20.04.2021 - 12:00 Uhr
MitterteichOberpfalz

Neubauprojekt in Mitterteich: Pläne der Firma Schmeller sorgen für Euphorie

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Es ist seit längerem inoffiziell bekannt, dass die Firma Schmeller Bad und Heizung aus Waldsassen ein Neubauprojekt in Mitterteich plant. Nun ging der Bauantrag ein - und im Stadtrat gab es geradezu euphorische Reaktionen und viel Lob.

Ein Baucontainer der Waldsassener Firma Schmeller Bad und Heizung (Felix und Norbert Schmeller) steht schon seit einigen Wochen auf dem rund 10 000 Quadratmeter großen Grundstück im Mitterteicher Gewerbegebiet Kreuzäcker, wo das Unternehmen ein großes Neubauprojekt verwirklichen will. Links dahinter die Rettungswache des BRK und rechts der Kreisverkehr, der zur Tirschenreuther Straße führt.
von Udo Lanz Kontakt Profil

Für Aufsehen sorgte im Dezember 2020 die Voranfrage eines Sanitärbetriebs für ein großes Neubauprojekt im Gewerbegebiet Kreuzäcker. Wer dahinter steckt, wurde zunächst nicht verraten – allerdings verdichteten sich nach und nach die Hinweise, dass es sich um die in Waldsassen ansässige Firma Schmeller Bad und Heizung (Felix und Norbert Schmeller) handelt.

Der Artikel über die Bauvoranfrage im Dezember 2020

Mitterteich

Untermauert wurde das vor einigen Wochen durch das Aufstellen eines Baucontainers mit Aufschrift und Logo auf dem betreffenden Grundstück. Die Firma selbst hat das Vorhaben erst kürzlich öffentlich bestätigt und für die nahe Zukunft eine Vorstellung des Projekts angekündigt. Am Montag im Stadtrat lag nun der Bauantrag vor, der wie schon die Voranfrage einhellige Zustimmung fand.

Details folgen in Kürze

Bürgermeister Stefan Grillmeier gab einen kurzen Überblick über das Vorhaben. Entstehen sollen auf einem knapp 10 000 Quadratmeter großen Grundstück nahe der BRK-Rettungswache ein Verwaltungsgebäude mit Sanitärausstellungsräumen, eine Lagerhalle und eine Werkstatt. Vorgesehen sei eine Geschossfläche von über 2200 Quadratmetern, final sollen rund 50 Beschäftigte vor Ort tätig sein. Grillmeier kündigte an, dass es demnächst einen Pressetermin geben werde, bei dem Vertreter des Unternehmens das Projekt ausführlich vorstellen wollten. Dabei werde es auch Angaben zur Investitionssumme geben.

"Das ist eine Riesen-Aufwertung für diesen Platz am Eingangstor zu Mitterteich."

Bürgermeister Stefan Grillmeier über das Vorhaben der Firma Schmeller

"Das ist eine Riesen-Aufwertung für diesen Platz am Eingangstor zu Mitterteich", betonte Grillmeier. Er finde es toll, dass ein neues Unternehmen nach Mitterteich komme, Arbeitsplätze schaffe und dann auch entsprechend Gewerbesteuer zahlen werde.

„Das zeigt, wie lukrativ der Wirtschaftsstandort Mitterteich ist, nicht nur im Bereich an der A93“, meinte CSU-Sprecher Josef Schwägerl und stellte das Engagement von Stefan Grillmeier heraus: Die Ansiedlung solcher Unternehmen sei unter anderem dem Verhandlungsgeschick des Bürgermeisters geschuldet. „Das war nicht der erste Betrieb und wird auch nicht der letzte bleiben“, zeigte sich Schwägerl überzeugt.

Heribert Hegen (Wählergemeinschaft Zukunft Stadt Mitterteich) freute sich, dass die Firma Schmeller beschlossen habe, von Waldsassen „in die bessere Region nach Mitterteich umzusiedeln“, wie er lächelnd anmerkte. Es sei hervorragend, dass das Unternehmen eine beträchtliche Summe investiere und am Ortseingang ein sehr modernes Gebäude schaffen wolle, das richtig gut in die Stadtplanung passe.

