Wenn Fritz Kuhbandner auf seinem mit lila, rosa und weißen Begonien bepflanzten Balkon am Abend auf seiner Trompete gern gehörte Evergreens bläst, dann bleiben Passanten im Treuweg stehen, machen Bewohner der umstehenden Häuser ihre Fenster noch weiter auf und genießen die anheimelnden Weisen. „Leider reicht die Luft nicht mehr für längeres, tägliches Spiel“, bedauert er.
Bereits seit 70 Jahren beherrscht der 85-jährige Vollblut-Musiker sein Instrument. „Das Spielen hat mir der verstorbene Franz Pscherer, ehemals Leiter der gleichnamigen Blaskapelle (jetzt Original Fichtelgebirgsmusikanten) beigebracht“, erzählt er. Dort spielte „der Ascherers Fritz“ auch jahrelang mit, machte zudem Tanzmusik mit der seinerzeit bekannten Gruppe „La Paloma“, blies Trompete bei der Ebnather Blaskapelle und bereicherte als versierter Solo-Trompeter viele Festlichkeiten in der Gemeinde und im Umland. „Musik ist meine Leidenschaft“ bekennt Fritz Kuhbandner, bevor er in die abendliche Stille hinein „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ zelebriert – später noch das „Ave Maria“, das eine Nachbarin besonders gerne hört.
A propos Musik und Blumen: „Musik lässt Pflanzen schneller wachsen“ erfährt man unter „pflanzen.de“. Allerdings hätten angeblich nur sanfte Töne eine wundersame Wirkung. Fritz Kuhbandners zauberhaft blühender Balkon könnte allerdings ein Beweis dafür sein.
„Rauer Heavy Metal und Hardrock dagegen würden die Gewächse eher verkümmern lassen“ heißt es weiter. Aber davor brauchen sich Fritz´ Blumen nicht zu fürchten.



















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