20.11.2020 - 18:00 Uhr
MitterteichOberpfalz

Stadtrat Mitterteich: Luftreiniger, Wohnraum und Gewerbe-Anfragen im Fokus

Ein bunter Themenmix kam jetzt wieder unter "Wünsche und Anregungen" im Stadtrat Mitterteich zur Sprache: Luftreinigungsgeräte für die Schulen rückten ebenso in den Blickpunkt wie mögliche Wohnprojekte und Gewerbeansiedlungen.

Nach einem halben Jahr im Feuerwehrhaus tagte der Mitterteicher Stadtrat am Montag erstmals in der deutlich größeren Grundschulturnhalle. Fünf Stadtratsmitglieder hatten sich entschuldigt, im Zuhörerbereich nahmen drei Besucher Platz.
von Udo Lanz Kontakt Profil

Ein halbes Jahr lang hatte der Stadtrat wegen der Sanierung des Historischen Rathauses im Saal des Feuerwehrhauses getagt. Aufgrund der verschärften Corona-Situation in jüngster Zeit traf sich das Gremium nun zum ersten Mal in der deutlich größeren Turnhalle der Grundschule. Breiten Raum nahm neben den Themen Freiflächen-Photovoltaik und Verkehr wieder der Punkt "Wünsche und Anregungen" ein.

Der Stadtrat befürwortet den Bau einer Freiflächen-Solaranlage bei Oberteich

Mitterteich

Bernhard Thoma (Freie Wähler) kam auf Luftreinigungsgeräte zu sprechen, die in einigen Kommunen der Region für die Schulen angeschafft wurden. Auch die Einrichtungen des Landkreises sollen damit ausgestattet werden. "Wie schaut es mit unseren zwei Schulen aus?", wollte Thoma wissen.

Schulleitung entscheidet

Bürgermeister Stefan Grillmeier berichtete, dass man deshalb auch vonseiten des Elternbeirats auf ihn zugekommen sei. Die Leiterinnen der Grundschule und der Mittelschule hätten die in Wiesau angeschafften Geräte bereits begutachtet. Eingebunden in die Überlegungen zum Kauf solcher Luftreiniger für die Mitterteicher Schulen sei auch Dr. Achim Nemsow. "Nicht jedes Gerät ist auch ein gutes Gerät", machte Grillmeier deutlich. Entscheidend sei der Grad der Wirksamkeit. Er habe schon grundsätzlich grünes Licht für eine Anschaffung gegeben. Aber diese Geräte müssten auch gerade hinsichtlich des Geräuschpegels und der Verträglichkeit vonseiten der Schulleitungen ausdrücklich gewollt sein.

Fördermittel werde die Stadt aber beim Kauf solcher Geräte wohl nicht erhalten, wie eine Prüfung ergeben habe. Denn wenn Klassenräume durch das Öffnen von Fenstern gelüftet werden können, würden keine Zuschüsse gewährt.

Wolfgang Karbstein (Wählergemeinschaft Zukunft Stadt Mitterteich) nahm Bezug auf das geplante Großprojekt der Ziegler-Group in Tirschenreuth, wo viele neue Arbeitsplätze entstehen sollen. Diese Leute könnten nicht alle in der Kreisstadt untergebracht werden, daher regte Karbstein ein Kooperationsmodell an, um Wohnraum in Mitterteich zu schaffen. Am Robert-Lindig-Platz und in der Wiesenstraße seien ja Gebäude vorhanden, bei denen ohnehin Maßnahmen angedacht seien. "Gespräche dazu laufen", erwiderte Bürgermeister Stefan Grillmeier.

Interesse an Grundstück

Heribert Hegen (WG Zukunft) berichtete von der Anfrage eines Unternehmers, der in seinem Betrieb aktuell 20 Mitarbeiter beschäftigt. Dieser wolle wissen, ob ein städtisches Grundstück mit 25 000 Quadratmetern - Hegen sprach von einem "Filetstück" - noch verfügbar sei und wann es bebaut werden könnte.

