Nachdem am Freitagnachmittag die Kirwamoidln mit ein paar erfahrenen Dorffrauen die Kränze für den Baum gebunden hatten und die Burschen letzte Handgriffe um Zelt und Halle erledigt hatten, konnten sich alle eine kleine Verschnaufpause genehmigen, bevor es mit den anstrengenden Festtagen los ging. Samstagfrüh brachen erfahrene Kirwaburschen auf, um die stattliche Fichte umzulegen, währenddessen grub sich abwechselnd einer der Übrigen in die Tiefe, um das Baumloch auszuheben.
Frühzeitig kam Baumaufstellerkapo Fox, um alles nochmal zu kontrollieren, dann wurde die Fichte mit Kraft langsam in die Senkrechte gestellt. Der Kirwabaumspender war Pfarrvikar Christian Preitschaft, anlässlich seines zehnjährigen Priesterdaseins. Gegen Abend ließ der Kirwagottesdienst die Dorfkapelle aus allen Nähten platzen, wahrscheinlich weil sich mittlerweile rumgesprochen hat, dass die Kirwapaare die Lieder selbst einübten und lautstark mitsingen. Ausgelassen feierten die Gäste den Samstagabend mit Musik.
Schweißtropfen flossen bei den Burschen am Sonntagnachmittag. Tanzlehrer Peter hatte neben dem Lieblingstanz aller Kirwabesucher, der Sternpolka, auch etwas anspruchsvollere Tänze einstudiert. Die Gamsenegger mit Walzereinlage und Topporzer Kreuzpolka honorierte das Publikum mit viel Applaus. Beim Walzer wurde das neue Oberkirwapaar ermittelt: Marion Giehrl und Manuel Seifert. Zünftige Kirwamusik ließ den Nachmittag ausklingen.
Am Montag trieben die Paare den Kirwabären durch den Ort. Die Dorfbewohner wollten größtenteils ungeschwärzt Bekanntschaft mit dem Bären "Tim" machen, so dass sie lieber in die Kirwakasse etwas spendeten.
Am Abend feierten alle im Festzelt und in der Bar bis zur Verlosung ausgiebig. Der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Heribert Urbanek, konnte vor der Verlosung die Kirwaburschen Sascha Hentschke und Thomas Urbanek für zehnmalige Teilnahme ehren. Höhepunkt war die Losziehung des Kirwabaumes. Großer Jubel für den Gewinner, Kirwaburschen Tobias Lindner, der ihn zur Versteigerung frei gab.
Die Versteigerung unter der Regie vom vorjährigen Oberkirwaburschen Johannes Dietrich schaukelte sich zwischen mehreren Bietern in die Höhe.Letztlich bekam der Kirwabursch Thomas den Zuschlag. Chef Heribert rang ihm diesen für die Erarbeitung einer repräsentativen Kirwaausstattung ab.














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