Mitterteich
15.10.2018 - 13:45 Uhr

Schlachtrufe und Strammer Max

Ein halbes Jahrhundert ist der Verein der unbekannten Größen (VduG) alt. Bei der Jubiläumsversammlung des Geselligkeitsvereins stehen nicht nur Ehrungen im Mittelpunkt. Natürlich werden auch Erinnerungen an alte Zeiten aufgefrischt.

Vier Gründungsmitglieder wurden bei der 50-Jahrfeier des VduG geehrt. Im Bild (von links) 2. Vorsitzender Willi Glaßl, Alfred Hecht, Karl-Heinz Ernstberger, Ernst Bayer, Manfred Bäcker und Vorsitzender Günter Schampera. Bild: jr
Vier Gründungsmitglieder wurden bei der 50-Jahrfeier des VduG geehrt. Im Bild (von links) 2. Vorsitzender Willi Glaßl, Alfred Hecht, Karl-Heinz Ernstberger, Ernst Bayer, Manfred Bäcker und Vorsitzender Günter Schampera.

Im einstigen Gasthof "Zum Bären" hatte sich am 6. Oktober 1968 eine lustige Runde versammelt und den Verein der unbekannten Größen ins Leben gerufen. Der Monatsbeitrag betrug eine Mark, so entschieden die zehn Gründungsmitglieder. 50 Jahre später gibt es die lustige Runde immer noch - allerdings zählen heute 53 Mitglieder zum Verein.

Blick in die Chronik

Das Jubiläum wurde unter anderem mit einer Dia- und Filmvorführung gefeiert, zusammengestellt von Karl-Heinz Ernstberger und Franz Kaiser. Ernstberger hat seit 1968 sämtliche Ereignisse auch chronologisch festgehalten und gab nun einen Überblick. Gründungsvorsitzender war damals Manfred Bäcker, sein Stellvertreter war Gerd Joswiak. Karl Hecht wirkte als Kassierer und Schriftführer. Wichtig war den Gründern, dass es ein Verein ohne klassischen Rahmen sein sollte. Heute steht Günter Schampera an der Spitze des Vereins. Seit 2006 hat er dieses Amt inne. Unterstützung findet er beim stellvertretenden Vorsitzenden Willi Glaßl, Kassierer Franz Kaiser und den Chronisten.

Wichtig waren früher noch sportliche Aktivitäten. So wurde samstags immer Fußball gespielt im "Leonberger Waldstadion", gegen andere Vereine und Stammtisch-Runden. Im Bärensaal wurde Tischtennis gespielt und auch bei Eisstockturnieren war der VduG einst stets vorne mit dabei. Auf dem Plan standen auch Kegeln und eine jährliche Vatertagswanderung. Von 1969 bis in die 90er Jahre hinein gab es regelmäßige Fahrten zur Bergkirchweih in Erlangen. Zu den Höhepunkten der Weihnachtsfeiern entwickelten sich die selbstverfassten Gedichte von Günter Schampera. Auch bei runden Geburtstagen präsentierte er den Jubilaren seine Dichtkunst. Nicht fehlen durften jede Menge Ausflugsfahrten - unter anderem nach Berlin, Prag, Wien, zum Bodensee, an die Ostsee oder auf Rügen. Zum 25-jährigen Bestehen fand ein großes Fest im Stadtpark statt, wonach eine größere Spende den örtlichen Kindergärten zufloss.

Essen wie damals

Mehrmals wurde beim Jubiläumstreffen der Schlachtruf "Vau ... duG" angestimmt - dieser erklang jeweils dreimal hintereinander. Natürlich wurde zum Jubiläum auch gut gespeist, so wie damals bei der Wirtin im Gasthof "Zum Bären". Auf den Tisch kamen Tatar, Strammer Max, Russische Eier, belegte Brote und heimisches Bier. Zubereitet wurde das Essen vom Vorsitzenden Günter Schampera und seiner Frau Heidi. Beide waren zu Gründungszeiten des Vereins im Gasthof "Zum Bären" beschäftigt. Geehrt wurden abschließend die vier anwesenden Gründungsmitglieder Alfred Hecht, Karl-Heinz Ernstberger, Manfred Bäcker und Ernst Bayer. Nach dem offiziellen Teil folgte das Feiern in gemütlicher Runde, so wie es der VduG von Anfang an gepflegt hat.

 
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