Grundstücksverhandlungen führe ich selbst.

Bürgermeister Stefan Grillmeier zu Anfragen wegen Gewerbeflächen

Stefan Grillmeier sagte dazu, dass Nachfragen dieser Art direkt an den Bürgermeister gerichtet werden sollten. "Grundstücksverhandlungen führe ich selbst." Er bat darum, die Kontaktdaten weiterzugeben, dann werde man in Gespräche einsteigen. Grillmeier berichtete, dass ihm aktuell mehrere Anfragen in Zusammenhang mit Stadtentwicklung und Gewerbe vorlägen. Durch den Standort an der A93 sei Mitterteich in einer guten Position für Betriebsansiedlungen, so Grillmeier.

Seit Wochen verspätet

Reiner Artmann (WG Zukunft) kam auf das Thema Straßenbeleuchtung zu sprechen, das in den vergangenen Monaten wiederholt aufgegriffen wurde. Er könne einen weiteren Bereich nennen, der nach der Umstellung auf LED-Strahler nicht gut ausgeleuchtet werde. Bürgermeister Grillmeier bat darum, die Meldung an die Stadtverwaltung weiterzugeben und teilte mit, dass die zuständige Firma schon vor vier Wochen die Nachjustierung der Beleuchtung hätte durchführen sollen. Allerdings gebe es hier wegen der Vielzahl an Aufträgen einen Rückstau. Das Ganze solle aber noch heuer über die Bühne gehen. Dabei werde auch die Beleuchtung am Oberen Markt angepasst.

Eingangs hatte Bürgermeister Stefan Grillmeier informiert, dass es in diesem Jahr keine Bürgerversammlungen mehr in Mitterteich und den Ortsteilen geben wird. Wegen der Pandemie-Situation sei das nicht möglich. Man müsse die Veranstaltungen ins neue Jahr verschieben, die Termine seien noch offen. Das Gleiche gelte für die Wahlen der Ortssprecher.

Dank an Kämmerin und deren Team

Der Bürgermeister griff auch noch einmal die Stabilisierungshilfen in Höhe von 1,85 Millionen Euro auf, die der Freistaat Bayern kürzlich für die Stadt Mitterteich bewilligt hat. „Das ist Geld, das wir gut brauchen können“, betonte Grillmeier und stellte das Engagement von Kämmerin Ursula Ockl heraus. „Das trägt ihre Handschrift“, betonte Grillmeier und sprach die anwesende Leiterin der Finanzverwaltung auch direkt an: „Liebe Ursula, danke. Chapeau! In meinem Namen und im Namen des Stadtrats und der Bürger.“ Dankesworte richtete der Bürgermeister auch an das übrige Team der Kämmerei. Das Stadtratsgremium klopfte Beifall.

Drei neue Wohnhäuser und ein Anbau

Wegen der Corona-Situation hatte die Stadt für November geplante Sitzungen zusammengelegt, weshalb der Stadtrat nun auch über Punkte beriet, die für den Bauausschuss vorgesehen waren. Grünes Licht gab das Gremium für zwei Bauanträge: Ein Einfamilienwohnhaus mit Garage und Carport soll am Glasmacherring in Mitterteich entstehen, ein Einfamilienwohnhaus mit Garage soll im Baugebiet Hintere Griesäcker in Pleußen errichtet werden. Keine Einwände gab es gegen zwei Voranfragen. In einem Fall ging es um den Anbau an ein bestehendes Wohngebäude in Kleinbüchlberg, im anderen Fall um den Abriss eines alten Hauses mit anschließendem Neubau eines Einfamilienhauses in Großbüchlberg.

Nach einem halben Jahr im Feuerwehrhaus tagt der Stadtrat bis auf weiteres in der Grundschulturnhalle

Mitterteich

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