30.07.2021 - 11:13 Uhr
MitterteichOberpfalz

Grünes Licht für Mehrgenerationenquartier

Der Stadtrat Mitterteich stimmte den Bauanträgen für das geplante Mehrgenerationenquartier und zweier Mehrfamilienhäuser zu. Bei den Wünschen und Anträgen brachte Wolfgang Karbstein Kritik an die Stadtverwaltung mit.

Interessiert begutachteten die Stadträte die Baupläne für den Neubau des Mehrgenerationenquartiers in der Zanklgartenstraße mit vierzig Wohnungen, Arztpraxis und Tagespflege. Die Genehmigung der Stadt war reine Formsache, noch heuer soll der Spatenstich sein.
von Josef RosnerProfil

Zusätzlich auf die Tagesordnung des Stadtrates kamen die Bauanträge für den Neubau eines Mehrgenerationenquartiers und der Neubau von zwei Mehrfamilienwohnhäusern in der Zanklgartenstraße. "Wir haben aus dem Projekt zwei Bauanträge gemacht, um schneller voran zu kommen", erklärte Bürgermeister Stefan Grillmeier.

Entstehen soll in der Zanklgartenstraße ein Wohnkomplex mit altersgerechten Wohnungen und einer Arztpraxis. Laut dem Bürgermeister seien von vierzig Wohnungen schon ein Großteil verkauft oder zumindest reserviert worden. Die Verträge für die Arztpraxis und Tagespflege sind bereits unterschrieben. Der Spatenstich soll noch heuer erfolgen.

Zweijährige Bauzeit

Josef Schwägerl (CSU) freute die zweistellige Millioneninvestition und dankte dem Investor, "da haben wir den richtigen gefunden". Bürgermeister Grillmeier rechnet mit einer zweijährigen Bauzeit. Die Zustimmung für den Bauantrag erfolgte einstimmig. Der gleiche Investor ist auch Bauherr von zwei Mehrfamilienwohnhäusern auf dem gleichen Areal. Auch diesem Antrag stimmte das Gremium einhellig zu.

Unter Wünsche und Anträge sagte Wolfgang Karbstein (WG Zukunft Stadt Mitterteich), dass ihm immer wieder zugetragen werde, dass oftmals bei Anfragen an die Stadtverwaltung nicht gehandelt wird. Er betonte: "Wenn ich mit der Verwaltung spreche, wird immer zu meiner vollsten Zufriedenheit gearbeitet. Aber es gibt Bürger, die anfragen und dann passiert nichts."

Keine Beschwerden

Der Bürgermeister erwiderte: "Dass nichts passiert, ist für mich nicht nachvollziehbar". Er bat Karbstein Themen und den Ansprechpartner in der Stadtverwaltung zu benennen. "Bei mir jedenfalls hat sich noch niemand gemeldet und beschwert, dass er keine Antwort erhalten hat", versicherte Grillmeier.

Bernhard Thoma (Freie Wähler) brach daraufhin eine Lanze für die Verwaltung: "Wenn ich anrufe und etwas frage, wird dies zügig abgearbeitet." Auch Gerhard Greim (SPD) bestätigte die Ansicht von Bernhard Thoma. Heribert Hegen (WG Zukunft Stadt Mitterteich) sagte: "Wir als Stadträte haben die Verpflichtung die Fragen der Bürger im Stadtrat stellen zu können."

Behindertenparkplatz abgelehnt

Zudem bat Karbstein die Taktung der Ampelanlage beim Obst Kern in der Martin Zehendner-Straße zu überprüfen, was der Bürgermeister zusicherte. Ein Thema war auch der mögliche Behindertenparkplatz am Unteren Marktplatz, der jedoch zwischenzeitlich von der Regierung der Oberpfalz abgelehnt wurde, wie Karbstein schon vorher befürchtete. Auf Nachfrage der Oberpfalz-Medien erklärte er, dass er nun erreichen will, dass an anderer Stelle ein Behindertenparkplatz ausgewiesen wird. "Mitterteich ist schließlich eine Inklusionsstadt", sagte er. "Und zum barrierefreien Einkaufen gehört nun mal auch ein Behindertenparkplatz."

Heribert Hegen fragte nach der Errichtung einer Grünkompostanlage auf dem Gebiet des Städtischen Bauhofs. Hegen erklärte, dass viele Mitterteicher ihren Grünschnitt ins benachbarte Oberfranken bringen. Laut Bürgermeister Stefan Grillmeier müsse noch das Bodengutachten abgewartet werden. Weiter sollen die Planungen in das Gesamtkonzept des Bauhofs einfließen.

Weiter kündigte Grillmeier an, dass künftig alle Fraktionen zur Einladung für die Fraktionssitzung Unterlagen erhalten, wo sie Wünsche vorab eintragen und mit der Verwaltung abgeklärt werden. "Geschäftsleiter Klaus Schüßler steht für Anfragen telefonisch zur Verfügung."

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"Wenn ich mit der Verwaltung spreche, wird immer zu meiner vollsten Zufriedenheit gearbeitet. Aber es gibt Bürger, die anfragen und dann passiert nichts."

Stadtrat Wolfgang Kabstein (WG Zukunft Stadt Mitterteich)

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