27.09.2020 - 11:18 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Auf stillen Bergwegen hoch hinauf

Eine Hochgebirgstour des Alpenvereins Marktredwitz führt erstmals in die Granatspitzgruppe. Die Bergsteiger erleben Bergtouren der Stille.

Sven Hackl, Birgit Schelter, Josef Kunz und Tourenführer Rainer Rahn auf dem Gipfel des 3232 Meter hohen Großen Muntanitz.
von Externer BeitragProfil

Die Granatspitzgruppe befindet sich im zentralen Teil der Hohen Tauern zwischen den Marktgemeinden Matrei im Westen und Kals am Großglockner im Osten. Tourenführer Rainer Rahn hatte eine viertägige Tour ausgearbeitet. Die Kalser Gondelbahn „Adler Lounge“ brachte die Bergsteiger zum Startpunkt Cimaross auf 2421 Meter. Gut vier Stunden Gehzeit auf dem Sudetendeutschen Höhenweg war ein straffes Programm für den Anreisetag. Hinzu kam noch bei allen ein deutlich größerer Rucksack, da aufgrund der Corona-Vorgaben jeder Übernachtungsgast seinen eigenen Schlafsack mitbringen muss.

Dichte, vom Tal aufsteigende Wolken begleiteten die Bergsteiger beim Start zur ersten Gipfeltour. Der Aufstieg zum Grateinschnitt am Wellachköpf bot eine ungewohnte geologische Geländeform, zog sich der Pfad doch über eine mondähnliche Landschaft zu einer langen Sandreiße. Ein markierter Steig führte zum Kleinen Muntanitz, wo die Schwierigkeiten der Bergtour begannen. Zunächst noch am Blockgrat kletternd, ging die Tour steil abfallend gut 100 Höhenmeter nach unten. Die Bergsteiger waren froh über ein dickes Drahtseil zum Festhalten. Nach rund drei Stunden Aufstieg wurde der 3232 Meter hohe Große Muntanitz erreicht, der höchste Gipfel der Granatspitzgruppe.

Das Wetter am dritten Tourentag war so, wie es sich jeder Bergsteiger wünscht. Bei Sonne, blauem Himmel und klarer Sicht startete man zu viert mit leichtem Gepäck zum nächsten Gipfelziel. Die 3063 Meter hohe Gradötzspitze ist relativ leicht zu ersteigen. Die Rundumsicht war grandios, vom Großglockner über Großvenediger bis zu den Gipfeln der Dolomiten reichte der Fernblick. Um die Mittagszeit startete man zur nächsten Bergetappe. Sie sollte auf dem Adlerweg zum Kalser Tauernhaus führen. Eine strenge Hochgebirgslandschaft auf schmalsten Steigen, steile Abstiegspassagen und zwei spannende Bachüberquerungen forderten Umsicht und Ausdauer.

Nach einem umfangreichen Frühstück stand dann nur noch der Abstieg zurück nach Kals auf dem Plan. Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt wanderte man talauswärts bis zur Daberklamm. Der Steig an der Wand entlang hoch über dem Dorfer Bach mit einer Aussichtskanzel war der Höhepunkt des Abstiegs.

Hier ein weiterer Tourenbericht des Alpenvereins Marktredwitz

Marktredwitz
Die Gruppe des Alpenvereins Marktredwitz vor dem Kalser Tauernhaus.
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