10.11.2020 - 16:00 Uhr
MitterteichOberpfalz

Kommentar: Gegen Vandalismus konsequent vorgehen

Zerstörte Glastafeln am Waldbesinnungspfad bei Konnersreuth, angesägte Bäume in Mitterteich: Gegen Vandalismus sollten alle Betroffenen konsequent vorgehen, meint Redakteur Udo Lanz.

Mitterteichs Stadtgärtner Willi Kilian zeigt einen Schnitt an einem der zehn Bäume, die ein Unbekannter im Wohngebiet "Rohrstaude" beschädigt hat.
von Udo Lanz Kontakt Profil
Kommentar

Erst vor kurzem haben Unbekannte auf dem Waldbesinnungspfad bei Konnersreuth gewütet und mehrere Glastafeln zertrümmert, jetzt gerieten zehn Bäume in einem Mitterteicher Wohngebiet ins Visier. Welche Motivation steckt hinter solchen Aktionen? Diese Frage stellt sich immer wieder, auch bei zerkratzten Autos, zerstochenen Reifen oder Schmierereien an Brücken und Ruhebänken. Da kann alles Mögliche im Spiel sein, Frustration, Langeweile, Alkohol, Drogen, die Lust am Tabubruch oder auch ein Konflikt auf persönlicher Ebene. Aber egal, was auch immer der Grund für die Zerstörungswut ist – wichtig ist ein konsequentes Vorgehen gegen Vandalismus.

In Mitterteich hat ein Unbekannter zehn Bäume beschädigt

Mitterteich

Es ist richtig, Anzeige zu erstatten. Und es kann auch sinnvoll sein, Belohnungen für entscheidende Hinweise auszusetzen. Beides kann den Tätern signalisieren, dass ihr Treiben nicht toleriert wird. Natürlich sollte ein konsequentes Durchgreifen nach einem Fahndungserfolg auch vonseiten der Justiz praktiziert werden und nicht ein vorzeitiges Ende finden.

Gefordert sind letztlich alle Bürger. Sie sollten die Augen offen halten und verdächtige Beobachtungen melden – lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Ein Einschreiten sollte übrigens auch selbstverständlich sein, wenn man irgendwo einen Parkrempler beobachtet und der Verursacher die Flucht ergreifen will.

Und all jene, denen öffentliches Gut und fremder Besitz egal sind und die lieber wegschauen als handeln, sollten stets bedenken: Es kann beim nächsten Mal auch ihr eigenes Eigentum treffen.

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