03.03.2020 - 15:20 Uhr
MehlmeiselOberpfalz

Friedensstifter zwischen Mensch und Wolf

Der Bildstock des Franz von Assisi in Mehlmeisel erinnert an die letzte Wolfsjagd.

Der Bildstock des Franz von Assisi erinnert an letzte Wolfsjagd.
von Gisela KuhbandnerProfil

Ein Bildstock, den die Gemeinde im Juli 2007 vor dem Waldhaus errichtete, erinnert an die letzte Wolfsjagd im Jahre 1882 im Fichtelgebirge. Er ist dem heiligen Franziskus von Assisi gewidmet, der einer Legende nach Frieden stiftete zwischen dem Wolf und den Menschen.

Auf der daneben angebrachten Tafel hielt Bernhard Prechtl, mittlerweile schon verstorben, den Ablauf der Jagd und die Geschichte des Bildstocks fest, den Josef Schinner fertigte. Die Votivtafel, die den Heiligen bei seiner Predigt in mitten von Tieren aus dem Fichtelgebirge zeigt, entstand nach einer Idee von Bruno Schinner.

Zur festlichen Weihe waren viele Mitfeiernde gekommen, die auch ihre Tiere mitbrachten. Der damalige Bürgermeister Günter Pöllmann gab den Versammelten mit auf den Weg, dass Tiere einen wichtige Rolle im Schöpfungsplan Gottes spielen.

Und: Der Wolf hat es bis heute geschafft, zu überleben. Vor einigen Jahren warb die "Gesellschaft zum Schutz der Wölfe" in einer Ausstellung im Waldhaus um Verständnis für das beeindruckende Raubtier, dem Märchen und Mythos ein schlechtes Prestige übergestülpt haben.

"So ist die Wahrscheinlichkeit, von einer Kokosnuss erschlagen zu werden größer, als von einem Wolf angegriffen zu werden", sagte der damalige Referent in einem Vortrag und hatte, von Fotos belegt, betont: "Ähnlich wie der Mensch hat der Wolf eine ausgeprägte Mimik: Er bleckt die Zähne und runzelt die Nase - und lächeln kann er auch."

Kulmain
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