14.07.2020 - 16:01 Uhr
MitterteichOberpfalz

Gefährliche Situationen und beschädigte Bäume

Eine Fülle an Anliegen gab es am Montag im Bauausschuss der Stadt Mitterteich beim Punkt "Wünsche und Anregungen." Mehrfach ging es dabei um Gefahren für Verkehrsteilnehmer.

An der Kreuzung der Straße im Bereich „Wehrpoint“ mit dem Radweg aus Richtung Wiesauer Knoten kommt es laut Johannes Schaumberger immer wieder zu gefährlichen Situationen zwischen Autos und Radfahrern. Vorhanden ist nur noch eine einzige Barriere.
von Udo Lanz Kontakt Profil

Johannes Schaumberger (CSU) kam in der Sitzung am Montagabend auf den Radweg vom Wiesauer Knoten in Richtung Oberteich zu sprechen. An der Kreuzung mit der Straße im Bereich "Wehrpoint" nahe der Firma Glapor stehe nur noch eine einzige Wegsperre. Radler seien häufig recht schnell unterwegs, zudem sei nicht klar ersichtlich, wer Vorfahrt hat. Wegen der nahe gelegenen Schrebergärten herrsche auch reger Fahrzeugverkehr. "Da kommt es oft zu gefährlichen Situationen", warnte Schaumberger und regte an, die fehlenden Wegsperren wieder aufzustellen. Bürgermeister Stefan Grillmeier bestätigte die Beobachtungen, dem Vorschlag werde man nachkommen.

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Eine gefährliche Stelle gibt es laut Hans Fick (CSU) auch bei der Einmündung des Radwegs an der B15 im Bereich Rohrstaude. Radler seien auf dem abschüssigen Stück des Weges von der Brücke der Umgehungsstraße bis zur Einmündung in die Ortsstraße häufig sehr schnell unterwegs. "Die kommen da heruntergeschossen", betonte Fick und verwies darauf, dass im Kreuzungsbereich wegen eines nahe gelegenen Betriebs auch öfters große Landmaschinen unterwegs seien. Vielleicht könnten dort auch Wegsperren installiert werden, so Fick.

Warnung vor Barriere

Stefan Grillmeier bestätigte das Gefahrenpotenzial. Ein Hindernis auf der Strecke könnte sich aber erst recht als problematisch erweisen. Heribert Hegen (Wählergemeinschaft Zukunft Stadt Mitterteich) regte an, per Warnschild auf eine Barriere hinzuweisen. Der Bürgermeister kündigte eine Lösungssuche durch das Bauamt an.

Gerhard Greim (SPD) berichtete von fehlenden Barrieren auch auf dem Radwegabschnitt in der Nähe der GRB-Sammelstelle. Bürger hätten sich zudem wiederholt über Schnellfahrer auf der dort verlaufenden Verbindungsstraße vom Birkigt in Richtung Oberteich beschwert. Durch kreuzende Radfahrer komme es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Es sollte geprüft werden, ob dort auch noch Tempo 50 gilt, so wie es weiter vorne ausgeschildert sei. Josef Schwägerl (CSU) konnte sich vorstellen - sollte dies nicht der Fall sein - eine Beschränkung auf 60 km/h wie auf der Strecke entlang der Schott-Logistikhalle einzuführen.

Stefan Grillmeier zeigte sich offen für ein Einschreiten in dem Bereich und erinnerte an einen Vorfall in der Vergangenheit. In der Kurve bei der GRB-Sammelstelle kämen Schnellfahrer immer wieder aufs Bankett und schleuderten Steine auf die Fahrbahn, die besonders für Motorradfahrer gefährlich seien. Grillmeier ergänzte, dass das Bauamt derzeit prüfe, wie sich diese Straßenränder mit Rasengittersteinen besser befestigen lassen.

Hecken und Äste zurückschneiden

Handlungsbedarf besteht laut Gerhard Greim auch an der Einmündung der Hofstattstraße. Dort sei an der Einmündung in die Richtergartenstraße ein "Vorfahrt achten"-Schild stark verdreht. Gleichzeitig sei ein Vorfahrtsschild in der Richtergartenstraße teilweise zugewachsen. Dies könne bei Verkehrsteilnehmern zu Irritationen führen. Stefan Grillmeier sicherte eine Neuausrichtung zu, auch würden die Anwohner aufgefordert, Hecken und Äste zurückzuschneiden.

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Bernhard Thoma (Freie Wähler) berichtete, dass Anwohner Rindenschäden an Bäumen entlang des Schotterwegs von der Böttcherstraße in Richtung Pechofen bemängelt hätten. Die Ursache seien Mäharbeiten. "Ich habe es mir auch angesehen, das schaut schlimm aus", so Thoma. Nahezu jeder Baum in dem Bereich sei betroffen. "Man sollte da schon besser aufpassen." Bürgermeister Grillmeier versicherte, dass man der Sache nachgehen und mit der beauftragten Firma Kontakt aufnehmen werde.

Heribert Hegen (WG Zukunft) berichtete, dass sich bei der Seibertsbach-Brücke im Bereich zwischen den Angerlichtspielen und dem Anwesen Johannisplatz 3 die Fahrbahn abgesenkt habe. Der Höhenunterschied beim Übergang der beiden Beläge betrage knapp fünf Zentimeter. Stefan Grillmeier erklärte, dass das Bauamt diesem Hinweis nachgehen werde. Generell würden die Brücken im Stadtgebiet einmal jährlich begutachtet.

Großer Sprung in Glasscheibe

Heribert Hegen berichtete noch von einem immer größer werdenden Sprung in der Schaufensterscheibe eines Anwesens in der Wehrgasse. Wenn diese bricht, könnten Fußgänger gefährdet sein. Stefan Grillmeier erklärte, dass der Eigentümer angeschrieben wird.

Josef Schwägerl (CSU) sprach die an eine Firma vergebene Unkrautbekämpfung entlang von Wasserrinnen an. In der Martin-Zehendner-Straße sei ihm nun ziemlich hohes Gras aufgefallen. "Wie weit sind die Maßnahmen?" Wichtig sei, dass Schäden am Pflaster vermieden werden. Stefan Grillmeier berichtete von einer aktuell schwierigen Phase, weil etwas zu spät angefangen worden sei. Es müsse auch sanft vorgegangen werden, weil bestimmte Chemikalien nicht mehr erlaubt seien. Grillmeier kündigte an, in der Sache nachzufragen.

Manfred Sommer (SPD) gab noch die Beschwerde der Firma Högl an der Waldsassener Straße über eine stellenweise "grottenschlechte Internetverbindung" weiter. Stefan Grillmeier sicherte zu, dass sich der Breitband-Pate der Stadt nochmals damit befassen werde.

Als gefährliche Stelle bezeichnete Hans Fick die Einmündung des Radwegs aus Richtung Tirschenreuth in die Ortsstraße im Bereich Rohrstaude. Auf dem abschüssigen Stück seien Radler häufig sehr schnell unterwegs.
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