Michldorf bei Leuchtenberg
09.03.2020 - 10:58 Uhr

Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Michldorf

Die Jagdgenossenschaft Michldorf wird ab 2021 weniger Jagdpacht einnehmen und so auch an die Grundeigner auszahlen. Nicht zur Freude aller Beteiligten. In den Gasthof Maier waren 34 Jagdgenossen zur Jagdversammlung gekommen. Denen teilte Jagdvorsteher Günther Ott mit, dass gegen den Südost-Link seinerseits für die Jagdgenossenschaft Widerspruch eingereicht wurde. Ott forderte auf, dass die Grundeigner dies für sich persönlich auch machen. Er gab Hinweise, wie der Einzelne zu verfahren hat. Die Jagdgenossenschaft müsse einen Datenschutzbeauftragten bestimmen, der sich mit Martin Reil fand.

Der Wegebau, so Ott, verlaufe in Abstimmung mit der Gemeinde. Sein Vorschlag, jeweils im Jahr 300 Euro pro Ortsteil für Michldorf, Kleinpoppenhof und Lückenrieth einzustellen, wurde angenommen. Die Marktgemeinde legt auf Zusage von Bürgermeister Anton Kappl nochmals gesamt 300 Euro drauf. Kassier Martin Reil berichtete, dass der Spalterverleih 225 Euro brachte, 3195 Euro Jagdpacht eingegangen sind, von denen 1375 Euro an die Jagdgenossen ausbezahlt wurden. 778 Euro wurden für den Wegebau abgezweigt, für den heuer 1275 Euro zur Verfügung stehen. Bei der Abstimmung über die Verwendung des Reinertrages votierten 26 Jagdgenossen mit 383 Hektar für und acht mit 67 Hektar gegen eine Auszahlung.

Jagdvorsteher Ott legte einen Antrag des Jagdpächters Markus Hummel auf Verlängerung der 2021auslaufenden Jagdverpachtung bis 2028 vor. Dieser enthalte eine Verringerung der Jagdpacht um 70 Cent für das Hektar von 3,80 Euro auf 3,10 Euro und eine Wildschadensregelung, nach der 65 Prozent der Pächter und 35 Prozent die Genossenschaft trägt. Warum läßt man den Pachtvertrag nicht auslaufen und schreibt diesen neu aus, fragte Andreas Gruber. Ott gab zu Bedenken, dass durch die Stromtrasse zumindest bei Bau die Jagd stark beeinträchtigt werde. Zudem waren solche Versuche bei umliegenden Jagden nicht immer gut verlaufen. 27 Jagdgenossen entschieden sich für den Antrag von Hummel und sieben waren dagegen. Hummel, der seit 26 Jahren Jagdpaächter ist informierte, dass der Abschuss an Rehwild erfüllt und zudem acht Sauen erlegt wurden. Zudem fünf Füchse. Genehmigt entnommen wurden zwei Biber. Trotz Flug mit der Drohne über die Wiesen vor dem Mähen wurden drei Kitze angemäht. Die Entsorgung der Wildschweine sollte das Landratsamt vornehmen und nicht dem Jäger aufbürden.

 
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