Marktredwitz
19.12.2019 - 13:00 Uhr

Auch mit Pauken und Trompeten

Seit einem halben Jahr laufen die Proben. Der Große Marktredwitzer Chor singt am vierten Advent das Weihnachtsoratorium von Bach.

Die Mitglieder des Großen Marktredwitzer Chors proben seit einem halben Jahr für den Auftritt am vierten Adventssonntag. Bild: Florian Miedl/fph
Die Mitglieder des Großen Marktredwitzer Chors proben seit einem halben Jahr für den Auftritt am vierten Adventssonntag.

Zwei Tage vor Weihnachten gibt es in Marktredwitz eine hervorragende Gelegenheit, sich auf das Fest einzustimmen: Der Große Marktredwitzer Chor bringt am Sonntag, 22. Dezember, um 17 Uhr in der Stadtkirche St. Bartholomäus unter der Leitung von Kantor Michael Grünwald das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach zur Aufführung.

Unterstützt wird er dabei vom Orchester Camerata Franconiae und den Solisten Sabine Kubik (Sopran), Adelheid Lang (Alt), Erwin Feith (Tenor) und Robert Eller (Bass). Die Frauen und Männer im Chor fiebern dem Tag entgegen, denn seit einem halben Jahr wird für das musikalische Großereignis im Gemeindesaal im Pfarrhof geprobt – letztmals dann am Samstag direkt in der Kirche.

Vor zehn Jahren hat der Große Marktredwitzer Chor schon einmal Bachs populärstes Oratorium einstudiert und aufgeführt. Er besteht mittlerweile seit elf Jahren und hat sich längst in der Stadt, ja in der Region etabliert. Die rund 60 Sänger kommen nicht nur aus Marktredwitz, sondern aus dem ganzen Dekanatsbezirk Weiden-Nord, für den Grünwald als Bezirkskantor zuständig ist – aus Waldsassen, Tirschenreuth, Speichersdorf, Wirbenz oder Kirchenlaibach etwa. Mit dabei sind auch einige Mitglieder des Männergesangvereins Mitterteich.

Dass erneut Bachs Weihnachtsoratorium auf dem Programm steht und nicht einmal ein anderes, etwa das von Camille Saint-Saëns, begründet Grünwald ganz einfach: „Andere Oratorien ziehen die Menschen bei weitem nicht so an.“ Für viele gehöre Bachs Werk mit seiner festlichen Stimmung, den Pauken und Trompeten und dem eingängigen „Jauchzet, frohlocket“ zu Weihnachten einfach dazu. In der Stadtkirche werden denn auch die Kantaten eins bis drei zu hören sein, die geläufiger sind als die Nummern vier bis sechs.

Eine gewisse Gefahr sieht Grünwald allerdings darin, dass das Werk so populär ist: Der Großteil des Publikums habe bestimmte Erwartungen – allein was das Tempo der Darbietung anbelangt. Hier gibt es große Unterschiede. Etwa wenn der Chor der Hirten „Lasset uns nun gehen gen Bethlehem“ anstimmt: Da würden in manchen Aufführungen oder Einspielungen die Hirten eher rennen als gehen, sagt Grünwald. Er schlägt in Marktredwitz bei der Geschwindigkeit einen für den Chor gut singbaren Mittelweg ein.

Etwa eineinhalb Stunden wird das Konzert – ohne Pause – dauern. Karten hierfür gibt es noch in der Tourist-Info und im Pfarramt der evangelischen Kirchengemeinde in Marktredwitz. Für Kinder ist der Eintritt frei.

Kurz notiert:

Krippenspiele und festliche Musik prägen die Gottesdienste an Heiligabend in der evangelischen Kirchengemeinde Marktredwitz.

Sankt Bartholomäus: Um 15 Uhr ist Familiengottesdienst mit Krippenspiel. 17 Uhr Christvesper mit Kammerchor und Gospelchor. Die Weihnachtsgeschichte wird gelesen und musikalisch begleitet. 22 Uhr Feier der Christnacht mit Posaunenchor.

Heilig-Geist-Kirche, Oberredwitz: 15 Uhr Familiengottesdienst mit Krippenspiel, 17 Uhr Christvesper, 22 Uhr Feier der Christnacht.

Lorenzreuth, Christuskirche: 16 Uhr Familiengottesdienst mit Krippenspiel, 17.30 Uhr Christvesper.

Groschlattengrün, Friedenskirche: 15 Uhr Familiengottesdienst mit Krippenspiel, 18.30 Uhr Christvesper.

Proben seit einem halben Jahr für den Auftritt am vierten Advent: die Mitglieder des Großen Marktredwitzer Chors. Bild: Florian Miedl/fph
Proben seit einem halben Jahr für den Auftritt am vierten Advent: die Mitglieder des Großen Marktredwitzer Chors.
 
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