Mitterteich
05.03.2020 - 15:16 Uhr

Kandidaten-Quartett in Mitterteich

Nach 18 Jahren steht in Mitterteich ein Bürgermeister-Wechsel an. Um die Nachfolge von CSU-Amtsinhaber Roland Grillmeier bewerben sich vier Kandidaten. Was sind ihre wichtigsten Ziele?

Stefan Grillmeier (CSU). Bild: exb
Stefan Grillmeier (CSU).

Ausführlich haben die CSU, die SPD und die Freien Wähler sowie die neue Wählergemeinschaft "Zukunft Stadt Mitterteich" in den vergangenen Wochen bei zahlreichen Wahlinformationsveranstaltungen ihre Programme und ihre Bewerber präsentiert. Die vier Bürgermeisterkandidaten haben für Oberpfalz-Medien noch einmal zusammengefasst, was ihnen in den kommenden sechs Jahren besonders am Herzen liegt.

Stefan Grillmeier (CSU)

"Ich möchte die erfolgreiche Arbeit in Mitterteich fortsetzen", sagt der 43-Jährige. Durch seine Führungstätigkeit im Beruf und den Erfahrungen als Zweiter Bürgermeister sehe er sich befähigt, kollegial eine Stadtverwaltung zu führen. Er wolle Gutes erhalten, Verbesserungen umsetzen und Raum schaffen für neue Ideen und Chancen. "Zukunft braucht Ideen" laute sein Motto. "Wer von Zukunft spricht, muss sie verkörpern", betont Grillmeier. "In unserem Zukunftsprogramm haben wir diese Ideen festgehalten." Wichtig sei es ihm, Arbeitsplätze zu sichern und auszubauen, neue Konzepte für die weitere barrierefreie Gestaltung der Stadt zu entwickeln, bezahlbaren Wohnraum für alle zu schaffen, die Ärzteversorgung und Pflegeeinrichtungen auszubauen, Mitterteich als soziale Stadt fortzuführen, die Natur zu erhalten, das Ehrenamt zu fördern und den Tourismus zu stärken. Neue Projekte sollen höchstmöglich gefördert werden. Steigende Gewerbesteuereinnahmen würden dann die finanzielle Situation der Stadt verbessern, so Grillmeier. "Es gibt weiterhin viel zu tun!"

Johann Brandl (SPD)

Johann Brandl (SPD). Bild: exb
Johann Brandl (SPD).

Er stehe in erster Linie für soziale Themen, die den Bürgern konkrete Erleichterungen bringen sollen, erklärt der 62-Jährige. Zentrale Punkte des Wahlprogramms seien die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch erweiterte Betreuungszeiten der Kleinsten, die Entlastung von Pflegenden durch eine Altentagespflege und wohnortnahe Einkaufsmöglichkeiten für regionaler Produkte. Als erfahrener Stadt- und Kreisrat fordere er aber auch mehr Transparenz im Rathaus sowie stabile Finanzen, so Brandl.

"Ich möchte, dass unsere Heimatstadt lebens- und liebenswert bleibt", sagt Brandl. Deswegen setze er sich für den Erhalt der Schulen, den Ausbau der ärztlichen Versorgung und (sozialen) Wohnungsbau ein. Außerdem seien die Überprüfung und die Optimierung der Verkehrssituation, erneuerbare Energien, der Erhalt der Freizeiteinrichtungen, ein Jugendparlament und die Klärschlammentsorgung in kommunaler Hand wichtige Themen. "Wie Sie sehen, habe ich viel vor, schenken Sie mir Ihr Vertrauen", schließt Brandl.

Bernhard Thoma (Freie Wähler)

Bernhard Thoma (Freie Wähler). Bild: exb
Bernhard Thoma (Freie Wähler).

Als Bürgermeister der Stadt Mitterteich wolle sich der 58-Jährige für mehr Offenheit und Transparenz in den Stadtratssitzungen einsetzen. Vor allem bei Großprojekten sollen die Bürger künftig stärker eingebunden werden. "Der Einsatz eines Projektsteuerers, der rein für die Interessen der Stadt und ihrer Bevölkerung eintritt, ist mir bei Großvorhaben besonders wichtig", erklärt Thoma.

Eine Neuverschuldung der Stadt müsse kritisch betrachtet werden. "Was muss gemacht werden, was sollte gemacht werden, was wäre wünschenswert?", lauteten drei wichtige Fragen. Aufstellen wolle er eine Prioritätenliste für die Sanierung von Bürgersteigen und Straßen. Überdies stelle Thoma den Erhalt der städtischen Freizeitanlagen, vor allem des Freibads und der Eishalle, in den Vordergrund, ebenso die weitere Entwicklung des Tourismus als wichtiges Standbein der Stadt. "Ich möchte mit allen Fraktionen im Stadtrat eine gute Zusammenarbeit zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger", wünscht sich Bernhard Thoma.

Heribert Hegen ("Zukunft Stadt Mitterteich")

Heribert Hegen (Wählergemeinschaft "Zukunft Stadt Mitterteich"). Bild: exb
Heribert Hegen (Wählergemeinschaft "Zukunft Stadt Mitterteich").

"Das vorrangige Ziel ist Transparenz gegenüber den Bürgern", sagt der 56-Jährige. Sie sollen umfassend informiert, in geplante Projekte mit einbezogen und über veranschlagte und tatsächliche Kosten aufgeklärt werden. "Punkte der Stadtratssitzungen müssen größtenteils öffentlich behandelt werden." Zu einem nachhaltigen und soliden Finanzkonzept gehörten eine genaue Prüfung und eine Abwägung vor dem Erwerb von Objekten. Es sollten auch keine kostenpflichtigen Objekte angemietet, sondern vorhandene städtische Gebäude genutzt werden.

Wichtig seien auch die Sanierung bzw. der Ausbau von Gehwegen, Straßen und Radwegen und deren Beleuchtung, die Schaffung von Übergängen, etwa beim Friedhof und beim Aldi-Markt, die Schaffung von Gewerbeflächen für Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistung sowie die Ausweisung neuer Baugebiete. Künftig soll es nach seiner Vorstellung einen monatlichen Treff für Jung und Alt mit dem Bürgermeister geben. "Gestalten Sie mit uns die Zukunft Ihrer Stadt!", bittet Heribert Hegen.

 
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