08.10.2019 - 15:13 Uhr
MitterteichOberpfalz

Basiskontakt mit Betriebsrat

Nachhaltig beeindruckt vom Mitterteicher Standort der Schott AG zeigte sich jetzt der Generalsekretär der Bayern-SPD, MdB Uli Grötsch. Zu den Gesprächsthemen gehörte auch das jüngst vereinbarte Klimaschutzpaket der Bundesregierung.

Der Generalsekretär der Bayern-SPD, MdB Uli Grötsch (Sechster von rechts), war zu Gast beim Betriebsrat der Schott AG in Mitterteich. Standortleiter Stefan Rosner (Dritter von rechts) und die Betriebsräte um Vorsitzenden Franz Malzer (Vierter von links) hießen ihn im größten Glaswerk der Oberpfalz willkommen.
von Externer BeitragProfil

Der Betriebsrat der Schott AG vertritt 1200 Angestellte in Mitterteich. Er hatte den Bundestagsabgeordneten auf Vermittlung der Gewerkschaft IG BCE eingeladen, um über die Anliegen der Produktionsmitarbeiter zu sprechen, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Betriebsratsvorsitzender Franz Malzer freute sich vor allem darüber, dass der Abgeordnete von sich aus den Bezug zur Basis suche. "Denn wir sind schon der Meinung, unsere Anliegen kommen in der hohen Politik nicht mehr so an." Umso wichtiger sei der Austausch.

Die aktuelle Politik auf Bundesebene war dann auch gleich das erste Thema des Treffens: Uli Grötsch, Mitglied im SPD-Parteivorstand, versprach Entscheidendes zum frisch beschlossenen Klimaschutzpaket der Bundesregierung: Er werde sich in der nun folgenden Gesetzgebung dafür stark machen, "dass es keine Regelungen geben wird, die die energieintensive Industrie so belasten, dass sie in Schräglage kommt".

Unendliche Möglichkeiten

Wie einzigartig die Spezialglasindustrie in Mitterteich ist, erläuterte Standortleiter Stefan Rosner mit einer kleinen Präsentation. Die Schott AG halte global 3000 Patente, die Anwendungsmöglichkeiten für Rohrglas aus Mitterteich seien schlicht unendlich. Weltweit jede dritte Ampulle beim Arzt, jede dritte Glasspritze, jedes dritte medizinische Fläschchen seien aus Schott-Rohr. Dazu kämen Spezialröhren zum Beispiel als Verkleidung für Solarlaternen in Nordafrika.

Der 44-jährige Bundestagsabgeordnete zeigte sich beeindruckt: "Allen Respekt! Ein Unternehmen so nachhaltig am Weltmarkt aufzustellen, ist schon stark und ich nehme Schott auch als einen Konzern wahr, der immer den Anspruch an sich selber hatte, nicht nur blind über den Planeten zu pflügen, sondern auch links und rechts zu schauen, wer sich da noch bewegt und darauf auch zu achten: Also auf den Planeten selber und ebenso auf Leute, die nicht so stark sind."

Aktien nicht in Privathand

Standortleiter Stefan Rosner konnte dieses Gefühl faktisch untermauern: Die Schott AG als Konzern sei schließlich zu 100 Prozent in Besitz einer Stiftung. Und der immerwährende Auftrag dieser Stiftung sei Forschung, Bildung und Unternehmenserhaltung. Obwohl Schott also eine Aktiengesellschaft sei, gebe es keine Privatperson, die Aktien besitzt und so Dividendendruck ausüben kann. Standortchef Rosner resümierte zum Abschluss des Treffens: "Es freut mich, dass Sie den Standort besichtigen und vor allem mit den Mitarbeitern sprechen, weil ich glaube, für ,alle da oben' ist es wichtig zu wissen, wie die Basis tickt. Jeder Mandatsträger ist deshalb willkommen in Mitterteich."

Uli Grötsch fand das Treffen so fruchtbar, dass er versprach, künftig einen jährlichen Austausch mit dem Betriebsrat der Schott AG zu pflegen, und zwar zur Frage, "ob's a so passt", wie sich das die Politik in der Bundeshauptstadt erdacht habe.

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