere das Team der S6."

Gut vorbereitet

Die Verantwortlichen am Klinikum Fichtelgebirge mussten zu Beginn der Corona-Pandemie schnell reagieren. Keiner wusste, wie schlimm es in der Region werden würde. Das Klinikum behandelte an seinem Selber Standort die an Corona erkrankten Patienten zentral. Ein Covid-Bereich wird aktuell weiterhin vorgehalten, „auch wenn die Fallzahlen glücklicherweise rückläufig sind“.

„Die Pandemie ist nicht vorbei“, betont Schmid. Sollte es zu einer zweiten Welle kommen, würden die Kapazitäten wieder hochgefahren. "Das Equipment ist vorhanden und die Fachkräfte sind in der Behandlung von Covid-Patienten erfahren."

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