Irchenriether Siedler würden zur Entsorgung ihres Grüngutes den kurzen Weg über die Gemeindegrenze nehmen und sich des Unrats in der ehemaligen Kies- und Sandgrube entledigen. Diesen Vorwurf erhoben einige Bürger in der dritten und letzten Bürgerversammlung der Gemeinde Leuchtenberg im Feuerwehrhaus in Michldorf. Jörg Lanzl merkte dazu an, dass sich diese Grube bestens eignen würde, den Erdaushub beim Straßenbau Michldorf nach Kleinpoppenhof zwischen zu lagern.
Vor der Diskussion informierte Bürgermeister Anton Kappl über das Gemeindegeschehen. Kappl ging auf das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Michldorf ein. Hier liegt die Einwohnerzahl in Michldorf bei 287 (-3), Burgmühle 6 (0), Kleinpoppenhof 12 (-2), Lückenrieth 46 (-1) und Schmelzmühle 6 (0). Über Breitband ist das gesamte Gebiet mit mindesten 30 M-Bit versorgt, wobei Hermannsberg, Kleinpoppenhof, Burgmühle und Schmelzmühle direkt mit Glasfaser angeschlossen sind. Abgeschlossen ist die Ausgleichsmaßnahme für das Baugebiet in Leuchtenberg im Alten Steinbruch. Hier erfolgt künftig die Beweidung durch Schafe. Entlang der Straße von der Bundesstraße 22 nach Lückenrieth wird durch das Bayernwerk als Ersatz für die Hochspannungsleitung die Stromleitung unterirdisch verlegt. Dadurch erfolgt eine Verbreiterung der Straße um 40 cm mit Rasengittersteinen. Berührt würde Michldorf und Lückenrieth auf Westseite durch die favorisierte Gleichstromtrasse. Näheres wird er, so Kappl, am Donnerstag, 20. Dezember, bei der Trassenkonferenz in Weiden erfahren.
Der Gemeindechef zollte den Lückenriethern ganz besonders Lob für den in Eigenregie sanierten Weg beim Badeweiher. Dies sei ein Paradebeispiel für Bürgerengagement. Kappl informierte weiter, dass die Pferdekoppel auf dem ehemaligen Fußballplatz wegkommt. Der Betreiber zieht weg. Weiter sprach er die Wasserleitungen in Lückenrieth an. Hier gebe es Handlungsbedarf. Eventuell könnte das Straßenstück mit erneuert werden. Ausführlich ging der Gemeindechef auf den für 2019 vorgesehenen Neubau der Straße von Michldorf nach Kleinpoppenhof ein. Für die 1,1 Kilometer liegt die Kostenschätzung bei 1,52 Millionen Euro. Darin sind alleine 420.000 Euro für die Entsorgung des Erdaushubs enthalten. Weiter auch 325.000 Euro für einen Wellstahldurchlass der Luhe. Endgültige Zahlen wird erst die Ausschreibung der Maßnahme bringen. Vom Freistaat gibt es 1,215 Millionen Euro Förderung, sodass für die Gemeinde 305.000 Euro Eigenanteil bleiben würden.
Bernd Punzmann und Franz Kindl wiesen den Bürgermeister darauf hin, dass sich einige Straßenausbesserungen extrem gesetzt haben. Der neue Containerplatz bei der Kläranlage werde gut angenommen. Günther Ott regte hier eine Beleuchtung an. Die könne man an der Kläranlage anschließen und so sei das kein großes Problem, sagte der Bürgermeister. Martin Reil sprach von einem überalterten Internetauftritt der Marktgemeinde. Hieran werde bereits gearbeitet, informierte der Rathauschef. Ott gab zu bedenken, ob man nicht beim Straßenbau nach Kleinpoppenhof auch zumindest bei der Luheüberquerung nicht auch die Wasserleitung austauschen sollte. Kappl sagte zu, das prüfen zu lassen.













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