"Hut ab davor, ein solches Unternehmen nach Mitterteich zu bringen."

Heribert Hegen (Wählergemeinschaft Zukunft Stadt Mitterteich)

Hegen hoffte, dass es gelingt, noch weitere Betriebe anzulocken. Wie auch Schwägerl richtete Hegen einen Dank an Stefan Grillmeier: „Hut ab davor, ein solches Unternehmen nach Mitterteich zu bringen.“ Darauf erwiderte Grillmeier: „Danke für den Werbeblock!“ Und er versprach mit Blick auf Neuansiedlungen: „Es kommen noch mehr.“

Lob und Dank für den Einsatz des Bürgermeisters gab es auch vonseiten der SPD-Fraktion. „Wie er das geschafft hat, ist mir ein Rätsel“, erklärte Gerhard Greim und verwies darauf, dass ein Waldsassener Betrieb ja auch den dortigen Bürgermeister an der Seite habe. Andererseits handle es sich auch um ein hervorragendes Grundstück, wie vonseiten der Firma bestätigt worden sei, so Greim. Das Wichtigste sei, dass durch ein solches Projekt letztlich Gewerbesteuer an die Stadt fließt. Greim zollte vor allem dem noch jungen Unternehmer im Führungsduo Respekt und zeigte sich vom Erfolg des Vorhabens überzeugt.

Aushängeschild für Mitterteich

Bernhard Thoma (Freie Wähler) würdigte ebenfalls den Bürgermeister dafür, den Umzug eines bekannten Unternehmens in die Wege geleitet zu haben. „Das ist ein Mordsprojekt, das hervorragend zur Ortseinfahrt passt.“ Die Pläne zeigten, dass ein Vorzeigebetrieb und damit ein Aushängeschild für Mitterteich entstehen würden, so Thoma.

"Das ist ein Mordsprojekt, das hervorragend zur Ortseinfahrt passt."

Bernhard Thoma (Freie Wähler)

Stefan Grillmeier zeigte sich sehr zuversichtlich, dass die Pläne wie geplant realisiert werden. „Wer die Familie kennt, der weiß, dass sie auch umsetzt, was sie anfängt.“ Positiv wertete er, dass durch das Miteinander von Vater und Sohn in der Firmenführung auch die Zukunft gesichert sei. Abschließend stellte der Bürgermeister in Bezug auf den Gewerbestandort Mitterteich fest: „Wir sind attraktiv und wir müssen uns noch attraktiver machen.“

Mehr Informationen zur Firma Schmeller Bad und Heizung

Waldsassen
Im Blickpunkt:

Schnelltests vor der Sitzung

Vor der Sitzung des Stadtrats in der Grundschulturnhalle gab es für alle Teilnehmer erstmals die Möglichkeit, einen Corona-Schnelltest zu absolvieren. Dazu war im Vorraum ein Tisch mit den notwendigen Utensilien aufgebaut, Christiane Bleistein und Franziska Faltenbacher von der Stadtverwaltung warteten dort – ausgestattet mit Schutzkleidung – auf die Probanden. Es handelte sich aber lediglich um ein Angebot der Stadt, verpflichtet zum Testen oder zum Vorzeigen eines bereits bestehenden Ergebnisses war niemand. Genutzt wurde die Möglichkeit nur von einem Teil der Anwesenden. Einige seien zeitnah bereits getestet worden, wie es hieß. So mancher bevorzugte aber wie bisher den direkten Gang in die Halle.

In der Sporthalle, die seit November für die Sitzungen genutzt wird, stehen Tische und Stühle weit auseinander, zudem ist stets die Belüftungsanlage aktiviert. Viele Sitzungsteilnehmer tragen FFP2-Masken während der ganzen Sitzung, obwohl diese am Platz abgenommen werden dürfen.

 

 

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