Marktredwitz
11.01.2019 - 10:14 Uhr

Neuer Chefarzt in der Notaufnahme

Nach langjähriger Debatte gilt ein neues Notfallstufenkonzept. Das zieht auch Änderungen im Klinikum Fichtelgebirge nach sich: Dr. Andreas Dauber ist neuer Chefarzt der Notaufnahmen.

Dr. Andreas Dauber ist neuer Chefarzt der Notaufnahmen im Klinikum Fichtelgebirge. In einer Aufsichtsratssitzung hieß man ihn willkommen. Im Bild von links Ulrich Pötzsch, Karl Döhler, Dr. Andreas Dauber, Martin Schmid, Oliver Weigel. Bild: exb
Dr. Andreas Dauber ist neuer Chefarzt der Notaufnahmen im Klinikum Fichtelgebirge. In einer Aufsichtsratssitzung hieß man ihn willkommen. Im Bild von links Ulrich Pötzsch, Karl Döhler, Dr. Andreas Dauber, Martin Schmid, Oliver Weigel.

"Damit wollen wir auch die anstehenden gesundheitspolitischen Herausforderungen bewältigen, denn der Gemeinsame Bundesausschuss hat nach langjähriger Debatte im vergangenen Frühjahr das Notfallstufenkonzept beschlossen. Davon sind beide Häuser des Klinikum Fichtelgebirge betroffen", heißt es in einer Pressemitteilung. Weiter schreibt die Klinikumsleitung: "Mit der Schaffung dieser Stelle wurden die Notaufnahmen personell neu aufgestellt, um den anstehenden gesundheitspolitischen Herausforderungen gerecht zu werden. Sie erhalten eine eigene Leitung." Dr. Andreas Dauber nahm zum 1. Januar 2019 als neuer Chefarzt der Notaufnahmen seinen Dienst am Klinikum Fichtelgebirge auf.

Kurz zu den Folgen des Notfallstufenkonzepts: Je nach Ausstattung und Leistungsangebot können Krankenhäuser künftig eine Basisnotfallversorgung (Stufe 1), eine erweiterte Notfallversorgung (Stufe 2) oder eine umfassende Notfallversorgung (Stufe 3) anbieten. Dafür müssen jeweils bestimmte Fachabteilungen vorhanden sein. Es gibt Vorgaben zur Qualifikation des Personals, zu Versorgungskapazitäten und zur medizinisch-technischen Ausstattung sowie zu Strukturen und Prozessen. Das Klinikum Fichtelgebirge strebt für die Häuser in Marktredwitz und Selb die Stufe 1 an.

Dr. Andreas Dauber kommt vom Klinikum Lippe. Zuvor leitete er mehrere Jahre die zentrale Notaufnahme am Klinikum Weiden. Der Facharzt für Anästhesiologie, Anästhesiologische Intensivmedizin und Notfallmedizin war dort maßgeblich am Aufbau der zentralen Notaufnahme beteiligt.

Am Klinikum Fichtelgebirge gibt es mit seinem Start nun einen zentralen Ansprechpartner für Ärzte, Pflege und auch für die Rettungsdienste. „Wir erwarten eine Verbesserung der Abläufe in der Notaufnahme“, sagt Klinikgeschäftsführer Martin Schmid.

Dr. Dauber freut sich auf die neue Herausforderung am Klinikum Fichtelgebirge. „Durch unsere fest der Notaufnahme zugeordneten Pfleger, die eng mit den interdisziplinären ärztlichen Kollegen vom lokalen Trauma-Zentrum zusammenarbeiten, werden wir gemeinsam die Notfallversorgung für das Fichtelgebirge weiter verbessern. Wir werden die Abläufe noch effizienter gestalten und gleichzeitig ein konstant hohes Niveau gewährleisten.“

Hochmotiviert möchte er schon bald erste Projekte angehen. Dazu gehören die Digitalisierung der Dokumentation in der Notaufnahme und die gleichzeitige Vernetzung mit den Rettungsdiensten und der Integrierten Leitstelle. Außerdem ist zukünftig ein eigenes Oberärzte-Team vorgesehen sowie eine bauliche und räumliche Aufwertung der zentralen Notaufnahme an beiden Häusern.

Martin Schmid ist froh, mit Dr. Dauber die neu geschaffene Stelle schnell besetzt zu haben. „Die Notfallversorgung nimmt bei uns in beiden Häusern eine sehr wichtige Rolle ein. Gleichzeitig sind die Notaufnahmen die Visitenkarte unserer Häuser. Deshalb war der Schritt zum chefarztgeführten Fachbereich notwendig. Wir freuen uns, ihn für unser Team gewonnen zu haben und wünschen ihm einen gelungenen Start in unseren Häusern.“

„Ein großer Dank geht an dieser Stelle an Dr. Michael Wächter, Dr. Philipp Koehl, Jan-Felix Buchmann sowie Dr. Christian Köhler, welche bisher die ärztliche Leitung der Notaufnahmen übernommen haben. Unser Dank gilt an dieser Stelle ebenfalls den Teams der zentralen Notaufnahmen, welche gemeinsam das neue Konzept für die Notfallversorgung mitentwickeln“, betont Schmid.

In beiden Notaufnahmen werden zusammen jährlich mehr als 24.000 Patienten (Marktredwitz 17.000, Selb 7.000) behandelt. Gut die Hälfte davon muss anschließend auch stationär weiterbehandelt werden. Die Notaufnahmen in Marktredwitz und Selb sind rund um die Uhr für die Versorgung der Patienten besetzt.

 
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