15.09.2021 - 11:23 Uhr
MitterteichOberpfalz

Neue Ausstellung im Museum Mitterteich: Mit Farbe gegen das Grau der Pandemie

Im Museum Mitterteich eröffneten die Künstlerinnen Angelika Sticht und Brigitte Demmel jetzt ihre erste gemeinsame Ausstellung. Zu sehen sind 50 Werke aus den Bereichen Acrylmalerei und Kalligraphie.

von Ulla Britta BaumerProfil

"Ohne dich hätte ich heute hier nicht meine erste große Ausstellung", sagte Brigitte Demmel und drückte ihrer Künstlerkollegin Angelika Sticht einen Blumenstrauß in die Hand. Die Geste von Herzen war Teil der Vernissage zur Sonderausstellung "Farbkleckse und Buchstabensalat" im Museum für Porzellan, Glas und Handwerk. Die Blumen waren für Angelika Stichts Idee, Brigitte Demmel mit ins Boot zu holen.

Die beiden Künstlerinnen aus Tirschenreuth freuten sich, diese Präsentation nach einer coronabedingten Verschiebung nun endlich eröffnen zu können. Wegen der Pandemie durften auch nicht unbegrenzt Gäste an der Vernissage teilnehmen. Und so stellten Angelika Sticht und Brigitte Demmel ihre Werke im kleinen Kreis vor.

Von der Steinzeit bis zu Meistern der Neuzeit

Sticht, die Acrylmalereien zeigt, streifte in ihrer Rede die Entstehung der Kunst in Form von Felsenritzungen in der Steinzeit ebenso wie große Meister der Neuzeit, darunter Friedensreich Hundertwasser. Das menschliche Dasein auf Erden beschrieb sie als "kunstvoll von der ersten Stunde an". Brigitte Demmel sagte in Bezug auf ihre Werkzeuge - Tinte und Feder für Kalligraphie - dass man mit allem schreiben könne. Mit Tusche, Tinte, Rotwein, Kaffee und auch Blut. "Aber mit Letzterem habe ich es noch nicht versucht und werde es auch nicht ausprobieren." Kalligraphie sei für sie ein wunderbares Hobby geworden, wie sie verriet.

"Heute könnte man sagen: Die Industriestadt Mitterteich grüßt die Hochschulstadt Tirschenreuth", bemerkte Bürgermeister Stefan Grillmeier in Anspielung auf den Heimatort der Künstlerinnen. Der Kunst sprach er eine große Bedeutung in der demokratischen Gesellschaft zu. "Sie haben im Ausstellungsraum einen Spannungsbogen aus Farben aufgebaut gegen das Grau in Grau der Pandemie", sagte Grillmeier weiter.

Einen Dank richteten der Bürgermeister und die Künstlerinnen an alle Helfer bei den Vorbereitungen und beim Aufbau der Ausstellung, darunter auch Marion Papsch und Nicole Schuller vom Museumsteam. Für die musikalische Umrahmung der Vernissage sorgte die Museumsbeauftragte der Ikom Stiftland, Barbara Habel, zusammen mit ihrem Ehemann Christof. Mit eindrucksvollen Stimmen bewiesen sie, dass auch Musik Kunst sein kann.

Aufeinander abgestimmt

Gezeigt werden in der Ausstellung Acrylmalereien von Angelika Sticht und Kalligraphie von Brigitte Demmel. Die 50 Werke wurden aufeinander abgestimmt nach Themen oder Farbgebung an den Wänden, auf Staffeleien und in Vitrinen ins rechte Licht gerückt. Brigitte Demmel zeigt unter anderem auch ihr Handwerkszeug und verschiedene kalligraphische Schriftarten, die sie nutzt.

Die Ausstellung bleibt bis zum 7. November im Ausstellungsraum des Museums und kann zu den üblichen Öffnungszeiten besichtigt werden (Dienstag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr, samstags von 9 bis 12 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr). Auch Führungen für Gruppen sind möglich. Dazu ist eine Anmeldung erforderlich (Telefon 09633/918778, E-Mail: info[at]museum.mitterteich[dot]de).

Mehr Informationen über das Schaffen der Künstlerinnen

Mitterteich

"Sie haben im Ausstellungsraum einen Spannungsbogen aus Farben aufgebaut gegen das Grau in Grau der Pandemie."

Bürgermeister Stefan Grillmeier über die Künstlerinnen und deren Werke

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.