Maxhütte-Haidhof
24.06.2018 - 15:55 Uhr

SPD-Kundgebung vor AfD-Wahlversammlung

Über Nacht tauchen Parolen an der Stadthalle auf. Doch die beiden Veranstaltungen verlaufen laut Polizei dann störungsfrei.

Vertreten durch ihren stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Felix Börner hielt die AfD am Samstag eine öffentliche Wahlkampfveranstaltung in der Stadthalle. Im Umfeld musste auch die Polizei tätig werden. Laut Mitteilung der Polizeiinspektion Burglengenfeld nahmen an der Versammlung von 14 bis 17 Uhr etwa 150 bis 200 Personen teil. Redner waren demnach der Islamwissenschaftler Imad Karim, MdB Corinna Miazga aus dem Kreisverband Straubing-Regen sowie der Spitzenkandidat auf der Liste der AfD Oberpfalz, Roland Magerl (Kreisverband Weiden). Außerdem sprachen noch Josef Lankes, Direktkandidat des Landkreises Cham, und Reinhard Mixe, der Direktbewerber der Partei aus dem Landkreis Schwandorf. Im Vorfeld der Veranstaltung wurden laut Polizei in der Nacht zuvor von bislang unbekannten Tätern an der Stadthalle in Maxhütte-Haidhof großflächige Parolen gegen die AfD angebracht. Der Schaden hierzu ist derzeit nicht bezifferbar, dürfte sich aber in einem vierstelligen Euro-Bereich befinden. Die Ermittlungen hierzu führt die Kriminalpolizei in Amberg.

Horst Viertlmeister, Fraktionsvorsitzender vom SPD-Ortsverein Maxhütte-Haidhof, meldete unter dem Motto "Wir zeigen Gesicht" eine Gegenveranstaltung in unmittelbarer Nähe des Veranstaltungsraumes an und eröffnete gegen 13.30 Uhr mit einer Rede die Kundgebung. Auch das Mitglied des Landtags, Franz Schindler (Schwandorf), und Peter Wein, Landtagskandidat für die SPD im Stimmkreis Schwandorf, gaben Statements zur aktuellen Situation ab. Die Veranstaltung der Sozialdemokraten endete um 14 Uhr. Zur SPD-Kundgebung im Außenbereich der Stadthalle kamen etwa 120 Teilnehmer. Hier wurden mehrere Transparente und Fahnen als Protest gegen die AfD mitgeführt. Ein strafrechtlich problematischer Inhalt war nicht gegeben, teilte die Burglengenfelder Polizei mit. Da die Wahlkampfveranstaltung der AfD öffentlich war, wurde es auch Gegnern der AfD ermöglicht, den Veranstaltungsraum zu betreten und den Vorträgen beizuwohnen. Hier kam es zu keinen nennenswerten Störungen, so dass die Veranstaltung friedlich enden konnte, schrieb die Polizei abschließend in ihren Bericht.

 
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